Aufrufe
vor 1 Jahr

Das Stadtgespräch Juli 2019

  • Text
  • Rheda
  • Juli
  • Menschen
  • Beiden
  • Stadtverwaltung
  • Kinder
  • Eltern
  • Stadt
  • Gesamtschule
  • Gemeinsam
  • Rhwd.de
Die aktuelle Ausgabe des Rheda-Wiedenbrücker Stadtgesprächs für Juli 2019

28 Das

28 Das Stadtgespräch In Russland ist Eile angebracht KURIOSE SCHILDER AUS ALLER WELT KURIOSE SCHILDER AUS ALLER WELT Pass auf Blagen und Köter auf Die USA sind bekanntlich das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Unbegrenzt sind vor allem die Möglichkeiten, einander zu verklagen. Wenn ich mir am heißen Kaffee, den ich mir zuvor im Papp- Becher im Schnellimbiss gekauft habe, beim Trinken während des Fahrens den Mund verbrenne, das Auto daraufhin in den Gegenverkehr steuere, wo sich dann ein Unfall ereignet, dann kann das nur an einem liegen. Klar, das musste ja passieren, weil es keinen Aufdruck auf dem Papp-Becher mit »Vorsicht heißer Kaffee« gab. Und nur wenn ein entsprechender Warnhinweis auf dem Mikrowellen-Herd steht, komme ich in den USA nicht auf die Idee, meinen Hamster dort zu trocknen. Und auch das Hinweisschild, das darauf hinweist, dass man doch bitte die See-Elefanten in Kaliforniens Nordküste nicht füttern solle, habe ich mit eigenen Augen gesehen, leider nicht im Bild festgehalten. Wer kommt auf die Idee, ein frei lebendes Tier, dessen Männchen dreieinhalb Tonnen auf die Waage bringen und sechseinhalb Meter lang sind, per Hand zu füttern, als wären sie Schoßhündchen? Gut, rhetorische Frage, ziehe ich zurück. Der Schilderwahn in den USA kennt also kaum Grenzen, um so überraschender ist dann das Schild, das lapidar darauf hinweist, dass die Felsen 250 Meter hoch sind, man solle auf Kinder und Haustiere Acht geben. Dieses einsame Warnschild habe ich am Nordostende des Grand Canyon entdeckt. Dieses Land gehört den Navajos und bei denen werden nicht überall Sicherheitszäune gebaut und alles zugeschildert. Da heißt es einfach: Hier geht’s steil abwärts, pass auf Blagen und Köter auf! Schnell weg hier Schilder gibt es natürlich auch im größten Land der Welt. Aber die Verkehrsschilder sehen dort etwas anders aus als bei uns. In Sankt Petersburg fiel mir die besondere Dynamik beim Schild »Kinder« auf. Auch bei uns sind laufende Kinder dargestellt, damit der Autofahrer vom Gas geht. Doch warum rennen auf dem russischen Schild die Kinder wie verrückt? Die Antwort, die ich mir selbst gegeben habe, ist die, dass das Überqueren der Straße einfach so gefährlich ist, dass es möglichst schnell passieren muss. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Zum einen sieht es so aus, dass allein bei uns der Verkehr zum Erliegen kommt, weil jemand die Straße überqueren möchte. Anderswo muss sich der Fußgänger halt darum kümmern, dass er die Lücke im Verkehr entdeckt und schnell nutzt. Obwohl ich Schnelligkeit für ausländische Besucher, die als Fußgänger unterwegs sind, nicht empfehlen möchte. Zumindest in Sankt Petersburg ist der Zustand vieler Gehwege

29 die Einwohner von Amsterdam, die automatisch nicht in den Hundekot treten. Nicht nur auf Jamaika eine Unart durchaus desolat. Zwar ist alles mit Platten gepflastert, doch diese verschieben sich offenbar durch die großen Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter, also dem bitteren Frost oder vielleicht auch durch das Absinken der benachbarten Fahrbahn. Und so fungieren die Platten auf Grund ihrer unterschiedlichen Höhen als Stolpersteine. Komischer Weise scheinen aber nur die Besucher zu stolpern, die Einheimischen bekommen wohl durch jahrelange Praxis mit, welche Platte besonders hoch steht, ohne dass sie hinsehen müssen. So ähnlich wie Dies ist keine Toilette Wo wir schon mal beim Unappetitlichen sind. Auf Jamaika befindet sich das Schild, das darauf hinweist, man möge doch bitte hier nicht pinkeln. Was natürlich nichts anderes heißt, als dass die Leute eigentlich immer hier pinkeln. Das Schild befindet sich direkt hinter einer Strandbar, die wiederum an einem Traumstrand liegt. Die Strandbar versorgt die Besucher nicht nur mit Snacks und reichlich Getränken. Sie hat auch sanitäre Anlagen. Die allerdings liegen mehrere Meter von der Bar entfernt – ich tippe mal auf vielleicht 25 Meter. Ein solcher Weg ist den Herren der Schöpfung natürlich nicht zuzumuten, zumal der Bereich hinter der Strandbar vom Im Reservat Strand her nicht einsehbar ist. Also wird sich direkt vor Ort erleichtert – schließlich ist man ja easy drauf, yeah mon! Dabei sind die Schildaufsteller wirklich sehr hilfreich, denn für manch einen mag das Lesen mit zu viel Alk im Blut, vom Ganja wollen wir an dieser Stelle nicht reden, schon eine Herausforderung darstellen. Daher setzen sie noch auf ein Piktogramm, sozusagen ein Pinkeltogramm, das im Sinne eines Verkehrszeichens bestimmtes Verhalten als unerwünscht darstellt. Richtig nutzen tut das Schild aber offenbar trotzdem nicht, wenn man vom Geruch des Ortes ausgeht. Aber ich war auch an einem Sonntagvormittag dort, da war die Samstagabendfeier gerade erst vorbei und geregnet hatte es auch nicht… Einstärken- Sonnengläser ab33,- Paar* Gleitsicht- Sonnengläser ab149,- Paar** *sph ± 6,00 cyl + 2,00 **sph ± 6,00 cyl +4,00. Add 1,0-3,0 WWW.OPTIK-KESSNER-HEIMANN.DE TEL. 05242 / 4 31 01 | BERLINER STR. 42 | RHEDA-WIEDENBRÜCK TEL. 02583 / 22 66 | SCHÜRENSTR. 1 | SASSENBERG

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

© 2020 lokalpioniere
Impressum / Datenschutz