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Das Stadtgespräch Mai 2016

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Magazin für Rheda-Wiedenbrück

58 seniorenzeitung

58 seniorenzeitung Das Stadtgespräch Auf der Parkbank SIE: Was hältst du denn von der Betonskulptur in unserem Flora-Park, die dort seit Jahr und Tag für Aufsehen sorgt? ER: Die Widersprüche reißen nicht ab. Ich weiß nicht, was ich selbst davon halten soll. Es gibt zwar einige positive Meinungen, eine große Mehrheit der Mitbürger aber empfindet das Werk als scheußlich und deplatziert in einer doch durchweg harmonischen und naturbelassenen Umgebung. SIE: Hat man denn nicht schon vorher erkennen können, was man sich da hinstellen will? Es gab doch sicherlich Entwürfe und Pläne und nicht zuletzt auch ein Gremium, das eine Entscheidung für das Projekt getroffen hat. Was hat man sich denn wohl dabei gedacht? ER: Einem jungen, aufstrebenden Künstler wollte man sicherlich eine Chance geben, sich darzustellen. Und vielleicht war der erste Eindruck von seinem Entwurf auch gar nicht so aufdringlich und befremdlich wie er sich nach seiner Fertigstellung jetzt erweist. SIE: Was will der Künstler damit ausdrücken, was will er uns sagen und wie sollen wir ihn und sein Werk verstehen? Wäre es nicht nützlich, eine Tafel mit Erklärungen anzubringen, statt uns mit Unverständnis allein zu lassen? ER: Ich denke genau so, zumal die Solidität des Bauwerkes nicht darauf hindeutet, dass es uns nur für eine kurze Zeit erfreuen wird. SIE: Ich möchte nur hoffen, dass uns ein weiteres Kunstwerk dieser Art in der Flora erspart bleibt. So viele Augen kann man einfach nicht zudrücken! Erna und Berta »Hab ich doch die Tage einen schönen Witz gehört: Adam trifft Gott und fragt: ›Sag mir doch, warum hast du die Frauen so schön und so weich gemacht?‹ Und Gott antwortet: ›Damit sie dir gefallen‹. Darauf Adam: ›Und warum hast du manche von ihnen so dumm gemacht?‹ Woraufhin Gott sagt: ›Damit du ihnen gefällst‹.« »Wunderbar. Aber du, ich hab grad etwas ganz anderes im Kopf. Ich hörte gestern einen Hirnforscher im Fernsehen, der sagte: Es wäre doch schön, wenn die Menschen ihre Gehirne dazu benutzten, sich gegenseitig zu ergänzen, so im Sinne von Gruppenarbeit oder Teamwork, anstatt sich gegenseitig als Objekt wahrzunehmen, dem man unentwegt beweisen muss, wie viel reicher, klüger, besser man doch ist.« »Wie meint er das denn?« »Na ja, soweit ich das verstanden habe, meint er, dass wir in der Zukunft weniger Konkurrenzdenken brauchen, dafür mehr kreative Zusammenarbeit.« »Ach so, dafür sozusagen das gemeinsame Hirnschmalz zusammenlegen ohne Ansehen der beteiligten Personen.« »Ja, wohl besonders ohne die vielen Vorurteile, die man so gegen die verschiedenen Menschen hat. ›Der kann kein Deutsch, muss der dumm sein!‹, ›Der kann nicht schrei ben, du lieber Himmel!‹ Dass der eine nicht nur seine Muttersprache kann, sondern noch eine zweite, nur eben gerade nicht die deutsche, ist dabei völlig egal. Oder dass der andere unsere lateinische Schreibweise nicht gelernt hat, sondern z.B. die arabische und die natürlich auch noch von rechts nach links ist auch nicht wichtig. Stell dir vor, wir müssten morgen lernen, von rechts nach links zu schreiben!« »Ach du liebe Zeit, das ginge ja gar nicht. Das wär ne Krakelei!« Westfälischer Schinken in Burgunder Zutaten für 4 bis 6 Portionen: 1 Schinkenstück, mild gepökelt (etwa 2,5 kg) ¾ l Rotwein (Burgunder) ¼ l Fleischbrühe 1 TL Zucker 1 EL Maispuder (ersatzweise Speisestärke) Den Schinken mit Wasser bedeckt auf milder Hitze etwa 2 Stunden kochen, dann abgießen und anschließend 6 bis 7 Stunden in frisches kaltes Wasser legen. Den Schinken herausnehmen und kochend heißem Wasser überbrühen. Dann in Wein, Fleischbrühe und Zucker etwa 45 Minuten garen, herausnehmen, warm stellen und mindestens 15 Minuten rasten lassen, dann erst in Scheiben schneiden. Die Schinkenbrühe mit Maispuder binden. Weil die Fettseite vom Schinken nach dem Kochen recht weich ist, sollte man ihn anschließend mit eingeritzter Schwarte noch 10 Minuten unter den Grill geben. Dann wird die Schwarte wieder knusprig. Zum Burgunderschinken Pumpernickel und sehr viel Mostert (Senf) reichen. Zum Trinken gibt’s natürlich am besten auch einen Burgunderwein. Paradox ist, wenn... - es auf Festen locker zugeht; - eine Firma in stürmischen Zeiten eine Flaute erlebt; - ein Gläubiger ungläubig wird; - ein Metzgermeister kein Sitzfleisch hat; - man einen Orkan überwindet; - ein Henker niemandem etwas abschlagen kann; - man mit einem Schlankheitskurerfolg zunehmend zufrieden ist. Impressum Seniorenzeitung Verantwortlich für den Inhalt Tue deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen. Teresa von Ávila ist der Seniorenbeirat der Stadt Rheda-Wiedenbrück. Ständige Mitarbeit: Christa-Maria Bank, Margret Kohler, Vroni Korsmeier, Hans Dieter Wonnemann Koordination: VHS Reckenberg- Ems, Arnold Bergmann

seniorenzeitung 59 Redensarten – hinterfragt Hausnotruf ist absetzbar Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen und Seniorenresidenzen haben das Recht, die Kosten für einen Hausnotruf als »haushaltsnahe Dienstleistung« vom steuerpflichtigen Einkommen abzuziehen. Kosten für den Notruf können neben der für die Unterbringung zu zahlenden Betreuungspauschale (unter anderem für den Vertrauensvoll die Hand im Feuer Möchte man sein Vertrauen in jemanden unterstreichen, dann würde man für die betreffende Person »die Hand ins Feuer legen« – natürlich nur sprichwörtlich. Im Mittelalter ging es da schon sehr viel konkreter zur Sache und wurde durchaus brenzlig. Es ist keine neue Erkenntnis, soll aber an dieser Stelle noch einmal bestätigt werden: Gut, dass wir nicht mehr im Mittelalter leben! Andernfalls müssten wir mit unbedachten Aussagen zumindest sehr viel vorsichtiger umgehen. Legen wir heute beispielsweise für jemanden bereitwillig die Hand ins Feuer, bleibt das normalerweise ohne Folgen. Im Mittelalter dagegen hätten wir uns ganz böse verbrannt. Damals galt ein solcher Akt als »Gottesurteil«, bei dem man meinte, am Ausmaß der Verbrennungen auch den Umfang der Schuld erkennen zu können. Ob die Hände eines zu Unrecht Beschuldigten damals von den Flammen verschont blieben, ist zwar nicht bekannt, muss aber bezweifelt werden. Bis heute erhalten geblieben ist die symbolisch gemeinte Aussage für jemanden die Hand ins Feuer legen zu wollen. gelesen in der SoVD Zeitung, Ausgabe Okt. 2015 Hausmeister und die Reinigung) geltend gemacht werden. In einem entsprechenden, aktuellen Gerichtsentscheid begründeten die Richter ihr Urteil damit, dass ein solcher Notruf zu den steuerlich geförderten Privatausgaben gehöre, da er sicherstelle, dass ein Bewohner im Notfall schnelle Hilfe erhalte. (BFH, Az.: VI R 18 / 14) Wahlen zum Seniorenbeirat Das aktuelle Führungsquartett des Seniorenbeirats: Roland Dust, Karl-Heinz Poppeck, Heribert Setter und Hans-Dieter Wonnenmann (v.l.) »Sich um andere zu kümmern, macht glücklich.« Diese Aussage des komödiantischen Doktors von Hirschhausen beschreibt ganz gut die Aufgabe des Se- §§ gut zu wissen Meine Hecke, deine Hecke Ein Mieter eines Einfamilienhauses pflanzte im Garten eine Tujahecke, die wuchs und gedieh. Bis der Nachbar beim Autowaschen auf seinem Grundstück offensichtlich regelmäßig Lösungsmittel benutzte, die die Hecke nicht vertragen konnte; Teile von ihr starben ab. Der Mieter klagte auf Schadenersatz für die verloren gegangenen Teile der Bepflanzung – ohne Erfolg. Das allerdings nicht niorenbeirats, der sich um das Wohlergehen der Senioren der Stadt Gedanken macht, um ggf. Verbesserungen bei der Verwaltung anzuregen. Neuwahlen zu diesem Gremium stehen im Herbst an. Der Vorsitzende, Heribert Setter, bittet alle, die gern im Beirat mitarbeiten möchten, sich bei ihm zu melden, Tel. 05242 34141 oder im Netz unter: hsetter@t-online.de. Übrigens, beim Blick auf die Führungsriege fällt auf, dass, im Gegensatz zum Wahlvolk, Frauen unterrepräsentiert sind. etwa deswegen, weil dem Nachbarn nichts vorzuwerfen war. Vielmehr stellte sich heraus, dass der Mieter des Hauses gar nicht klagen durfte. Denn dem Vermieter gehörten die Pflanzen. Sie waren ein »wesentlicher Bestandteil seines Grundstücks« und damit Eigentum des Vermieters. Er könnte einen Anspruch auf Schadenersatz gegen den Nachbarn durchsetzen. (LG Detmold, Az.: 10 S 218/12).

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