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Das Stadtgespräch Mai 2017

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18 Das Stadtgespräch (V. l.) Raphael Tigges, Henrika Küppers, Dr. Martina Schwartz-Gehring, Hendrik Wüst, André Kuper, Frank Teckentrup INDUSTRIEFLÄCHEN WERDEN IN RHEDA- WIEDENBRÜCK KNAPP AUREA komplett vergeben (Kem) Vor acht Jahren feierte Rheda-Wiedenbrück den ersten Spatenstich in dem zu Rheda- Wiedenbrück gehörenden Anteil an dem interkommunalen Gewerbegebiet AUREA. Seit Anfang 2017 stehen dort keine freien Flächen mehr in der Marburg zur Verfügung, berichtete Bürgermeister Theo Mettenborg bei dem Besuch der Firma RT-Lasertechnik GmbH. Der CDU-Stadtverband hatte dazu eingeladen. Das Unternehmen hat das letzte größere Grundstück aus dem Potenzial der Doppelstadt erhalten. Eine noch zur Verfügung stehende kleinere Fläche im Eingangsbereich zur AUREA wurde Anfang 2017 vermarktet. Der Bürgermeister hielt deshalb die Überprüfung für angeraten, ob sich als Ergänzung zur AUREA noch weitere Potenzial-Flächen requirieren lassen. Sollten jetzt neue Investoren eine Ansiedlung in der AUREA wünschen, würde er diese an die Stadt Oelde bzw. an die Gemeinde Herzebrock-Clarholz als Partner bei der Vermarktung des interkommunalen Gewerbegebiets verweisen. Die beiden Kommunen verfügen aktuell zusammen über rd. 28 ha freie Flächen. Im Stadtgebiet von Rheda-Wiedenbrück steht nur noch am Kiefernweg eine größere Gewerbefläche zur Verfügung. »Wir brauchen dringend Flächen für unsere hiesigen Betriebe, die aus sich heraus wachsen. Es geht aber auch darum, Möglichkeiten für die Neuansiedlung von Unternehmen zu schaffen«, so Mettenborg. Er hofft darum auf eine schnelle Umsetzung des vom Kreis im Einvernehmen mit den Städten und Gemeinden verabschiedeten Gewerbe- und Industrieflächenkonzepts 2017, das in die Neuaufstellung des Regionalplanes OWL bei der Bezirksregierung einfließt. Die Gastgeberin, Dr. Martina Schwartz-Gehring, erklärte in Vertretung ihres Ehemanns Werner Gehring, Hauptgesellschafter der RT Lasertechnik, dass es dem Unternehmen Ende 2016 durch den Umzug in die AUREA gelungen sei, seine beiden bisherigen Betriebe – bislang an den Standorten in Rheda-Wiedenbrück und Oelde – zusammenzuführen und die Voraussetzungen für die Weiterentwicklung der Firma zu schaffen. »Die RT-Lasertechnik GmbH ist spezialisiert auf die industrielle Blechbearbeitung vom Laserzuschnitt bis zur komplexen Schweißbaugruppe«, stellte Geschäftsführer und Mitgesellschafter Frank Teckentrup das Unternehmen vor. Auf Anfrage sagte er, dass die Firma rund 200 Arbeitsplätze geschaffen hat. Insgesamt haben in dem interkommunalen Gewerbegebiet bis heute auf der Rheda-Wiedenbrücker Fläche fast 600 Menschen eine Beschäftigung gefunden. Der ebenfalls zur Besuchsgruppe gehörende wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Hendrik Wüst, MdL, unterstrich, das neue A2-Wirtschaftszentrum sei ein gutes Beispiel für die Wirtschaftsstärke des Kreises Gütersloh. Leider habe Düsseldorf noch nicht klar registriert, dass dieser Kreis eben einer der industriestärksten Kreise in NRW sei. Der Fokus des Landes richte sich zu sehr auf das Ruhrgebiet. Ihm sei durchaus klar, dass der Flächenbedarf eine Belastung für Landwirtschaft und Naturschutz sei. Daher müsse man sparsam mit den Flächen umgehen. Zudem sah er industrielle Entwicklungsreserven im sorgfältigen Umgang mit den Ausgleichsflächen, die landesweit bis zu 53 Prozent der zu entwickelnden Areale ausmachen. Auch eine finanzielle Ablösung von Ausgleichsflächen könnte zusätzliches Gewerbeland freisetzen. Der Landtagsabgeordnete André Kuper und der für den nördlichen Kreis kandidierende Raphael Tigges stellten heraus, dass NRW Zukunft habe. »Wir wollen, dass NRW unter den Wirtschaftsstandorten zu den Spitzenreitern gehört. Dazu wollen wir die vorhandenen wirtschaftlichen Potenziale nutzen, um Nordrhein-Westfalen stark zu machen«. Mit dem Fokus auf die örtliche Situation erklärte Henrika Küppers: »Wir müssen die Möglichkeit der Gestaltung der Gewerbegebiete weiter fördern und werden mit aller Kraft daran arbeiten«.

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Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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