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Das Stadtgespräch Juni 2016

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Magazin für Rheda-Wiedenbrück

6 Das

6 Das Stadtgespräch gebote für junge Leute. Patrick Büker, FDP, unterstützt die Stärkung der Innenstädte. Neben der Schanze ist auch der Standort Büschersplatz zu sehen. »Und warum wird neben der Kolpingstraße nicht das ehemalige Pott-Hartwig- Gelände gesehen?«, fragt er. Dirk Kamin, UWG: »Das Entwicklungskonzept ist nicht weit genug gedacht. Der Kunde sucht Labels die wir nicht haben. Die großen Labels brauchen große Flächen und große Konkurrenz. Zu bedenken ist, dass Aldi und Lidl auch innenstadtrelevante Sortimente haben«. Gerhard Serges, Baudezernent, gab zu bedenken, dass die Pott- Hartwig-Fläche und auch die Parkdecks zu klein seien. Der Büschers Platz sei früher auch bebaut gewesen. Eine Nutzung für den Handel mache eine »Untertunnelung« erforderlich. Das werde ein teures Unterfangen. Zudem würde die Herbstkirmes stark beeinträchtigt. Auf der Schanze würde jede Form von Geschäft funktionieren. Inga Linzel, Stadtplanerin, erklärte: Es werde im Mai eine Verkehrszählung durchgeführt. Die Themen »Büschers Platz« und »Parkdecks« würden mit in die Arbeitskreise genommen. Sie sprach auch »endogene Potenziale« durch die Zusammenlegung von Gebäuden an, ohne weiter konkret zu werden. Theo Mettenborg, Bürgermeister, nannte die Eigentümersituation auf der Schanze heterogen. Er brachte in diesem Zusammenhang eine Machbarkeitssanalyse ins Gespräch. Gewerbeverein Neben der Politik machte auch der Vorstand des Gewerbevereins Wiedenbrück seine Position zur künftigen Entwicklung deutlich. In einem Kommentar heißt es: »Der Gewerbeverein Wiedenbrück erwartet, dass die Gremien richtungweisende Entscheidungen ohne weiteren zeitlichen Verzug treffen. Im Vordergrund muss das Wohl der gesamtstädtischen Einzelhandelslandschaft stehen, welche Planungssicherheit und Zukunftsperspektiven benötigt«. FORMALES Der aktuelle Diskussionsstand (Kem) Auf der Sondersitzung des Rates in Rheda-Wiedenbrück am 19. Mai 2016 trug Geschäftsführer Marc Föhrer vom Dortmunder Gutachterbüro »Stadt + Handel« den aktuellen Diskussionsstand zur Fortschreibung des 2008 von Junker und Kruse erstellten Einzelhandelskonzeptes vor. Das Büro hatte beispielsweise nach dem Zufallsprinzip jeweils zirka 300 Kunden in den beiden Stadtzentren von Rheda Einige Ratsvertreter fordern die Ausweisung der früheren Pott-Hartwig-Immobilie als Potenzialfläche für den Einzelhandel. und Wiedenbrück sowie in der Zwischenstadt zur Ermittlung des Käuferverhaltens befragt. Das Ergebnis der Befragung und alle anderen Analysen brachte der Gutachter in drei Arbeitskreissitzungen ein. Die Stadt hatte zu den Sitzungen Vertreter des Rates, der Interessenverbände, der Einzelhändler vor Ort (Initiative Rheda, Gewerbeverein Wiedenbrück) sowie die IHK und den Einzelhandelsverband, nebst Vertretern der Bezirksregierung und der Verwaltung eingeladen. Wie geht die Konzepterstellung weiter? Der Rat beauftragte die Verwaltung am 19. Mai einstimmig, die Arbeit an dem Konzept fortzusetzen. In ein bis zwei weiteren Sitzungen der Arbeitskreise wird die Endfassung des Einzelhandelskonzeptes erarbeitet. Die Stadtplanerin Inga Linzel erwartet die einmonatige Offenlage des Konzepts im Herbst. In dieser Zeit können Interessierte Anmerkungen zu dem Konzept machen. Anschließend folgt die Beschlussfassung des Konzepts durch den Rat. Damit Investoren nicht das Konzept unterlaufen können, erlässt der Rat Veränderungssperren für alle Bebauungsplan-Gebiete (z. B. Max Bahr, Wonnemann) außerhalb der Zentren, für die aktuell der Wunsch nach der Eröffnung von Fachmärkten etc. geäußert wurde. Dagegen können die Investoren klagen. Lob und Kritik für die Methode Der Gutachter erhielt von den Fraktionen für seine Arbeit durchweg lobende Worte. Die Fraktionen stießen sich nicht daran, dass das Gut- TOTAL-AUSVERKAUF wegen Geschäftsaufgabe Ich bedanke mich für die langjährige Treue und freue mich auf Ihren Besuch! Pullover • Jacken • Blusen • T-Shirt • Hosen

7 achterbüro ebenfalls für das Projekt »Outlet-Center Rietberg« unterwegs ist. Verwunderung fand die Bekanntgabe, dass die FDP zu den drei AK-Sitzungen nicht eingeladen worden ist. Die für die Einladungen zuständige Inga Linzel entschuldigte sich bei den Liberalen. Durch die nicht öffentlich tagenden Arbeitskreise wird nicht sichtbar, welche Anregungen und Kritik von den Hinzugeladenen einen Eingang in das Konzept gefunden haben. Vereinzelt wurde kritisiert, dass nur eine »spontane«, aber keine repräsentative Umfrage bei den Kunden durchgeführt wurde. Dirk Kamin (UWG) bemängelte zudem, dass zur umfassenden Ermittlung der Verbraucherinteressen das Gutachterbüro nicht die Kunden befragte, die nicht mehr in Rheda-Wiedenbrück einkaufen. Offene Versammlungen, wie bei früheren Konzepten, fanden bislang nicht statt. Auf gehts in die neue Sportsaison IHR SPEZIALIST FÜR SPORTBRILLEN GmbH BERLINER STR. 17 I RHEDA-WIEDENBRÜCK I TEL. 05242 / 4 31 01 WWW.OPTIK-KESSNER-HEIMANN.DE Das Lästermaul sagt’s, wie es ist. Holt Euch die Menüs aus der Gerüchteküche und gibt seinen unmaßgeblichen Senf dazu. Pflegt steten Umgang mit dem Druckfehlerteufel und Frau Anna Lyse, der persönlichen Lebens- und Verkehrsberaterin des Lästermauls. Worte, wie Reklamation und Rechtsweg fehlen in Lästermauls Duden sowieso und sind deshalb ausgeschlossen. »Rien ne va plus« müsste man im vorliegenden Fall mit »Fast nichts geht mehr« übersetzen. Das aufgezeigte Gutachten lässt diese Interpretation zu. Mit latentem Mangel an visionärer Vorstellungskraft und sektiererischem Stadtteilproporzdenken, welches hier – so wie in anderen Doppelstädten ein Zuhause hat – geraten gesamtstädtische Planungen und Entwicklungen in die Sackgasse. Nichts anderes vermittelt das Ergebnis der Untersuchung. Strahlkraft ins Umland? Angeblich Fehlanzeige. Vielleicht zur falschen Zeit am falschen Ort gefragt? Empirie nach Hausmacher Art? Weiß der Deibel. »Zu sagen« haben es in Rheda-Wiedenbrück längst andere: Gutachter aus Pusemuckel, die den Ort erst »lernen« müssen; im Ausschuss für bauliche Geschmacksfragen geben Gütersloher und Bielefelder – also unmittelbare Wettbewerber – den Ton mit an; und über allem schweben landespolitische Leitlinien, die sich mal als Fallstricke, mal als Verstecke entpuppen können. Das Stückwerk aus Entwicklungsflächen, die vorgeblich fast ausnahmslos an unpassender Stelle liegen und der Mangel an ausreichend großen Potentialflächen im Zentrum, befeuert so abwegige Gedankenspiele, wie eine Verlagerung des Kauflands. Da würde sich jeder Kaufmann bedanken, wenn ihm die Obrigkeit einen Umzug von potenter Stelle an eine Schwiegermutter-Lage am Bahndamm anböte. Dass diese Stadt keine Mitte hat, weil der politische Wille seit jeher fehlt bzw. anderen Interessen unterworfen wird, holt sie nun ein. Selbst die Gedankenskizzen zur verbindenden Achse – besser Hauptstraße genannt – werden seit Ende der Achtziger totgeschwiegen oder sind seinerzeit in der LGS-Euphorie untergegangen. In dieses Konglomerat aus Würstchenbuden, Schrauberwerkstätten und sonstigem Geraffel setzen wir eine Stadthalle? Ein kluger Plan hört sich anders an. Beim Stichwort »Nebelkerze« würde ich natürlich »Volltreffer« rufen.

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