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Das Stadtgespräch Mai 2017

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20 Das Stadtgespräch 14. MAI 2017 MUTTERTAG MITTAGS AB 11.30 UHR ABENDS AB 17.30 UHR Um Tischreservierung wird gebeten RÍNALDÍ RISTORANTE IM HAUS OTTENS Lange Straße 38 Rheda-Wiedenbrück Telefon: 05242/3780900 www.ristorante-rinaldi.de 15.000 WOHNUNGEN WERDEN GEBRAUCHT SKW Haus & Grund-Geschäftsführerin Simone Billen (Mitte) im Beratungsgespräch mit Monika und Josef Becker aus Stromberg Droht eine Wohnungsnot in Rheda- Wiedenbrück? (Kem) 15.000 Wohnungen werden in den nächsten drei Jahren im Kreis Gütersloh gebraucht. Darauf wies SKW Haus & Grund- Geschäftsführerin Simone Billen beim Immobilientag der Kreissparkasse in dem gut besuchten Fachreferat »Der Immobilienmarkt im Umbruch« hin. Ein großer Teil des Bedarfs entsteht auch in Rheda-Wiedenbrück. Beim städtischen Wohnungsamt sind aktuell über 1000 Haushalte auf der Suche nach Wohnungen gemeldet. Die Referentin machte als eine entscheidende Ursache für diesen unglaublichen Trend den demografischen Wandel aus. Zwar ist in der Diskussion häufig von Überalterung und Schrumpfung der Bevölkerung die Rede, für Rheda-Wiedenbrück sowie für den gesamten Kreis trifft das so nicht zu. Zum einen erlebt die Doppelstadt insgesamt eine positive Zuwanderung aus dem Ausland (Werkvertragsarbeiter, Asylbewerber). Parallel dazu leben die Menschen länger. Das Durchschnittsalter der Menschen steigt in den nächsten 18 Jahren von heute 44 auf 47 Jahren. In diesem Zeitraum wächst der Anteil der über 65-Jährigen um ein Drittel auf rund ein Viertel (26 %) der Gesamtbevölkerung. Mit dieser Verschiebung der Bevölkerungsstruktur steigt zugleich die Zahl der Haushalte mit ein bis zwei Personen um 11,6 %. Jeder dritte Haushalt wird 2035 ein Ein- bzw. Zweipersonenhaushalt sein. Die älteren Menschen stellen zudem andere Anforderungen an Wohnen als jüngere Personen. Diese Entwicklung hat weitreichende Auswirkungen auf den privaten Immobilienmarkt. Der Immobilienmarkt in Rheda-Wiedenbrück, ja im gesamten Kreis Gütersloh, wird weiter mit steigender Nachfrage rechnen müssen. Dies betrifft insbesondere die Eigentumswohnungen. Differenziert nach Alter und Ausstattung sind auch hier steigende Preise zu erwarten. Weiterhin spielt neben Wohnfläche oder Grundstücksgröße und Baujahr insbesondere auch die Lage eine zentrale Einflussgröße für den Immobilienpreis. Nur wenige hundert Meter können schon gewaltige Unterschiede ausmachen. Entscheidend aber ist der Nachfragedruck. Dieser übersteigt das Angebot. Auch Leerstände können den Bedarf nicht abdecken. Die Auswirkungen sind gravierend: Die Kaufpreise gebrauchter Immobilien sind im Kreis in 2016 um durchschnittlich 10 % gestiegen. In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass 70 % aller Gebäude älter als 40 Jahre sind. D. h. das Thema Energetik spielt bei dem Gebäudebestand eine große Rolle. Diese Situation entspricht den Gegebenheiten in Rheda-Wiedenbrück. Einhergehend mit der wachsenden Nachfragegruppe der »Älteren« wird zunehmend älterer Gebäudebestand auf den Immobilienmarkt kommen. Dann ist mit Preisdruck zu rechnen. Die Eigentumswohnungen wurden in demselben Zeitraum durchschnittlich um 5 % teurer. Ebenfalls wird hier der energetische Standard zum preisbestimmenden Faktor. Gleichzeitig nimmt die Zahl der freien Baulandflächen weiter ab. Zudem liegt der Anteil der betriebsgebundenen Flächen (Gewerbegebiete) im gesamten Kreisgebiet bei rund 50 % aller angebotenen Baulandflächen. Ebenfalls die Mieten steigen – trotz Mietpreisbremse. Preisgünstige Mieten mit fünf, sechs Euro pro Quadratmeter finden die Wohnungssuchenden immer seltener. Ein Quadratmeterpreis von 8,50 / 9,00 Euro ist heute keine Ausnahme mehr. Das Problem: Nicht jeder Haushalt ist in der Lage einen derart hohen Mietzins oder noch höhere Mieten aufzubringen. Ergo: Es besteht ein zunehmender Bedarf an Neubauwohnungen. Bei Bestandsimmobilien bestehen ein zunehmender Sanierungsbedarf und die Herausforderung der Nachverdichtung in bestehenden Wohngebieten. Der Bedarf an preisgünstigem Wohnraum steigt (sozialer Wohnungsbau). Darüber hinaus beeinflusst die Zins-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) den Immobilienmarkt. Die EZB hat null Zinsen bis Ende 2017 angekündigt. Bislang wiegt der daran gekoppelte Hypothekenzins den Preisanstieg der Immobilien häufig auf. Insofern profitieren Erwerber von Immobilien von der Null-Zins-Politik. Mittel- und langfristig ist mit steigendem Zinsniveau zu rechnen, erklärte Simone Billen.

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Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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