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Das Stadtgespräch Mai 2016

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Magazin für Rheda-Wiedenbrück

46 Das

46 Das Stadtgespräch Verstärkung der Nachbarn aus dem Umland: Der Spaß in diesem Kleinod ist etwas ganz Besonderes! Weitere Aktionen im Laufe der Saison werden noch geplant und dann wie immer rechtzeitig bekanntgegeben. Fest steht jetzt schon: Zum Abschluss am 31.08.2016 werden wieder viele Schwimmer im Schlafanzug ins Becken springen zum lustigen »Gute Nacht«-Schwimmen. Und zum endgültigen Ende der Jubiläums-Schwimm-Saison lässt man es sich nicht nehmen, auch in diesem Jahr wieder im September zum Hundeschwimmen einzuladen, ein Event, der inzwischen weit über die Stadtgrenzen hinaus beliebt und begehrt geworden ist. Am Samstag, dem 03.09.2016, werden die Vierbeiner also von 11–15:30 Uhr wieder als letzte Badegäste der Saison ihre Pfoten ins Freibad-Nass tauchen. Und alle, deren Freibad längst einem krawalligen Spaßbad weichen musste, werden sich zum Saisonabschluss mal wieder neidisch das Clorwasser aus den Augen reiben und sich für 2017 eine Dauerkarte kaufen – für eines unserer beiden Freibäder. Denn da sind wir doppelt glücklich mit diesen Wasser gefüllten, liebenswerten und unverkrampften Ausnahmeerscheinungen aus der Urzeit glücklicher Freibadtage. TROCKENÜBUNG 9-100 Die Mode für nasse Stunden Braucht man für die ultraknappen Bikinis 2016 einen Waffenschein oder nur neidische Blicke? Halb so groß wie eine Postkarte ist so manches Oberteil, die Schnüre, mit denen beide Winzigkeiten aneinander und am Körper gehalten werden, wiegen deutlich mehr als die Gesamtwäschemenge. Auffallfaktor 12! Ob sich dieser Trend auch bei den Frühschwimmerinnen in unseren Freibädern durchsetzen wird, ist fraglich. Wer morgens um sechs mit Dauerkarte in die Kälte springt, mag es sportiv. Hier täte an so manchem Tag auch mal ein Neoprenanzug gute Dienste – für Schwimmerinnen im Meer und Gelegenheitsschnorchlerinnen durchaus ein Option. Colour-Blocking mit Kombi-Witz Wer nicht zum Sport ans Wasser geht, trägt Bandeau, Push-up, Neckholder-Oberteile und uuuups: schulterfreie Volants, die allesamt gern durch einen deutlichen Farbkontrast zum Höschen auffallen. Auffallfaktor 10! Und noch ein Vorteil: Man kauft drei Bikinis und kombiniert sie zu 9 Varianten. Hat was, wenn die Figur nach Ausstellung schreit. Der Klassiker startet »in einem« durch Mit unterschiedlichen Oberteilen zu punkten, gelingt auch im Einteiler. Und so mancher Neckholder bekommt durch alles, was unterhalb der Unterbrustweite kommt, erst die richtige Proportion. Das gilt auch für Bandeaus, die eine eher üppiger Oberweite entweder abbinden oder zu einer unförmigen Rolle verunstalten, wenn sie nicht an der Vorderfront

47 zur vorteilhaften Linienführung vernäht wurden. Der Einteiler hält, was er verspricht, nicht nur beim Wassersport, er gibt Selbstbewusstsein durch Halt an den richtigen Stellen, lässt Entspannung zu, wie man sie am beim Sonnenbaden und -schlafen sucht. Er macht wallende Strandmode überflüssig und verhindert, das Mütter von Kleinkindern hüllenlos da stehen, weil der Nachwuchs an den falschen Strippen gezogen hat. Und das tollste: Ein flacher Bauch wird durch »one piece« vorteilhaft in Szene gesetzt, wenn er sich zärtlich anschmiegt, während beim Bikini schon mal oben und unten die Riemchen einschneiden können. Wohlfühlfaktor 11! Der Badeanzug leistet »ganze« Arbeit Es kann ja kein Zufall sein: Während in der Bikinimode bis heute der Stoffanteil immer weniger wurde, wird gerade jetzt der Einteiler begehrenswert. Er ist die Antwort auf zu viel Fleisch und macht gerade dadurch begehrenswert! Doch meist wird der Badeanzug von Frauen gewählt, die meinen, etwas verbergen zu müssen, von allzu viel Weichteilbewegung an der Vorderfront bis hin zu Operationsnarben oder eben einfach aus Gründen der Intimität. Die neue Zurückhaltung Die spielt durchaus nicht nur für Muslima in ihrem Burkini eine Rolle. Gerade die U20-Generation prägt einen deutlichen Trend zur Schamhaftigkeit, FKK ist Geschichte, Textilsaunen sind die Zukunft, allzu sparsame Bikini- Nichtigkeiten von Mittvierzigern aufwärts zwingen den heutigen Heranwachsenden oft genug zum Fremdschämen. Kleine Teile, große Augen Badeanzüge sind erwachsen, manchmal sportlich, manchmal mondän, Raffungen und Applikationen sind nicht unbedingt zum Verstecken da, manchmal machen sie als Hingucker erst recht neugierig. Auffallfaktor 9! Asymetrische Schnitte machen nur bei Einteilern Sinn und Figur. Und bei so manchem Cut-Out über Hüfthöhe kriegen sogar Bikini trägerinnen rote Ohren. Vielleicht laufen die dann über zum Monokini, der leiht sich den Aha-Effekt in der Tat bei einschlägigen Erotikdessous und erfüllt einen sehr speziellen Zweck, da sich solche Einteiler durch das Weglassen von Stoff an neckischen Stellen als Schwimmutensil selbst ad absurdum führen. Pünktchen und Anton Und was tut sich bei den Mustern? Alles! Wer Orientierung sucht und sich nicht entscheiden kann, sollte sich an den Geschmack seines Lieblingslabels halten oder einfach bei der Anprobe mutig in den Spiegel gucken. Oh ja, das geht! Wenn man das richtige Teil erwischt hat, tut der eigene Anblick in der Umkleidekabine gar nicht weh! Das Spiel von Formen und Farben dient ja einzig der optimalen Selbstdarstellung: Wie wird die Trägerin in Szene gesetzt, was wird betont, was wird kaschiert? Und womit? Auch das kann ein Statement sein durch grelles Neon oder Metalliclook, Gothik-Schwarz oder Ananasprints, Batik, Ethno, Colourblocking, Preppy Look im Seepferdchencharme und ja: Retrolook quer durch die fröhlichen Badejahrzehnte: Grafikblocks der 70er, Häkelmäusezähnchen der 60er, Divastyle der 50er, Wäschelook der 40er,... Back to the Jungs Und wer sich gar nicht entscheiden kann: wohlcolorierter Miederhüfthalter mit Marineknöpfen unterhalb der Gürtellinie, oberhalb eine überdimensionierte, den Busen aber eher dezent bedeckende Herrenfliege in Kontrastfarbe zum Unterteil – mehr Widerspruch kann einfach nicht noch besser aussehen! Auffallfaktor 100!

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