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Das Stadtgespräch Juni 2016

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Magazin für Rheda-Wiedenbrück

14 Das

14 Das Stadtgespräch UNRUHE WEGEN GEPLANTEM BETTENABBAU Muss St. Vinzenz schließen? Für erhebliche Unruhe in den Krankenhäusern im Kreis Gütersloh sorgt die Krankenhausplanung des Landes Nordrhein-Westfalen. Nach den von der Bezirksregierung Detmold vorgelegten Zahlen zum derzeitigen Verhandlungsstand würde sich für die Krankenhäuser im Kreis Gütersloh insgesamt ein Abbau von 188 Krankenhausbetten ergeben. Dr. Heins-Josef Sökeland, Fraktionsvorsitzender der CDU und selber Arzt sagte dazu in der Kreisausschusssitzung: Das sei, als würde man ein ganzes Krankenhaus schließen. Der Abbau träfe natürlich ebenfalls das St. Vinzenz- Hospital in Rheda-Wiedenbrück. Es verfügt über 198 Betten. Verstehen kann die Pläne der Landesregierung niemand. Wahrscheinlich weiß die Gesundheitsministerin von NRW selber nicht, wie sie ihre Vorstellungen zum Bettenabbau sachlich begründen soll. Der Kreis wehrt sich gegen den Bettenabbau »Im Hinblick auf eine bereits ausgedünnte stationäre Krankenhausversorgung aufgrund der Schließung der Krankenhäuser in Rheda, Versmold und Werther fordert der Kreis Gütersloh in einer vom Kreisausschuss verabschiedeten Stellungnahme die Verantwortlichen für die Krankenhausplanung auf, keine weiteren Bettenkapazitäten im Kreisgebiet abzubauen. Die akutmedizinische ortsnahe Versorgung der Bevölkerung des Kreises Gütersloh ist ansonsten nicht mehr sichergestellt«, warnen die Kreistagsabgeordneten in der beschlossenen Stellungnahme. Dort heißt es weiter: »Gegen einen weiteren Bettenabbau sprechen zum einen die nicht unerheblichen saisonalen Schwankungen und vor allem die möglichen Spitzenbelastungen im Falle von Grippewellen und Großschadensereignissen. Zusätzlich ergibt sich durch den Zustrom von mehr als einer Million Menschen in das Bundesgebiet allein im Jahr 2015 und die sich daran anschließende Zuweisung von Flüchtlingen in die Kommunen des Kreises Gütersloh eine erheblich geänderte Bedarfslage, die im weiteren Verfahren nicht unberücksichtigt bleiben kann. Kuper kritisiert Landesregierung André Kuper, Stellv. Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion und direkt gewählter Landtagsabgeordneter für den Südkreis Gütersloh, kritisiert in einer Stellungnahme, dass zu dem landesweit geplanten Abbau von 10.000 Krankenhausbetten es »an verlässlichen Angaben und Strukturen fehlt.« Er fordert, dass »man regional schon ganz genau schauen muss, wo ein Bettenabbau verträglich ist und wo nicht. Zu den Vorgaben des Krankenhaus-Planes gehört, dass die Entfernung für die Bevölkerung bis zum nächsten Krankenhaus nicht mehr als 20 Kilometer betragen darf. Generell muss gesagt werden, dass der Bettenabbau absolut kritisch zu begleiten ist und nur dort auch erfolgen darf, wo er nachweislich zu keinerlei Nachteilen für Patienten führen wird«. Kuper fordert Transparenz Vor diesem Hintergrund fragte er die Landesregierung, wie weit die Verhandlungen zwischen Krankenkassen und Krankenhausträgern zur Umsetzung des Krankenhausplans fortgeschritten seien und der geplante Abbau von nahezu 190 Betten durch Schließungen von Fachabteilungen oder weiterer Kliniken erreicht werden solle? Wie sich der geplante Bettenabbau im Detail errechne und ob die gesundheitliche Versorgung der Menschen im Kreis Gütersloh auch im Hinblick auf die ortsnahe Erreichbarkeit von Krankenhäusern gewährleistet sei?

15 Garant für Nahversorgung (V. l.) Pflegedienstleiter Siegmund Neu, Chefarzt Dr. Rainer Schnippe, Prokurist Wolfgang Bien, Geschäftsführer Dr. Georg Rüter Unsicherheit Zudem erwachsen seit der Einführung des DRG (diagnosis-related groups)-Systems 2004 (Abrechnung der Behandlungen über Fallpauschalen – unabhängig von der Verweildauer und der benutzten Betten) und der Reform des Krankenhausgestaltungsgesetzes NRW 2008 aus der Vorhaltung von Bettenkapazitäten keinerlei finanziellen Verpflichtungen des Landes, macht die Stellungnahme des Kreises deutlich. Die Höhe der Landeszuschüsse für die Krankenhäuser ist in keiner Weise von der Höhe der Anzahl der in einem Krankenhaus vorgehaltenen Betten abhängig. Es gibt somit keinen wirtschaftlichen Grund für den Eingriff der Landesregierung in die Selbstverwaltung der Krankenhäuser. Warum dann dieser Ärger? Zu wenig Geld für die Krankenhäuser Kuper weist in seiner Anfrage im Landtag NRW ebenfalls auf den Investitionsbedarf für die 370 Kliniken in NRW hin. Dieser belaufe sich auf über 1,3 Milliarden Euro jährlich. Lösungskonzepte zur Beseitigung der miserablen Finanzlage der Krankenhäuser in NRW lege die Gesundheitsministerin nicht vor. Das mache die Situation vor Ort nicht besser. Tatsächlich investiert das Land aber nur rund 500 Mio. Euro in die Krankenhäuser in NRW. Auf die gravierenden Folgen der Förderlücke wiesen Geschäftsführer Dr. Georg Rüter und der Prokurist Wolfgang Bien vom St. Vinzenz Hospital (Katholische Hospitalvereinigung OWL) jüngst in einer Pressekonferenz hin: Die dringenden Investitionen in Gebäude und Medizintechnik müssten aus anderen Töpfen bezahlt werden. »Die Ressourcen fehlen dann an anderer Stelle, wo sie einen unmittelbaren Nutzen für Mitarbeiter und Patienten hätten«. Nur durch besonderen Einsatz aller Mitarbeiter konnten die erforderlichen Finanzmittel erwirtschaftet werden. Gegenüber dem Stadtgespräch sagte Dr. Rüter, dass durch den Abbau von Krankenhausbetten kein einziger Cent eingespart werden kann. »Könnte es vielleicht sein, dass die Ministerin die von ihr angefachte Diskussion über den Bettenabbau vor allem deshalb führt, um von der miserablen Unterstützung der Krankenhäuser durch ihr Ministerium abzulenken?«, fragt der Geschäftsführer. Er berichtet, dass die Krankenhäuser in Bayern eine doppelt so hohe Unterstützung durch das Land erhalten wie in NRW. Rüter fordert ein Schluss »der Bettgestell-Diskussion«. Raimund Kemper MATRATZEN + BETTEN + BOXSPRINGBETTEN SSV Sommer-Sonderverkauf Solide Federkern-Matratzen, gut belüftete 7-Zonen Taschenfederkern-Matratzen, punktelastische Kaltschaum-Matratzen, druckentlastende Visco-Matratzen (entwickelt von der Raumfahrt), Topper für zusätzlichen Komfort. Ausstellungsstücke/Aktionsmodelle bis zu 50% reduziert! Große Auswahl an Sommerbetten Lieferung + Entsorgung gratis Rheda-Wiedenbrück Gütersloh - Lindenstr. 3 / Ecke Carl- Feldhüserweg 10 (gegenüber Hit-Markt) Bertelsmann-Str. / an der Bahnunterführung Tel. 0 52 42 / 3 45 08 Tel. 0 52 41 / 1 79 83 00 Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 10.00 - 12.00 & 14.00 - 18.30 Uhr; Sa. 10.00 - 14.00 Uhr Besser schlafen! Weitere Angebote im Geschäft!

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