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Das Stadtgespräch Mai 2016

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Magazin für Rheda-Wiedenbrück

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54 Das Stadtgespräch Am Marktplatz Der Dom am Senatsplatz Städtereise Helsinki Was heißt Sonnenuntergang auf Finnisch? Hell-sinki! Wenn Ihnen zu der finnischen Hauptstadt auch nur dieser Kalauer einfällt, dann sollten Sie sich vielleicht etwas Zeit nehmen und unseren Bericht lesen. Ein Besuch von Helsinki lohnt sich nämlich, auch wenn es nicht wirklich um die Ecke liegt. Von uns bis zur nördlichsten Hauptstadt auf dem europäischen Festland (nur die isländische Hauptstadt Reykjavik liegt nördlicher) sind es gut 1.700 Kilometer, die Autoreise für ein langes Wochenende bietet sich nicht wirklich an. Mit dem Wohnmobil im Sommer sieht das anders aus, denn viele Skandinavien-Fans planen Helsinki mit auf ihrer Tour ein, zumal es von hier bis zur estländischen Hauptstadt Tallinn nur zwei bis drei Stunden mit der Fähre sind, die mehrfach täglich verkehrt. Auf diese Weise kann man heutzutage die Ostsee umrunden, was vor dem Fall der Mauer unmöglich war. Doch auch durch eine Ostseekreuzfahrt oder eine Überfahrt etwa von Travemünde (27 Stunden) kommt man problemlos in die finnische Metropole. Natürlich kann man auch fliegen und ist dann in gut zwei Stunden von Düsseldorf aus direkt in Helsinki. Die ideale Reisezeit liegt zwischen Mai und September. Im Winter wird es gerne mal minus 10 Grad, im Winter 1987 waren es minus 34. Schnee wird ab November erwartet. Ein klassisches Badeziel ist Finnland trotz der vielen Seen (es sind eher 10.000 im Land der 1.000 Seen) eher nicht. Und auch die Ostsee ist im August sagen wir: erfrischend, so um die 17 Grad. Aber deshalb reist man ja auch nicht nach Skandinavien! Sehenswürdigkeiten zu Fuß Die finnische Hauptstadt zählt zu den Orten, an denen man die meisten Sehenswürdigkeiten zu Fuß innerhalb weniger Stunden erobern kann. Wer sich aufs Rad schwingt, kann sie alle in kurzer Zeit sehen. Der Hauptplatz der Stadt, die vergleichsweise jung ist, erst 1550 unter schwedischer Herrschaft gegründet und erst gut zweihundert Jahre Hauptstadt, ist der Senatsplatz. Im schwedisch-russischen Krieg 1812 niedergebrannt, wurde das Viertel um den repräsentativen Senatsplatz im klassizistischen Stil errichtet, übrigens vom deutschen Architekten Carl Ludwig Engel, der in russischen Diensten stand. Vorbild war das Zentrum von Sankt Petersburg, was den damaligen Einwohnern von Helsinki vermutlich völlig überzogen vorkam, hatte die Stadt doch gerade einmal knapp 6.000 Einwohner. Die Kathedrale des Bistums Helsinki ist der Dom von Helsinki, der den Platz überragt und das Wahrzeichen der Stadt ist. Der Dom ist für die vielen evangelischen Christen gedacht, zwei, drei Häuserblocks weiter findet sich die Uspenski-Kathedrale, die Sitz des orthodoxen Bischofs ist. Der Bau im russisch-byzantinischen Stil wurde 1868 fertiggestellt und ist die größte orthodoxe Kirche im westlichen Europa, wobei der Besucher, der weniger als 400 Kilometer weiter gen Osten fährt, ganz andere Bauten zu Gesicht bekommt, in Sankt Petersburg nämlich. Die Zugfahrt nach Sankt Petersburg dauert gerade viereinhalb Stunden. Orthodoxe Christen gibt es in Helsinki seit der Zeit der russischen Besatzung Anfang des 19. Jahrhunderts. Aber auch nach dem Zweiten Weltkrieg zog es viele Russen nach Finnland, das für sie auch Tor zum Westen war. Für Leib und Magen Neben den klassizistischen Bauten interessieren noch diverse Jugendstilbauten sowie die Gebäude des Funktionalismus wie die Finlandia-Konzerthalle, die in der Bevölkerung nicht unumstritten ist, wirkt sie doch noch heute futuristische, obwohl schon 1971 erbaut. Überhaupt ist Helsinki schon lange eine Stadt, die Künstler anzieht. Es gibt bedeutende Designer und beispielsweise den international bekannten Ari Kaurismäki, dessen schrägen Filmen gerne Außenseiter im Dschungel der Großstadt die Hauptrolle spielen. Gleich um die Ecke des Senatsplatzes befindet sich der Markt Helsinkis, direkt am Landungssteg für Ausflugsfahrten. Auf dem Markt kann man stöbern, witzige Souvenirs erstehen und preiswert essen, was nicht überall möglich ist, denn das Preisniveau Helsinkis ist recht hoch. Falls Sie sich wundern, warum Netze über den Fressbuden angebracht sind, hier die Erklärung: die Möwen haben in der Vergangenheit vor allem die Touristen immer wieder bestohlen, indem sie sich im Sturzflug auf die leckeren Fischbrötchen gestürzt haben. Die Touristen ließen das Brötchen entweder sofort los oder es fiel zu Boden, wo die Möwen sich auf die Beute stürzten. Westlich des Markts beginnen die Esplanaden, die jede Menge Restaurants und Cafés beherbergen. Ein Tipp für Leckermäuler: Café Neuhaus. Was deutsch klingt ist in Wirklichkeit belgisch und ein Ableger des Caféhauses in Brüssel, das 1912 die Praline erfunden hat. Heute bekommt man Süßspeisen aller Art auf designten Geschirr. Man kann sich den hervorragenden Kaffee auch mitnehmen, die Hausmarke kostet lediglich 35 Euro das Kilo. Verfolgt man dem Esplanaden- Park weiter, kommt man automatisch zum Mannerheim-Boulevard, der Hauptstraße der Stadt. Gleich die erste Querstraße bietet Shopping bis zum Umfallen, denn auf der Aleksanterinkatu reiht sich ein Geschäft an das nächste. Auf dem Mannerheim-Boulevard finden sich außerdem der Haupt-

55 Die etwas andere Badeanstalt Was kioski bedeutet ist klar. bahnhof, das Nationalmuseum, das neue Opernhaus und etwas außerhalb der Innenstadt das Olympia-Stadion, in dem 1952 die olympischen Spiele stattfanden. Hinter den riesigen Sportanlagen lockt der Fun-Park Linnanmaki. Must-Sees etwas außerhalb Zwei Sehenswürdigkeiten, die zwei, drei Kilometer außerhalb des touristischen Zentrum liegen, das übrigens auch die Touristeninformation beherbergt (ja so etwas geht: eine Touristeninformation im Zentrum, die geöffnet hat), sind die Felsenkirche und das Sibelius-Denkmal. Die Temppeliukio-Kirche im Stadtteil Töölö (auf die Sprache kommen wir gleich noch) liegt mitten in einem Wohngebiet und wurde tatsächlich in einen Felsen gebaut. Obwohl sie im Sommer wirklich sehr gut besucht ist, kann man dennoch die ganz eigene Atmosphäre spüren, die an diesem Ort herrscht. 1969 erbaut, schafft die Kirche mit ihrem Glas- und Kupferelementen eine wirklich beeindruckende Verbindung zwischen menschlichem Bauwerk und Natur. Ähnliches schafft auch das Denkmal, das dem berühmtesten finnischen Komponisten Sibelius gewidmet ist. Gewaltige Röhren strecken sich wie Orgelpfeifen in den Himmel. Wenn man einen Moment erwischt, wenn es gerade nicht so rummelig ist, kann man sogar hören, wie der Wind von der Ostsee Töne in diesem Denkmal kreiert. Ein paar Schritte vom Denkmal entfernt hat man schon nicht mehr das Gefühl, in einer Großstadt zu sein. Überhaupt sind das Wasser und MAXIFLEX Montage-/ Arbeitshandschuhe - dünn und geschmeidig – mit perfekter Passform - atmungsaktive Beschichtung aus PU-/Nitril-Schaum - optimal für Arbeiten im Handwerk, Haus und Garten - Größen: 7, 8, 9, 10 und 11 Alles für den Frühjahrsputz €2. 95 FISKARS-Werkzeuge - hochwertig und langlebig unsere Ausstellung (unzählige Test bestätigen das) mit vielen - viele praktische FISKARS-Werkzeugen Werkezuge und mehr! erleichtern Ihre Arbeit - ergonomisch durchdacht und produziert €34. 95 KÜBLER Kinder-Bundhose Pulsschlag 2224 5353-9946 - Reflexpatches für bessere Sichtbarkeit - ergonomische Schnittführung für viel Bewegungsfreiheit - besonders robuste Taschen- & Knieverstärkungen aus CORDURA® - weitenverstellbarer Bund - Gewebe: 65% Polyester, 35% Baumwolle - Gewicht: 260 g/m² - Farbe: schwarz / blau - Größen: 98/104 – 158/164 NILFISK ALTO Hochdruckreiniger C 110.3-5 X-tra - max. Wasserleistung bis ca. 440 l/h - Arbeitsdruck bis ca. 110 bar - handliche Größe (240 x 240 x 660 mm) - integrierter Fahrwagen - Gewicht von nur 6,4 kg - Click & Clean Düsenkonzept - 5 m langes Netzkabel - Start- & Stopp-Automatik - Anti-Drill-System Auf über 750 qm alles für den Profi. HYMER Mehrzweckleiter ALU-PRO - 3-teilig - 3 x 8 Sprossen - Gesamthöhe: 5,10 m €99. 95 Besuchen Sie Solange der Vorrat reicht! €179. 00 Josef Strohmeier GmbH | Pilgerpatt 10 | 33378 Rheda-Wiedenbrück | Tel. 05242 / 92630 | Fax 05242 / 926320 | www.strohmeiergmbh.de

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