Aufrufe
vor 3 Jahren

Das Stadtgespräch Juli 2018

  • Text
  • Juli
  • Rheda
  • Menschen
  • Beiden
  • Stadt
  • Kinder
  • Zeit
  • Westag
  • Arbeit
  • Thema
  • Rhwd.de

34 Das

34 Das Stadtgespräch Bob der Baumeister, alias Jürgen Frerich Foto: Zwillingsblick Jürgen Frerich setzt sich jeden Tag für ein starkes »Gemeinsam. Füreinander. Miteinander.« ein. Foto: Birgit Klubescheidt DIE PIUS-BONIFATIUS-SCHULE SAGT: Auf Wiedersehen! (CL) In Österreich lebt ein Lehrer und Schriftsteller. Sein Name lautet Ernst Ferstl. Liest man seine Aphorismen, denkt man schnell: Dieser kluge Mann denkt beim Schreiben seiner Worte an Jürgen Frerich, seit 2004 Schulleiter der Pius-Bonifatius-Schule in Wiedenbrück. Ernst Ferstl schreibt: »Offenheit ist ein Schlüssel, der viele Türen öffnen kann«. Herr Frerich versteht es, mit Diplomatie, Durchhaltevermögen und vor allem mit geöffnetem Blick, den Schulschlüssel zur rechten Zeit ins rechte Schloss zu stecken. Viele Türen wurden seitdem für Schüler, Lehrer und Eltern weit geöffnet. Zum einen bietet die Pius-Bonifatius-Schule seit dem Schuljahr 2010/11 in Kooperation mit der Kreismusikschule eine Bläserklasse für die 3. und 4. Schuljahre an. Sicherlich ein Verdienst des musikalisch geprägten Schulleiters, der gerne auch privat auf dem Euphonium den Ton angibt. Die digitale Türe wurde 2013 durch den Einsatz von Whiteboards in den Klassenräumen geöffnet. Die Schüler und Schülerinnen erlernen mit Motivation und Umsicht den Umgang digitaler Medien. In diesem Jahr wird das 8. Klassenzimmer mit einem Whiteboard ausgestattet und ein weiterer Jahrgang erhält einen Klassensatz iPads. Fortschrittlich und ganz im Sinne des schulischen Leitmotivs »Gemeinsam. Füreinander. Miteinander.« setzt sich Herr Frerich für kooperative Lernformen ein, sodass in jedem Kind ein teamfähiger und selbstbewusster Forscher geweckt wird. Geben den richtigen Ton an: Emma und Carla am Saxophon der Bläserklasse Foto: Ulrike Hengstermann-Siefert Herr Ferstl schreibt weiter: »Solange uns die Menschlichkeit miteinander verbindet, ist es völlig egal, was uns trennt«. Auch bei diesen Worten muss er an den Schulleiter der Pius-Bonifatius-Schule gedacht haben. Wie lässt es sich sonst erklären, dass Herr Frerich neugierig auf jeden Menschen zugeht, ganz gleich ob er ihn auf seiner Weltreise während seines Sabbatjahres oder während der Tätigkeit als Ausbilder für angehende Schulleiter kennenlernt. Einzig bei dem Denkspruch: »Gefühle lassen sich nicht in Worte kleiden. Sie vertragen keine Verkleidungen«, gelangt man ins Grübeln. Denn trotz der ostwestfälischen Herkunft (oder gerade deswegen?) strotzen Herrn Frerichs Augen vor vorfreudiger Aufregung, sobald das Thema Karneval angesprochen wird. Es bereitet ihm ein schier kindliches Vergnügen, wenn er als Bob der Baumeister oder Wikinger vor den Schülern und Kollegen steht und sich ein jeder fragt: Wer versteckt sich denn hinter der gelungenen Maskerade? Eine weitere Ferstl-Direktive fällt uns noch in die Hand: »Der entscheidende Schritt im Leben eines Menschen ist der Sprung über den eigenen Schatten«. Sicherlich bietet die Pius-Bonifatius-Schule tagtäglich eine freudeschenkende und schattenspende Komfortzone für einen Schulleiter. Da ist zum einen das überaus engagierte 23-köpfige Kollegium, das mit guten Ideen, Einsatz und viel Freude an der Arbeit den Grundschulalltag bunt gestaltet. Da ist das eingespielte Team, bestehend aus Frau Oelker-Korth und Herrn Koller, die die Fäden zusammenhalten, auch wenn Krankheiten, Feueralarm oder Renovierungsmaßnahmen anstehen. Da sind die Damen der Randstunde und der OGS, die auch außerhalb der Schulzeiten den Kindern mit Herzlichkeit eine solide Betreuung bieten. Und da ist die gute Elternschaft, die mit Freude die Bücherei, die Feste und den Förderverein am Laufen halten. Herr Frerich, Sie sind sehr mutig, über dieses starke schattenspendende Gerüst der Pius-Bonifatius-Schule zu springen und den Aufbruch in eine neue Schule zu wagen. Der Kosmos rund um die Pius-Bonifatius-Schule hat es immer sehr geschätzt, dass Sie ein sehr offener Mensch sind. Diese Offenheit und Neugierde zieht Sie nun weiter, neue Menschen und Möglichkeiten kennenzulernen. Sie werden diesen Weg mit sicherem Schritt gehen und auch dort auf viel Freude und fantastische Menschen treffen. Die Pius-Bonifatius-Schule verabschiedet sich mit einem letzten Gedanken aus der Feder von Herrn Ferstl: »Jede Gewohnheit, von der wir uns verabschieden wollen, sagt zum Schluss zu uns: Auf Wiedersehen!«.

35

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

© 2020 lokalpioniere
Impressum / Datenschutz