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Das Stadtgespräch Mai 2016

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Magazin für Rheda-Wiedenbrück

40 Das

40 Das Stadtgespräch Über 50 Flüchtlinge machten beim »Frühjahrsputz« am Bahnhof mit. STADTPUTZTAG Über 50 Flüchtlinge machten mit Bürgermeister Theo Mettenborg (rechts) und der Technische Beigeordnete Gerhard Serges verabschiedeten Christoph Beilmann (Mitte) aus seiner Funktion als Ortsheimatpfleger. DANK FÜR 25 JAHRE HEIMATPFLEGE Beilmann nun im »Unruhestand« (Kem) Viele Gruppen hatten sich für den Stadtputztag am 19. Märzgemeldet, erstmals auch zwei Flüchtlingsgruppen. Sie sorgten im Umfeld des Bahnhofs und im Bereich der Turnhalle an der »Burg« für Sauberkeit. Heike Zurmühlen, die Flüchtlingsbeauftragte der Evangelischen Versöhnungskirchengemeinde, Klaus Huster von der Katholischen Gemeinde und Maike Birkholz von der Selbsthilfegemeinschaft »Willkommen in Rheda-Wiedenbrück«, hatten dazu eingeladen. Bei der Überwindung der sprachlichen Schwierigkeiten stand den drei Ehrenamtlichen Mustafa Tubaishat als Dolmetscher zur Seite. Die Resonanz war in allen Flüchtlingsunterkünften großartig. Über 50 Teilnehmer kamen zusammen. Naim Rahman aus Bangladesch sagte uns in verständlichem Deutsch: »Wir sind in Rheda-Wiedenbrück sehr, sehr freundlich aufgenommen worden. Es gibt hier so viele Menschen, die uns helfen und nicht gucken, aus welchem Land wir kommen. Unsere Mithilfe beim Stadtputztag ist ein kleines Dankeschön für diese erfahrene Unterstützung«. Heike Zurmühlen ergänzte, dass Naim Rahman erst seit sieben Monaten in Rheda-Wiedenbrück wohnt. Als er kam, konnte er noch kein Wort Deutsch sprechen. Er lernte die Sprache in einem der ehrenamtlich angebotenen Sprachkurse. Die Ev. Versöhnungskirchengemeinde bietet diese in der Kita »Bunte Welt« an, die Katholische Kirchengemeinde in der von ihr geführten Flüchtlingsunterkunft Am Rondell. An den Kursen nehmen im Schnitt bis zu 60 Flüchtlinge teil. Sie werden wöchentlich zweimal angeboten. Heike Zurmühlen sprach die Bevölkerung an, als sie sagte: »Es braucht keiner Ängste zu haben. Wer sie einmal kennen gelernt hat, spürt selber: Es sind Menschen wie du und ich«. Dann machten sie sich an die Arbeit. Für die Freiwilligen gab es zum Abschluss des Stadtputztages Getränke und Erbsensuppe. Neben dem schönen Gemeinschaftserlebnis steht der Umweltgedanke im Vordergrund: Das Großreinemachen ist auch ein Appell an diejenigen, die unbedacht ihren Müll fallen lassen. »Ihr Herz schlägt für unsere Stadt« betonte Bürgermeister Theo Mettenborg bei der Verabschiedung Christoph Beilmanns aus seiner Funktion als Ortsheimatpfleger für Wiedenbrück. 25 Jahre hatte er das Amt ausgefüllt, das er ursprünglich »nur übergangsweise« übernommen hatte. Seitdem hat er sich in die Materie eingearbeitet und in zahlreichen Fällen Stellung genommen. Besonders beschäftigten ihn Denkmalfragen, die Gestaltung des Historischen Stadtkerns und die Rad- und Wanderwege. »Sie haben beharrlich und mit Nachdruck für Ihre Überzeugung geworben und immer versucht, das Beste für unsere Stadt zu erreichen«, unterstrich Mettenborg bei der Verabschiedung. Der Technische Beigeordnete Gerhard Serges sieht Beilmanns Arbeit nicht nur als fachlich wertvoll an. Seine oft klar geäußerte Meinung zu Denkmalfragen oder Werbeanlagen, führte manchmal dazu, dass Bauherren ihre Pläne noch einmal überdachten, heißt es in einer von Martin Pollklas verfassten Presseerklärung der Stadt. »Sie sind auch ein Wächter der Stadt«, freute sich der Beigeordnete. Mahner aus Überzeugung Beilmann machte das sowohl mit einem gewissen Vergnügen, als auch aus Überzeugung. Und er möchte gerne weiter Verbesserungsvorschläge einbringen, damit Rheda-Wiedenbrück noch schöner wird. Christoph Beilmann will die Pflichten des Ortsheimatpflegers aus gesundheitlichen Gründen abgeben. Ganz trennen wird er sich von seinen Steckenpferden aber nicht. Er bleibt weiterhin sachverständiger Bürger im Bauausschuss. Auch als Stadtführer wird er weiterhin, etwas seltener, mit seinem mittelalterlichen Kaufmannsgewand in Erscheinung treten. »Und wenn ich was auf dem Herzen habe, muss ich mich auch in Zukunft noch mal melden und meckern«, kündigte Beilmann seinen Unruhestand an. So mögen wir ihn. Wir würden uns freuen, wenn an verantwortlichen Stellen noch mehr Menschen mit offenen und aus dem Herzen kommenden Worten tätig wären. Raimund Kemper RESTAURANT I BIERGARTEN Landhotel Pöppelbaum Wo Gastlichkeit gelebt wird... Lintel • Postdamm 28 • Rheda-Wiedenbrück • Tel: 7692

41 DER FLORA-WESTFALICA-PARK WIRD IMMER SCHÖNER Die Modernisierung geht weiter Im März 2012 beschloss der Rat die Modernisierung des Flora Westfalica Parks. Die ersten Baumaßnahmen begannen 2013. Bei der Erarbeitung der Konzeption wirken Bürgermeister Theo Mettenborg, der Aufsichtsrat der Flora Westfalica GmbH und der Arbeitskreis Parkkonzeption sowie die Flora Westfalica GmbH im Team zusammen. Uwe Henkenjohann (Vorsitzender Aufsichtsrat) resümierte auf der Jahrespressekonferenz der Flora Westfalica zum Stand der Arbeiten: »Wir sind glücklich, wie sich der Park entwickelt hat. Ende nächsten Jahres können wir die Arbeiten abschließen«. Insgesamt sind für die Gewerke 3 Mio. Euro veranschlagt. Partner bei der Modernisierung ist das Landschaftsarchitekturbüro Heuschneider (Planung). Nachfolgend stellen wir Details der anstehenden Baumaßnahmen vor (nebst Anmerkungen). Ausbau des Radwegenetzes Der neue (Schnell-)Radweg wird mit dem Bauabschnitt Bahnradweg – Skateanlage »Altes Klärwerk« – Erlenbruchwald (400 m) weiter geführt. Die Eröffnung ist Ende Mai, bzw. Anfang Juni 2016. Eine 25 m lange und 3 m breite Betonbrücke führt den Weg über die Ems. Der neue Radweg wird nach seiner Fertigstellung eine Uraltforderung der Bündnisgrünen erfüllen. Sie setzen sich seit vielen Jahren für eine direkte und zügige Radverbindung zwischen den beiden Stadtteilen ein. Weiterentwicklung des Skaterparks »Altes Klärwerk« Der Jugendkulturring hat die Patenschaft für den Skaterpark übernommen. Die Saisoneröffnung ist am 14. Mai und ihr Abschluss am 3. September. Am 9. Juli findet ein Skate-Contest statt. Bis Juni 2016 sollen auf dem Areal zwei Beach-Volleyball-Felder und ein Grillplatz entstehen. Eine lang gezogene Bank soll die Felder Klaus Geppert (Gartenbauingenieur), Kerstin Bruchmann-Schön (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Uwe Henkenjohann (Vorsitzender Aufsichtsrat), Ralf Hammacher (Geschäftsführer) am Standort der geplanten neuen Restauration gegen die Skate-Anlage abschirmen. Sie wird verhindern, dass der Sand der Volleyball-Felder auf die Skate-Anlage wehen kann. Bei dem bestehenden Hügel ist die Einrichtung eines »Pump-Tracks« für BMX-Fahrer geplant. Es bleibt genug Platz, um den Hügel bei Schnee zum Rodeln nutzen zu können. Zudem ist eine mobile WC-Anlage vorgesehen. Flora Westfalica-Geschäftsführer Ralf Hammacher drückte auf dem Pressegespräch seine Freude darüber aus, dass beim Skaterpark bislang nur wenige Fälle von Vandalismus und Vermüllung festgestellt werden konnten. Bei der Weiterentwicklung dieses Bereichs bringen sich die Jugendlichen mit Ideen ein. Stärkung Bestandspark Der Park erhält vom Emssee bis einschließlich zum Erlenbruchwald ein neues, einheitliches Parkmobiliar. Es handelt sich dabei um wartungsarme und moderne Metallbanksysteme und Abfallbehälter.

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