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Das Stadtgespräch Juni 2018

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60 Das

60 Das Stadtgespräch TÜRKISCHER ARBEITNEHMER HILFS- UND KULTURVEREIN Internationales Kinderfest (Kem) Die Familien des Türkischen Arbeitnehmerhilfs- und Kulturvereins feierten das Internationale Kinderfest. Die Mitglieder hatten dafür das Freigelände an ihrem Vereinsheim an der Reinkenwiese in ein Kinderparadies verwandelt. Das Fest geht auf die Staatsgründung der Türkischen Republik zurück. Mustafa Kemal Atatürk widmete diesen Tag den Kindern unter dem Motto »Kinder sind unsere Zukunft«. Sein Bild wurde während des Fests gezeigt. Der offizielle Gedenktag ist der 23. Nisan (23. April) 1920. Atatürk eröffnete in Ankara das Parlament. Das Land wurde zu diesem Zeitpunkt noch offiziell vom Sultan regiert. Der Veranstalter in Rheda-Wiedenbrück legte den Tag auf das vorhergehende Wochenende. Die Grüße der Stadt überbrachte die Integrationsbeauftragte Larissa Varol. Ebenfalls anwesend war Torsten Lindahl von der Kreispolizei. In der Türkei ist dieser Tag ein Feiertag. Er wird nicht nur in der Türkei, sondern in vielen Ländern begangen. Er soll Brüderlichkeit, Liebe und Freundschaft zwischen den Völkern fördern. Auf dem Festgelände wimmelte es von Kindern. Sie hatten mit Die Kinder standen Schlange nach den Henna-Tattoos. ihren Eltern richtig Freude an dem kunterbunten Programm, das die vielen ehrenamtlichen Helfer um den Sprecher des Vereins, Ömer Kabasakal, zum Besten gaben: Es reichte von Henna-Tattoos bis zu Tanzvorführungen. Der wunderschöne Nachmittag wurde abgerundet mit allerlei orientalischen Spezialitäten. anzeige FORD LÜCKENOTTO FÜR DIE ZUKUNFT GERÜSTET Elektro nutzfahr zeug-Offensive (Kem) Das heimische Autohaus Ford Lückenotto forciert bei den Nutzfahrzeugen das Thema Elektromobilität. Als Partner der GA- RANT-Messe präsentierte es den aus aller Welt angereisten Handelspartnern die neuesten Elektromodelle von Ford. Allgemeine Beachtung fand der Elektrotransporter »Streetscooter«. Das ursprünglich von dem gleichnamigen Aachener Startup-Unternehmen der DHL Group auf der Basis des großen Transits entwickelte Postauto soll nun den Markt für Elektro-Nutzfahrzeuge erobern. Bei seiner Vorstellung beim A2 Messezentrum kam es deshalb nicht postgelb sondern im strahlenden Orange daher. Nutzer können bei dem robusten Fahrzeug mit elektrischem Antrieb zwischen den beiden Modellen »Work Box I« und »Work Pick-up« wählen. Die erste Variante zeichnet sich durch eine abschließbare »Kofferbox« aus. Das zweite Modell überzeugt als vielseitig ver- wendbarer Pritschenwagen. Die beiden Elektrotransporter sind ideal für den Nahverkehr. Dafür sprechen die Erfahrungen aus dem Alltagsbetrieb bei der Post. Mit einer 20 kW-Batterie liegt die maximale Reichweite bei 113 km und mit einer doppelt so starken Leistung bei 205 km. Die Höchstgeschwindigkeit der beiden Fahrzeuge ist auf 85 km/h gebremst. Sie können bis zu 905 kg bzw. 15-18 Kubikmeter Nutzlast zuladen. Bei einer Leasinglaufzeit von 48 Monaten beträgt die monatliche Rate 270 Euro (0,- Euro Anzahlung, incl. Batterie, Laufleistung in km/Jahr: 10.000). Seniorchef Hans Carree I und Verkaufsberater Norbert Benub freuten sich über das von den Gästen der Messe gezeigte Interesse an den beiden Modellen. Das Autohaus Lückenotto gehört zu den rund 100 Ford-Händlern, die den Elektrotransporter in ihrem Nutzfahrzeug-Programm führen. Im Kreisgebiet ist es darüber hinaus Seniorchef Hans Carree I. (l.) und Verkaufsberater Norbert Benub präsentieren die beiden Modelle des Streetscooters. der einzige Anbieter des »Streetscoters«. Das speziell geschulte Personal seiner elektro-zertifizierten Meisterwerkstatt steht den Kunden zudem für kompetent ausgeführte Reparaturen aller Elektrofahrzeuge zur Verfügung. Hans Carree berichtete anlässlich der Pressevorstellung, dass die Elektromobilität noch in den Kinderschuhen stecke. Einer der Gründe dafür liegt in die noch immer lückenhaften Infrastruktur für E-Mobilität. Er sieht den Streetscooter quasi als Pionier der alternativen Fahrzeugtechnik aus Ford eigener Elektro- Nutzfahrzeugproduktion. Die in absehbarer Zeit auf den Markt kommenden Nutzlaster werden mit Sicherheit auf eine ausreichende Infrastruktur stoßen, äußerte er sich überzeugt. Nähere Informationen erhalten alle Interessierten bei dem Verkaufsberater für Gewerbekunden des Autohauses Lückenotto, Norbert Benub. Ruf: 05242/920290, E- Mail: norbert.benub@lueckenotto. fsoc.de

61 Das bauliche Erbe der Porugiesen Oman – Zu Besuch bei Sindbads Erben »Die Genüsse übten solche Gewalt auf mich aus, dass ich schnell die ausgestandenen Leiden und Strapazen vergaß. Aufs neue reizte mich der Trieb, fremde Länder zu sehen«, sagt Sindbad der Seefahrer aus 1001 Nacht, bevor er sich auf seine fünfte Reise begibt. Nun, die Leiden und Strapazen (in einer anderen Übersetzung heißt es: Elend, Gefahren und Drangsale) sind beim heutigen Reisen deutlich minimiert. Der Flug zu den Orten am Persischen Golf, am Golf von Oman oder am Arabischen Meer dauert gut sechs Stunden, und den Unbilden des Wetters ist man heute im Zeitalter der Klimaanlagen kaum noch ausgeliefert, wenn man einmal den Sommer auf der Arabischen Halbinsel ausnimmt. Das Schiff als Reisemittel ist dagegen nach wie vor eine gute Idee, auch wenn sich heute das Kreuzfahrtschiff eher empfiehlt als eine Dhau, also ein traditionelles Holzschiff, das schon zu Sindbads Zeiten gebaut wurde und das heute – ausgestattet mit Motor natürlich – noch Verwendung findet. Von der Königin von Saba bis zur Queen Direkt an der Straße von Hormus, also der Meerenge, die an ihrer schmalsten Stelle gerade einmal 55 Kilometer breit ist, beginnt der Oman. Der Iran liegt direkt gegenüber. Der Handel mit den Persern war seit eh und je lebhaft. Vor allem zu Zeiten von Embargos blüht natürlich der Handel mit allem, was im Staat der Ayatollahs schwer zu bekommen ist, vom modernsten Handy bis zum Kühlschrank. Im Gegensatz zu ihren Nachbarn aus dem Land der Vereinigten Arabischen Emirate, das der SPIEGEL-Autor Erich Follath treffend das »Übermorgenland« nennt (dazu in den nächsten Ausgaben mehr), blickt der Oman auf eine lange Geschichte zurück. Schon die Sumerer aus Mesopotamien kannten vor 5.000 Jahren das Land Magan, das dem heutigen Oman in etwa entsprach. Die legendär schöne, sagenhaft reiche und unfassbar weise Königin von Saba, die Salomon in Jerusalem getroffen haben soll, ist leider nur in der Der Palast Al Alam Bibel und im Koran erwähnt, nicht in Quellen aus Saba selbst, das im heutigen Jemen liegt und zu dem der südliche Teil des Omans gehörte. Im siebten Jahrhundert wurde der Oman Teil des Kalifats der Umayyaden, wobei sich die Ibaditen abspalteten und im Landesinneren ein eigenes Imamat gründeten. Heute sind rund Dreiviertel aller Omaner Ibaditen. Die Araber aus dem Oman zog es auch über das Meer in die heutigen ostafrikanischen Länder und in den indischen Raum. Das ist auch der Grund, warum neben dem Arabischen als Amtssprache Teile der Bevölkerung auch Swahili wie in Tansania (vor allem Sansibar) oder Kenia sprechen. Andere sprechen Urdu, was ihre Wurzeln in Pakistan oder Indien verrät. Daneben gibt es auch noch Menschen, die Persisch als Muttersprache beherrschen. Der Tourist kommt dagegen mit Englisch klar. Das ist keineswegs selbstverständlich, denn noch vor dreißig Jahren lag der Anteil der Analphabeten im Oman bei über 90 Prozent, Englisch lernten nur wenige. Heute liegt der Anteil derjenigen, die lesen und schreiben können bei diesem Wert – und das obwohl es keine Schulpflicht gibt. Laut einem Bericht der Vereinten Nationen ist der Oman das Land, das sich in den letzten 40 Jahren wirtschaftlich und sozial am meisten verbessern konnte. Bis 1970 war das Land abgeschottet, Bildung fand allerhöchstens für Jungen in Koranschulen statt. Erst als Qabus ibn Said 1970 seinen Vater absetzte, entwickelte sich das Land und das natürlich auch mit den Erdölgeldern. Bis dahin war übrigens noch die Sklaverei legal. Der Sultan ist heute Regierungs-Chef und Präsident in einer Person. Die beiden Kammern des Parlaments haben beratenden Charakter. Der heutige Herrscher stammt wie seine Vorfahren aus Said-Dynastie, die 1740 begründet wurde. Ebenso wie in den Nachbarstaaten wird ein Personenkult betrieben, der vielleicht auch dadurch zu erklären ist, dass der Oman über Jahrhunderte fremd beherrscht war. Die mächtigen

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