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Das Stadtgespräch Juni 2016

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Magazin für Rheda-Wiedenbrück

56 Das

56 Das Stadtgespräch Sparfüchse und Milchmädchenrechnungen Und schließlich kann man auch die Freiheit total genießen und sich einfach irgendwo hinstellen. Wobei es sich mir nicht so ganz erschließt, dass sich Leute, die locker 60.000 Euro für ein Wohnmobil auf den Tisch legen, über 25 Euro Übernachtungsgebühren, die man eingespart hat, so diebisch freuen können. Die Plätze in der ersten Reihe sind für parkende Campingfahrzeuge ohnehin meist verboten – dafür sorgen schon die Anlieger, die einen unverstellten Blick aufs Wasser wollen. Auch Wohnmobilstellplätze sind meist nicht viel mehr als Parkplätze. Und die sind nach praktischen Gesichtspunkten ausgelegt und nicht nach wunderschöner Lage. Vielleicht liegt der Drang zum freien Übernachten etwas an der Schnäppchenmentalität, von der ich zugegebener Weise auch nicht ganz frei bin. Bei meinen Berechnungen, was denn nun der Urlaub gekostet hat, lösen die niedrigen Gebühren für einfache Campingplätze (die Fünf-Sterne-Plätze nehmen in der Hauptsaison schon mal 80 Euro und mehr pro Nacht) zusammen mit den geringen Kosten für das Essen - Camper sind überwiegend Selbstversorger und gerade im Urlaub wird auch gerne gegrillt - bei mir stille Begeisterung aus. Schließlich ist das Campen dann so viel günstiger als der Hotelurlaub. Was selbstverständlich nicht in die Urlaubskalkulation eingeht, sind natürlich die Kosten für das Reisegefährt, denn das ist ja schon bezahlt! Und auch die Versicherung und die, beim Wohnwagen sehr geringen, Steuern spielen natürlich keine Rolle. Sicher ist sicher Für das freie Übernachten hat der Gesetzgeber in Deutschland ebenso wie in anderen Ländern relativ enge Grenzen gesetzt. Grob gesagt ist rasten auf öffentlichen Parkplätzen erlaubt, campen nicht. Vorzelt, Markise, Grill und sogar Campingstühle haben im Fahrzeug zu verbleiben, ansonsten kann es Bußgeld kosten wegen wildem Campens. Es dürfen eben keine »Campingaktivitäten« entfaltet werden. Der Wohnwagen muss angekoppelt bleiben, wenn man übernachtet. Wenn Rast- und Parkplätze nur für PKW oder LKW freigegeben sind, darf man dort vom Gesetz her nicht einmal rasten. Griechenland, Portugal oder Kroatien verbieten das Übernachten außerhalb von Campingplätzen komplett, selbst auf Autobahnrastplätzen. In Spanien oder Italien ist ein einmaliges Übernachten erlaubt. Erlaubt, aber nicht unbedingt eine gute Idee, wie beispielsweise riesige mehrsprachige Hinweistafeln auf katalanischen Rastplätzen verkünden. Der Sicherheitsaspekt ist Ausbreiten nur auf Campingplätzen hier nicht zu unterschätzen. Selbst in Nord Brandenburg, im Raum Stuttgart oder in Schweden ist es in der Vergangenheit gehäuft zu Diebstählen gekommen. Berüchtigt ist auch die südfranzösische Autoroute du Soleil, wo es immer wieder zu Überfällen gekommen ist. Das ist wirklich sehr schade, denn gerade in Frankreich gibt es tolle Rastplätze, die für LKW gesperrt sind und schön abgelegen liegen. Das mit dem schön abgelegen ist genau das Problem, denn Lärmschutzwälle sind gleichzeitig Sichtschutzwälle für Ganoven und obwohl die französische Polizei nachts kräftig Patrouille fährt, kommt es doch immer wieder zu Überfällen oder Diebstählen. Ob nun, wie vielfach angegeben, tatsächlich Gas in die Fahrzeuge geleitet wird – einige Experten sagen, eine punktgenaue Dosierung von Gas sei unmöglich, ohne dass die Täter in Kauf nehmen, die schlafenden Camper zu töten – oder ob die Urlauber einfach nur todmüde sind, sei dahingestellt. Jedenfalls passieren die Raubzüge schnell und in den allermeisten Fällen unbemerkt. Doch selbst wenn man sich mit Alarmanlagen oder dem Hund schützt, der vielleicht groß, auf jeden Fall aber laut ist, ist das freie Übernachten doch nur im Notfall zu empfehlen und dann dort, wo es viel Leben gibt, also bei Restaurants oder direkt neben der 24-Stunden-Polizeistation. Wer sich aufregende Nächte wünscht, der denkt dabei wohl eher nicht an eine Nacht neben einem LKW mit Kühlung, die regelmäßig Höllenlärm entfaltet, was sehr aufregen kann. Dann doch lieber in mehreren Etappen fahren und auf dem Campingplatz Station machen, wo dann nachts nur das Meer und die Palmen rauschen… NEUES BAUGEBIET Erster Spatenstisch im Kaiserforst »Eine kleine Schüppe für uns, ein großer Wurf für unsere Stadt!« mit diesen Worten gab Bürgermeister Theo Mettenborg die Spaten frei, um gemeinsam mit den Investoren Burckhard Kramer und Jürgen Wolbeck, Bauunternehmer Robert Altefrohne sowie weiteren Vertretern aus Rat und Verwaltung den ersten Spatenstich für bis zu 120 Bauplätze am »Kaiserforst« zu setzen. Ab sofort laufen die Erschließungsmaßnahmen, die mit der Anlage der Kanalisation, eines 2000 m3 großen Regenrückhaltebeckens und den Baustraßen beginnen. Im Winter könnten in bester Lage von Wiedenbrück die ersten Gebäude entstehen. (v.l.) Georg Effertz (Vorsitzender Bauausschuss) Ernst Sebbel (FDP), Robert Altefrohne (Bauunternehmer), Peter Heinz Woste (CDU), Burckhard Kramer, Bürgermeister Theo Mettenborg, Jürgen Wolbeck, Peter Berenbrink (SPD), Stellv. Bürgermeister Norbert Flaskamp, Techn. Beigeordneter Gerhard Serges, Andre Lange (Fa. Altefrohne), Siegfried Metzner (Plan.b) Uwe Schneider (Eigenbetrieb Abwasser)

57 RAUCHMELDER EINBAUEN Frist läuft ab Rauchmelder können Leben retten. Darum wird die Montage Pflicht, ist also nicht mehr länger freiwillig! Ende des Jahres, also am 31.12.16, läuft die Frist ab. Bis dahin müssen Vermieter, Mietern und Wohnungseigentümer Wohnräume und Fluchtwege mit Rauchmeldern ausgestattet habe. Die entsprechend Bauordnung regelt, wo Rauchmelder zu installieren sind: in Schlafzimmern, Kinderzimmern und Fluren, die als Rettungswege dienen. Dort muss mindestens ein Rauchwarnmelder installiert werden! Küche und Badezimmer sind von der Pflicht ausgenommen, da man hier durch Dampfentwicklungen mit Fehlalarmen rechnen müsste. Aber es empfiehlt sich, in jedem Raum – zumindest in jeder Etage – einen Rauchwarnmelder einzubauen, um sich sicher zu fühlen. Andere Länder schreiben ohnehin vor, dass in jedem Raum, in dem sich Menschen für längere Zeit aufhalten, Rauchwarnmelder installiert werden müssen, also auch in Aufenthaltsräumen, Warte- und Wohnzimmern, Arbeitszimmern, Hobbyräumen und bewohnbaren Kellerräumen. Mieter müssen nach dem Einbau übrigens selbst dafür sorgen, dass die Anlage funktioniert und zum Beispiel einmal jährlich die Prüftaste am Rauchmelder drücken, um zu checken, ob sie eine neue Batterie einsetzen müssen. Stiftung Warentest empfiehlt Rauchmelder mit Langzeitbatterie, in denen eine Lithiumzelle steckt, »die normalerweise genügend Kapazität besitzt, um den Melder für zehn Jahre mit Strom zu versorgen. Danach haben die Geräte ohnehin ausgedient und müssen ersetzt werden«. Geräte, die zu leise warnen, oder nicht robust genug sind, um das Herunterfallen – etwa bei der Montage – unbeschädigt zu überstehen, können nicht empfohlen werden. Beim Kauf sollte man sich also beraten lassen, es gibt nämlich nicht nur Preis- sondern auch Qualitätsunterschiede: Rauchmelder müssen zum Beispiel ein CE-Zeichen haben und der DIN EN 14604 entsprechen. Außerdem gibt es als unabhängiges Qualitätszeichen das »Q« mit dem symbolischen Feuer in der linken unteren Ecke, mit dem der Handel hochwertige Rauchwarnmelder anbietet, die für den Langzeiteinsatz besonders geeignet sind. Das »Q« wird in der Regel in Verbindung mit den bekannten Prüfzeichen der Prüfinstitute VdS Schadenverhütung oder dem KRIWAN Testzentrum verwendet. Wer im Fachhandel kauft, bekommt einen sachkundigen Überblick.

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