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Das Stadtgespräch Juni 2018

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62 Das

62 Das Stadtgespräch Die Altstadt von Maskat Die neuen Shishas werden geliefert. Perser lenkten ebenso wie später die Portugiesen, die ihren Seeweg nach Indien mit mächtigen Befestigungsanlagen sicherten, die Geschicke des Landes. Auch die Engländer machten den Oman zur de facto Kolonie, denn wer konnte sich der größten Seemacht der Welt im 19. Jahrhundert schon widersetzen – Rule Britannia, Britannia rule the waves! Die letzten britischen Truppen zogen erst ab 1968 ab. Touristen willkommen Noch vor wenigen Jahren war der Oman lediglich Reiseziel für besonders unternehmungslustige, ja sogar wagemutige Einzelreisende. Doch das hat sich geändert, wohl auch weil das Nachbarland, die Vereinigten Arabischen Emirate, sich auf dem Reisesektor so prächtig entwickelt hat. Die Hauptstadt Maskat, man findet auch die englische Schreibung Muscat, ist mittlerweile Anlaufpunkt für Touristen, auch wenn man vom Massentourismus noch weit entfernt ist. Traurige Berühmtheit erlangte Maskat als Urlaubsziel kürzlich durch den Tod des schwedischen DJs Avicii, der hier Ruhe und Erholung suchte – doch auch der ruhigste Ort besiegt die eigenen Dämonen bekanntlich nicht. Jedenfalls legen regelmäßig Kreuzfahrtschiffe in Maskat an, das weit authentischer, weil natürlich gewachsen, wirkt als die glitzernden Metropolen der Golfstaaten. Spektakulär sind die Sehenswürdigkeiten eher nicht. Sehr wohl spektakulär ist dagegen die Landschaft, denn anders als bei den Nachbarn grüßen hier schroffe Felsen den Besucher. Im Landesinneren locken die Wadis, Flusstäler, die meist ausgetrocknet sind. Umso aufregender sind die Orte, an denen das Wasser sprudelt. Auch der Süden des Landes, der vollmundig die arabische Karibik genannt wird, ist mittlerweile touristisch erschlossen. Das liegt zum großen Teil am Klima, denn der südostasiatische Monsun (Charif) bringt zwischen Juli und September bis zu 22 Regentage im Monat. Vor allem die Saudis entfliehen dann der unerträglichen Sommerhitze und freuen sich über die Niederschläge. Für Ostwestfalen kaum nachzuvollziehen… Was gibt es zu sehen? Wer etwas Zeit hat, der sollte sich auf den Weg ins Landesinnere machen. Rund 80 Prozent der gut vier Millionen Menschen im Oman leben in den Städten. Dabei ist das Land nur unwesentlich kleiner als die Bundesrepublik. Das bedeutet, dass weite Landesteile faktisch unbewohnt sind. Die Altstadt von Maskat hat nur rund 30.000 Einwohner, der Ballungsraum fast 700.000. Das Gebiet um den Hafen, also der alte Teil der Hauptstadt des Landes, ist gut zu Fuß zu meistern. Der vielgepriesene Souk von Muttrah ist dabei ein wenig enttäuschend. Auch wenn man nicht den Souk von Istanbul als Vorbild nimmt, ist der überdachte Markt in der Altstadt nichts Halbes und nichts Ganzes. Die Wohlgerüche des Orients, sprich die Händler, die Gewürze oder den großen Exportschlager des Landes (Erdöl einmal ausgenommen), also den Weihrauch, anbieten, muss man hier schon richtig suchen. Auch die landwirtschaftlichen Produkte der Region werden überwiegend woanders auf Märkten angeboten. Aber auch die hochpreisigen Angebot, wie man sie in Dubai, Abu Dhabi oder Bahrain findet, also hochwertigen Schmuck (dafür gibt es einen eigenen Markt) oder Designer-Produkte, gibt es hier nicht. Das meiste der Waren ist Billigware »made in China«. Dennoch lohnt der Besuch, denn das »Leutegucken« ist hier natürlich viel interessanter als an Nord- oder Ostseeküste. Die Besucher kommen aus den unterschiedlichsten Ecken der Welt und machen dem antiken Handelszentrum auf diese Weise alle Ehre. Vor allem wenn man vom Meer her anreist, fällt als erstes wohl ein eigenartiges Gebäude in den Blick, wenn man auf die Altstadt schaut. Ein Pavillon, der aussieht wie ein Gefäß zum Verbrennen von Weihrauch thront über der Stadt. Im Jahre 1650 gelang es Sultan Ibn Saif I., die Portugiesen aus Maskat zu vertreiben, die den Ort für ihren Indienhandel befestigt hatten. Er ließ die Anlagen der Forts Dschalali und Mirani erweitern. Die imponierenden bis zu viereinhalb Meter hohen Befestigungsanlagen, die man heute sieht, stammen aus dem Ende des 19. Jahrhunderts und sind auf den Mauern der Portugiesen errichtet. Ein Muss für die Besucher aus Ost und West und dem Norden ist der Al-Alam Palast von Sultan Qabus ibn Said in Alt-Maskat. Das prachtvolle Gebäude ist zwar erst im Jahre 1972 errichtet worden, jedoch spiegelt die Anlage im Regierungsviertel orientalisches Auftreten wider, wie es auch vor Jahrhunderten üblich war, wenn auch in etwas futuristischer Form. Heute finden hier vor allem Staatsempfänge und andere repräsentative Events hier statt. Auch beim Geburtstag des Sultans am 18. November wird hier gefeiert, die sogenannte Tea-party. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die Große Sultan-Qabus-Moschee und das Royal Opera House Muscat. Doch auch die etwas außerhalb im modernen Teil Maskats gelegene Zawawi Moschee, die erst 1985 fertiggestellt wurde, ist durchaus sehenswert. Auf Metallplatten, die an der Moschee angebracht sind, findet sich der gesamte Koran. Doch auch wer einfach nur am Strand liegen möchte, kommt in Maskat auf seine Kosten, denn sonnige Strände sind reichlich in der Umgebung vorhanden. Auch gibt es verschiedene Yachthäfen, von denen aus man per Boot den Delfinen einen Besuch abstatten kann. Doch wer nur Strandurlaub macht, verpasst die Chance auf eine wirklich interessante Reise.

63 EMSTORSCHÜLER TRAFEN SICH 60 Jahre nach der Schulentlassung (Kem) Gemeinsam die letzten Jahre Revue passieren lassen: Das wollten die 31 ehemaligen Emstorschüler und -schülerinnen des Entlassjahrgangs 1958. Sie trafen sich seit 1983 zum wiederholten Male. Das letzte Mal vor drei Jahren – in denen viel passiert ist. Da wurde es Zeit für ein erneutes Klassentreffen. Die Schulentlassung vor 60 Jahren bot den willkommenen Anlass. Denn die Ehemaligen verbindet nicht mehr nur die Erinnerung an die Schulund Jugendzeit. Sie wuchsen bei den Treffen zu Freunden zusammen, die sich einfach gerne wiedersehen. Auch jetzt verbrachten sie wieder einen spannenden Tag Die Teilnehmer des Klassentreffens voller Emotionen und Gesprächen. Einige der Teilnehmer reisten dafür bis aus Tuttlingen, Köln und Heusenstamm an. Treffpunkt war das Gasthaus Reuter. Das Klassentreffen hatten Marianne Drenkelfort, Ursula Holz sowie Gerd Scheffler und Franz-Josef Sievers organisiert. STADT SOLL PARKGEBÜHREN ABSCHAFFEN Schein oder Scheibe Irgendwie nervt das. Freie Parkbucht suchen, zum Parkscheinautomaten gehen, über das fehlende Kleingeld fluchen, zu viel für den kurzen Shoppingbesuch in den Automaten werfen und dann den teueren Schein noch hinter die Windschutzscheibe legen. Das alles könnte man zumindest in dieser Stadt vergessen, wenn einem entsprechenden FDP-Vorschlag gefolgt würde. Die Liberalen wollen die Parkraumbewirtschaftung deregulieren! Weg mit den Automaten, her mit der Parkscheibe. Warum? Weil die Automaten unter dem Strich mehr kosten als sie einbringen. Die Rechnung geht so: Pro Jahr entsteht ein Defizit von rund 90.000 Euro. Es setzt sich zusammen aus Personalkosten im Rathaus und draußen bei der Kontrolle auf den Parkplätzen sowie den Wartungskosten für die Parkscheinautomaten. Drei Parkplätze betroffen Folgt die Politik dem Vorschlag, bei Scholes Mühle, Post und Büschers Platz auf Parkgebühren zu verzichten, dann könnten pro Jahr rund 67.000 Euro eingespart werden. Dabei würde der größte Teil der Einsparungen durch wegfallende Personalkosten entstehen. Und kostenloses Parken mit P-Scheibe hätte nach Einschätzung der FDP noch weitere Vorteile. Der Parkplatzsuchverkehr würde weniger, weil Autos nicht mehr umherfahren auf der Suche nach einem kostenloses Platz. Gleichzeitig würde die Attraktivität der Innenstadt durch kostenloses Parken weiter gesteigert. Eine Entscheidung hat die Politik zunächst vertagt, die Verwaltung soll das Thema entsprechend aufbereiten. Übrigens: Einnahmen aus dem Knöllchentopf hätte die Stadt weiterhin. Denn auch wer die Parkscheibe nicht einstellt oder die maximale Parkdauer überschreitet, kann zur Kasse gebeten werden. Und das würde doch die Stadt weiterhin tun, oder? Öffnungszeiten: täglich, auch an Sonn- und Feiertagen von 7.00 bis 19.00 Uhr Kapellenstraße 36 • Rheda-Wiedenbrück-Lintel (Ecke Kapellenstr. • B64 gegenüber dem Betonwerk Lintel) Telefon 0 52 42 / 5 63 03 Feld „Großelohmann” Langenberg B55 direkt gegenüber der Brauerei Hohenfelde

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