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Das Stadtgespräch Juni 2017

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8 Das Stadtgespräch BAUMSCHUTZSATZUNG VERSCHOBEN Einigung nicht in Sicht Alte Fronten in der Auseinandersetzung um eine Baumschutzsatzung: Nachdem die Mehrheit der Ratsmitglieder die Einführung einer Baumschutzsatzung vor 20 Jahren abgelehnt hatte, führte jetzt ein Bürgerantrag zur abermaligen Beratung dieses Themas im Bau-, Stadtentwicklungs-, Umwelt- und Verkehrsausschuss. Das Argument des Bürgers: Die neuen Nachbarn verlangen die Kürzung der Kronen und überhängenden Äste von mehreren Bäumen entlang der Grundstücksgrenze u. a. wegen Schattenwurf und unzumutbare Pflegemaßnahmen. Die Sprecher der Mehrheit von CDU und FDP, Peter Woste und Patrick Büker, lehnten den Bürgerantrag ab. Büker: »Hier wird aus einem Einzelfall eine Verallgemeinerung gezogen«. Woste: »Seit 1990 sind über 7000 Bäume dazu gekommen«. Analog Stephan Pfeffer, Technischer Beigeordneter: »Wir pflanzen im öffentlichen Raum mehr Bäume als wir entfernen«. Ganz anders sahen es die Sprecher von SPD, Marco Sänger, und Bündnisgrüne, Peter Rentrup. Sänger: »Im privaten Bereich nimmt die Zahl der Bäume nicht zu«. Rentrup hält die Zahl der Neuanpflanzungen für zu gering. Nach »Baum im Bild« von Buff muss man für eine gefällte 100 Jahre alte Buche mit 12 Meter Kronendurchmesser 2000 junge Bäume mit einem Kronenvolumen von 1 m³ pflanzen, wenn man ihn vollwertig ersetzen will. Der von Rentrup geäußerten Bitte um Verschiebung der Abstimmung über dieses Thema auf eine nächste Bauausschusssitzung stimmten alle zu. Bis dahin soll die Stadtverwaltung recherchieren, warum andere Kommunen im Umkreis die Einführung einer Baumschutzsatzung abgelehnt, bzw. Kommunen mit Baumschutzsatzung diese wieder abgeschafft haben, wie beispielsweise Halle, Oelde und Bielefeld. Von den 13 Kommunen im Kreis haben Gütersloh, Harsewinkel, Versmold und Werther eine Baumschutzsatzung, die hier bestimmte Baumarten schützen. Damit dürfen diese Bäume dort auch in Privatgärten nur mit Genehmigung der Behörden gefällt werden. Rat, Stadtverwaltung und Mitbürger müssen nicht hilflos zusehen, wenn wertvoller Baumbestand ohne Grund vernichtet wird. Es geht damit nicht um eine Gängelung mündiger Bürgerinnen und Bürger, sondern um den Erhalt einer Handhabe gegen so genannte »Schwarze Schafe«. Leider gibt es noch viel zu viele Baumkiller. In Gütersloh gehen durchschnittlich 300 Genehmigungs-Anträge pro Jahr ein. Nach Berechnungen der »Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz« in NRW aus dem Jahr 2011 würden sich für die Stadt Rheda-Wiedenbrück 120 Anträge ergeben. Raimund Kemper

9 Die tolle Kulisse des Reckenbergs zieht die Besucher an. AM 16. UND 17 JUNI AUF DEM RECKENBERG Weinfestival bietet erlesene Tropfen unter schiedlichster Rebsorten Tonka (Kem) Das Weinfestival war vom Start weg ein Erfolg. Kein Wunder, dass die Wein-Profis der Premiere vor drei Jahren wieder gerne in den Ständen mit von der Partie sind. Der Ratskeller, das Schokolädchen und der Kleine Weinkeller aus Isselhorst bieten u. a. eine schmackhafte Auswahl an Weinen aus den feinsten Lagen von Rheinhessen, Mosel und Rhein. Filippo Speranzas »1690 Gasthaus Wiedenbrück« ist mit italienischen Weinspezialitäten vertreten und Sapori bringt den Gästen speziell die Geheimnisse der toskanischen Weinkultur näher. Der in Gütersloh ansässige österreichische Weinhändler Heiner Varnholt kredenzt Weine aus seinem Heimatland. »Viele Besucher kommen an die Stände des Weinfestivals und wissen bereits, welche Weine sie probieren möchten. Aber es gibt auch einige, die sich gerne etwas empfehlen lassen und bereit sind, neue, bisher unbekannte Weine zu verkosten«, erklärt Veranstalter Filippo Speranza. Auch kulinarisch bietet die Veranstaltung einige Höhepunkte: Der Ratskeller backt frischen Flammkuchen, sardischen Käse hält der Italiener bereit und vom Grill gibt es allerlei Herzhaftes. Die Teilnehmer und Besucher des Weinfestivals schwärmen von der exzellenten Mischung schmackhafter Rebsorten und Köstlichkeiten. Ebenso begeistert sie das tolle Ambiente vor der Kulisse des Reckenbergs. Ein optisches Highlight ist in den Abendstunden die ansprechende Illuminierung. Es passt einfach alles perfekt zusammen: Nicht nur an den Weinständen wird es rich- tig rund gehen. Ebenfalls die vielen Sitzmöglichkeiten bieten viele Momente zum geselligen Miteinander. Mitten im Zentrum des Geschehens bringt in diesem Jahr an den beiden Festivaltagen agen Tonka die Besucher mit klangvollen Tönen musikalisch in Stimmung. Viele Musikfreunde e kennen ihn als Sänger, Komponist und Songwriter. r. Der in Skopje, Mazedonien, geborene Musiker brachte im früheren Jugoslawien vier Top-Singles heraus. 1993 kam er nach Deutschland. In Rheda-Wiedenbrück ging g er vor Anker. 2010 gewann er beim Berliner »Star over 40« den ersten Platz. Seine Beiträge auf dem Wein- festival stimmen zugleich auf das Reckenberg-Festival am 1. und 2. September ein. Das Weinfestival ist an den beiden Tagen jeweils von 18 – 24 Uhr geöffnet. Foto: LanKS – shutterstock.com

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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