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Das Stadtgespräch Juni 2019

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16 Das Stadtgespräch EVANGELISCHE PFARRER STIMMTEN AUF KIRCHENTAG IN DORTMUND EIN Ort der guten Nachrichten WIR MACHEN PLATZ! 30 % auf ALLES Am Nonenplatz 3 • 33378 Rheda-Wiedenbrück • 05242-90 96 96 • ladenimgarten.de Öfnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 10-18 Uhr & Samstag 10-16 Uhr SONDERVERKAUF Samstag, 15. Juni, 9 bis 13 Uhr Nonenstraße 11, Rheda-Wiedenbrück (gegenüber COR Werksgelände) COR.DE (Kem) »Ich kann auf Gott vertrauen. Er nimmt mich so wie ich bin«. Das war die eine gute Nachricht, die die Pfarrkonferenz des Evangelischen Kirchenkreises Gütersloh im Gemeindehaus der Versöhnungskirchengemeinde an der Schulte-Mönting-Straße beseelte. In einer Andacht mit den Geistlichen aus dem Kirchenkreis stellten die Pfarrerinnen Stephanie Höhner und Sarah Töws diese Botschaft in den Blickpunkt. Passend dazu stimmten sie mit einem alten und neuen Kirchentagslied auf den vom 19.–23. Juni 2019 in Dortmund stattfindenden 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag ein. Der von Superintendent Frank Schneider auf der Pfarrkonferenz begrüßte ehemalige Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung und Kirchentagspräsident Hans Leyendecker sprach unter der Losung des Kirchentages »Was für ein Vertrauen« aus dem 2. Buch der Könige über sein Kirchentagsprojekt auf der Dortmunder Kampstraße bei St. Petri: »Pavillon der guten Nachrichten – positiver Journalismus«. Der Kirchentag wird sich hier dem Problem stellen, dass man meinen könnte, es gäbe nur noch Probleme auf der Welt. Der Ort der guten Nachrichten wird den Untergangsszenarien entgegenstellen, was in den letzten Jahren besser geworden ist auf der Welt. Hierzu Hans Leyendecker: »Zugegeben: Manche Fortschritte haben auch Schattenseiten und wenn man wie wir ziemlich routiniert über die Bewahrung der Schöpfung redet, ignorieren wir, dass dieser Begriff nicht mehr taugt. Der Mensch bedroht mittlerweile durch sein Handeln die Schöpfung als Ganzes und damit die Menschheit und sich selbst«. Der »Pavillon der guten Nachrichten« rückt die positiven Nachrichten in den Fokus, beispielsweise: Der Anteil der Armen sinkt. Er hat sich weltweit halbiert. Die Lebenserwartung steigt. In den meisten Ländern liegt die Mordrate so tief wie nie zuvor. Hans Leyendecker: »Die Zahlen, die Kirchentagsbesucher im ›Pavillon der guten Nachrichten‹ bekommen werden, können helfen, die Wirklichkeit besser zu erkennen. Der Welt geht es besser, als viele von uns denken, aber wir müssen alles tun, um sie weiter zu verbessern«. Bezugnehmend auf die Antwort von Barack Obama auf die Frage, wann wir leben wollten, wenn »wir nicht wüssten, wer wir wären«, sagte er: »Jetzt!« Der Kirchentagspräsident forderte: Es gehe auch um die Überwindung der grassierenden Vertrauenskrise. Auch deshalb sei der Pavillon nötig. Gerade auch weil die Leute offensichtlich lieber an ihrer pessimistischen Weltsicht festhalten. Gewiss: Es gebe heutzutage vielerlei Gründe, sich Sorgen zu machen, vom Terrorismus bis zur Klimakatastrophe; aber der totale Pessimismus über den Zustand der Welt bedarf einer Erklärung, die über die Darstellung der reinen Fakten hinausgeht. Der Grund für die Schwarzseherei könne beispielsweise darin liegen, so der Referent mit Bezug auf einen nicht namentlich genannten Journalisten: Schlechte Nachrichten kämen plötzlich, gute normalerweise Schritt für Schritt. Deshalb gäben die Medien schlechten Nachrichten den Vorrang: Kriege, Bombenanschläge, Unfälle, Mode, Stürme, Überschwemmungen, Skandale und Katastrophen aller Arten würden darum die Nachrichten dominieren. Der allmähliche Rückgang der Armut weltweit könne dagegen kaum je mit dramatischen Meldungen aufwarten. Anstand und Höflichkeit würden

17 (V.l.) Erika Engelbrecht (Pfarrerin in der KG Gütersloh und Mitglied im Orgateam Kirchentag), Wolfgang Laubing (Jugendreferent des Kirchenkreises und Mitglied im Orgateam, Sarah Töws und Stephanie Höhner (jeweils Pfarrerin in der KG RWD und Orgateam), Kirchentagspräsident Hans Leyendecker, Frank Schneider (Superintendent des KK Gütersloh) und Michael Frentrup (stellv. Superintendent und Pfarrer in der KG Gütersloh) kaum Schlagzeilen werfen, weil sie als selbstverständlich empfunden würden. Hinzu käme, dass auch beim Leser die Präferenz eher bei den negativen Inhalten liege. Zudem kämen psychologische Mechanismen ins Spiel. So neigten Menschen dazu, sich an die guten Dinge in der Vergangenheit zu erinnern und die schlechten auszublenden. Je besser die Welt werde, desto weiter fassten Menschen ihre Definition dessen, was sie als schlechte Nachricht ansähen. Die Aufgabe der Journalisten sei es Tatsachen herauszufinden und nach sorgfältiger Recherche und gründlicher Abwägung die jeweils bestmögliche Form der Wahrheit anbieten. Pressefreiheit sei aber nicht die Freiheit von Leuten, die andere jagen wollen, die andere fertig machen wollen und die irgendeinen Rücktritt erreichen wollen, stellte der frühere Chefredakteur heraus. Auf dem Kirchentag werden im »Pavillon der guten Nachrichten« auch einzelne von ihren Geschichten und gelungenen Projekten erzählen. Und jeder Besucher wird die Möglichkeit haben, dort gute Nachrichten zu teilen. Es gibt sie, die vielen guten Nachrichten. »Als Christ*innen, mit dem Evangelium, der guten Nachricht schlechthin, im Rücken sind wir quasi Fachleute für gute Nachrichten. Die wollen wir auch zu Gehör bringen«, heißt es in dem offiziellen Pressetext des Deutschen Evangelischen Kirchentages zu dem »Pavillon der guten Nachrichten«. Außenleuchten aus Fotoaktionen, Messeware, Sonderposten & 2. Wahl Lagerverkauf Donnerstag, 13. Juni 2019 9–17 Uhr Freitag, 14. Juni 2019 9–17 Uhr Samstag, 15. Juni 2019 9–14 Uhr IP44 Schmalhorst GmbH & Co. KG . Mühlenstraße 20 . 33378 Rheda-Wiedenbrück . www.IP44.de

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