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Das Stadtgespräch Juli 2019

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Die aktuelle Ausgabe des Rheda-Wiedenbrücker Stadtgesprächs für Juli 2019

22 Das

22 Das Stadtgespräch Foto: veryulissa – shutterstock.com Der Führerscheintest Woran erkennt man einen guten Fahrer? Sicherheit in jeder Straßenlage! chen Glückwunsch! Fehlen ja nur noch 86 Punkte bis zum Bestehen des heißbegehrten Scheins in die Freiheit! Doch ist der Führerschein immer noch so begehrt, wie vor 20, 30 Jahren? Oder flaut das Interesse an der Erlaubnis zum Führen eines PKWs bei den Teens eher ab? Umfragen zufolge, sind die Anmeldezahlen deutschlandweit eher rückläufig. Vielleicht liegt es daran, dass ein Auto nicht mehr als Statussymbol Nr. 1 bei den jungen Leuten gilt. Hingegen steigt die Quote der • Mobil. 0174 - 7108286 • Bosfelder Weg 21 • 33378 Rheda-Wiedenbrück • www.fahrschule-nevermann.com • info@fahrschule-nevermann.com (CL) A: Er verhält sich partnerschaftlich, fährt ruhig und gelassen und verzichtet darauf, sich als überlegen zu zeigen; B: Er nutzt jede Gelegenheit zum Überholen, andere abzuhängen und seine Überlegenheit zu zeigen, auch wenn seine Fahrweise mit Risiken verbunden ist; C: Er fährt rasant, um sein Können zu beweisen. Klar, Antwort A ist richtig! Vermutlich haben die meisten von euch, das Kreuzchen an die richtige Stelle gesetzt und somit diese 4 Punkte der Prüfungsfrage 2.1.11-007 eingesammelt. Herzlidurchgefallenen Prüflinge rapide. Zum Vergleich: Im Jahr 2008 lag die Misserfolgsquote bei den theoretischen Prüfungen zum Erwerb des PKW-Führerscheins laut Kraftfahrt-Bundesamt bei 32,3 Prozent und 2017 bereits bei 39 Prozent. Doch was sind die Hintergründe? Man könnte doch meinen, dass das Bestehen des Führerscheins einfacher ist, als nie zuvor. Es gibt zahlreiche Apps und Online-Tutorials, die die Prüflinge optimal vorbereiten. Wir sind der Meinung: Fehlanzeige! Die jungen Menschen heutzutage sind einem ganz schönen Druck ausgesetzt. An dieser Stelle gehen wir sogar so weit zu behaupten: »Früher war alles besser!«, naja zumindest deutlich einfacher. Blicken wir mal ein paar Jahre zurück, in die Zeit der grauen Lappen und pinken Scheine… Damals gab es nur 4 Führerscheinklassen 1 = Motorrad, 2 = Bus + Lkw, 3 = Pkw und 4 = Kleinkraftrad. Die theoretische Prüfung wurde bis 1956 recht persönlich und mit ein bisschen Charme vom Prüfer abgenommen und in der Praxis musste man nur 15 Minuten über Wald und Wiesen fahren. Und heute? Heute gibt es 21 verschiedene Führerscheinklassen. Zum Fahren eines PKW benötigt man die Klasse B oder BF17 (BF 17 steht für Begleitetes Fahren ab 17 Jahren). Das ist aber nicht das einzige Novum. Seit 2010 müssen die Prüflinge 30 von über 1.000 Fragen am Computer beantworten können. Charme hilft nicht weiter, auswendig lernen auch nicht. Die Schüler müssen den Wissenskatalog verstehen lernen und anwenden können. Das gilt auch für die praktische Prüfung. Der heutige Führerscheinanwärter muss innerhalb von 45 Minuten den verschiedenen Verkehrssituationen gerecht werden. Die strengen Regeln und Vorschriften haben natürlich einen wichtigen Hintergrund. 1960 waren gerade mal 4,5 Millionen PKWs auf Deutschlands Straßen unterwegs… 2019 waren es bereits 47,1 Millionen Autos (Quelle: www.kba. de). Natürlich müssen sich die Lerninhalte kontinuierlich den komplexen An- 25 m beträgt der Bremsweg bei 50 km/h Angeber

23 forderungen im Straßenverkehr anpassen. Und ein Führerscheininhaber muss das erforderliche Wissen und Können mitbringen, ein Auto sicher und verantwortungsvoll durch den Straßenverkehr zu führen. Schade nur, dass mittlerweile so viele schlechte Vorbilder unterwegs sind. Auch in Rheda-Wiedenbrück erleben wir es immer wieder, wie (gerne) im absoluten Halteverbot vor Schulen und Kindergärten geparkt oder auch mal eine rote Ampel »übersehen« wird. Doch tragen der ausgedehnte Prüfungskatalog und der umfangreiche Verkehr alleine Schuld an der kontinuierlich steigenden Durchfallquote? Es gibt Thesen, die behaupten, die Digitalisierung sei schuld. Klingt erstmal banal. Doch bei genauerer Betrachtung auch logisch. »Früher« gab es während einer Autofahrt nur wenig Ablenkung. Von klein auf hat man sich mit dem Fahrverhalten der Eltern auseinandergesetzt und aus lauter Langeweile Verkehrsschilder auswendig gelernt. Diese unterschwellig-unterstützenden Hilfestellungen fallen weg, sobald sich die Aufmerksamkeit social media & Co. widmet. Sicherlich tragen auch die seit vielen Jahren zunehmenden Elterntaxis zu einer mangelnden Selbständigkeit im Straßenverkehr bei. Tatsächlich prägt die Übung die Sicherheit. Und woher sollen junge Menschen Fahrpraxis nehmen, wenn sie immer seltener aktive Teilnehmer im Straßenverkehr sind? 58 Mio. 2 Jahre Deutsche sind im Besitz eines PKW-Führerscheins wissen to go! 1888 dauert die Probezeit erhielt Carl Benz die erste Fahrerlaubnis Vielleicht sind aber auch die Kosten abschreckend. Je nach Bundesland und Können variieren die Kosten zwischen 1.000 € und 3.000 €. In NRW muss man mit etwa 2.000 € für den Erwerb des Führerscheins rechnen. Die genauen Ausgaben für die Anzahl der Fahrstunden sind schwer zu kalkulieren, da sie je nach Können variieren. Es ist durchaus möglich, den Führerschein in 3 Monaten zu bestehen, durchschnittlich benötigt man 6 Monate. Wie überall gibt es auch hier Härtefälle: Ganze 87 Fahrstunden benötigte im Jahre 2010 eine 26-jährige Fahrschülerin, bis ihr Fahrlehrer Sie zur praktischen Prüfung zuließ – diese bestand sie im Übrigen direkt auf Anhieb beim ersten Versuch. Unser Tipp an alle künftigen PKW-Fahrer lautet daher: Macht den Führerschein zu einer Zeit, in der euch keine weiteren Prüfungen (wie beispielsweise das Turbo-Abitur) bevorstehen oder andere stressige Faktoren ablenken – das spart Zeit und Geld. Doch nun mal Butter bei die Fische, was braucht es denn jetzt alles für einen Führerschein? Für die Anmeldung benötigt der Prüfling einen gültigen Personalausweis oder Reisepass, eine Bescheinigung über die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs, eine maximal 2 Jahre alte Sehtest- Bescheinigung des Optikers oder Augenarztes, ein aktuelles biometrisches Passfoto und die Anmeldebescheinigung der Fahrschule. Mit diesen Dokumenten in der Hand stellt man den Antrag bei der ansässigen Führerscheinstelle; für Rheda-Wiedenbrück ist das Straßenverkehrsamt Gütersloh zuständig (in vielen Fällen übernimmt das die Fahrschule). Während der Bearbeitungszeit des Führerscheinantrags wird in der Regel bereits der Theorieunterricht besucht und Unterrichtszeiten Montags, Dienstags und Mittwochs, 19.00 bis 20.30 Uhr Anmeldung telefonisch, online oder während des Unterrichts NEU: Wir schulen jetzt auch auf einem Tesla Model S. Viele reden, wir handeln. 0 Emissionen, 100% Fahren mit Spaß! Fahrschule Paul Kirchner – Inh. Dietmar Kirchner Ringstraße 9, 33378 Rheda-Wiedenbrück www.fahren-mit-spass.de • Mobil 01 71. 6 30 87 97 WIR MACHEN MOBIL! THEORIEUNTERRICHT DER KLASSE B IN NUR 7 TAGEN ERSTE HILFE KURS - LICHTBILD - SEHTEST DIREKT IN DER FAHRSCHULE MENTALES TRAINING AKTIVER, SPANNENDER UNTERRICHT AUTOMATIK AUSBILDUNG FAHRSCHULE ALLER KLASSEN KONTAKT 0171 – 77 52 871 ANMELDUNG: Mo + Mi + Do 18.00 - 19.00 Uhr oder per Online-Voranmeldung

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