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Das Stadtgespräch Juli 2017

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8 Das

8 Das Stadtgespräch Der Name Batenhorst taucht schon 1319 auf. Damals verkaufte Ritter Adolf von Batenhorst dem Kloster Herzebrock seine Güter zu Vreylewic im Kirchspiel Lippborg. STADTGESPRÄCH HISTORISCH 150 Jahre Neu-Batenhorst Das waren noch Zeiten, als die Batenhorster ihr Bier aus der ortsansässigen Brauerei trinken konnten. Eigentlich gab es davon sogar zwei, denn von genau 150 Jahren war die »Brauerei Gebrüder Dittmann« gerade erst gegründet worden. Deren erstes gebrautes Bier genossen die Batenhorster dann schon als Bürger der selbstständigen Nachbargemeide Batenhorst. Bis dahin, also bis zum 1. Juli 1867, war Batenhorst als schon lange existierende Bauernschaft noch Teil der Großgemeinde Langenberg mit immerhin damals schon 2590 Einwohnern und der 1845 gegründeten Brauerei Hohenfelde. Angestoßen wurde die neue Aufteilung der Gemeinde Langenberg durch die Bewohner von St.Vit! In der »Chronik des Amtes Reckenberg 1866–1952« heißt es: »1864 stellte Graf Kerßenbrock im Namen der St. Viter bei Landrat Bessel den Antrag, aus der politischen Germeinde Langenberg 3 selbstständige Gemeinden zu machen. Die Langenberger Gemeindeverordneten beantragten am 10. November 1864 ebenfalls die Trennung der Gemeinde Langenberg in 3 nach den Kirchspielen abgetrennte politische Gemeinden«. So sollte es dann kommen. Nach Napoleon kam Preußen Hintergrund war der Sieg der Preußen über Napoleon und ihre Übernahme des Amtes Reckenberg. 1816 hatte sich die »Commune« zur Gemeinde Langenberg gewandelt. Nach der »Landgemeindeordnung für die Provinz Westphalen« vom Oktober 1841 waren im Amt Reckenberg die Gemeinden Avenwedde, Friedrichsdorf und Langenberg entstanden. Amtmann des Amtes Reckenberg wurde K. Haus Aussel – Batenhorsts schönstes Stück

9 Die Herz-Jesu-Kirche wurde 1908 zunächst als Kapelle errichtet, der Turm folgte nach dem zweiten Weltkrieg. H. Lappmann aus Selhorst, der Gründer der Brauerei Hohenfelde. Kein Zufall also, dass die nach ihm eine Biersorte benannt hat... Batenhorst in Zahlen Die alte Chronik gibt auch ein paar Zahlen her, die etwas über die damalige Zeit in Batenhorst berichten. So lebten 1867 im neuen Batenhorst 820 Menschen in 125 Häusern, also immerhin sieben Personen pro Haus oder Hofstelle. Es gab 112 Pferde, die für Transport und die Bestellung der Äcker gebraucht wurden. Daneben gab es in den Batenhorster Ställen noch 510 »Rindviehs« und 419 Schafe. Im neuen St. Vit gab es vor 150 Jahren 521 Einwohner in 83 Häusern. Nach der neuen Ordnung lebten die Bürger und ihre Nachkommen rund hundert Jahre in den selbständigen Gemeinden Batenhorst, St. Vit und Langenberg. Gebietsreform Dann gab es im Jahr 1970, also 103 Jahre nach der Aufteilung, die nächste grundlegende Veränderung: Durch die kommunale Gebietsreform wurden Batenhorst und St. Vit der neuen Doppelstadt Rheda-Wiedenbrück zugeschlagen, vorbei die Selbständigkeit. Dennoch gibt es auch nach 150 Jahren noch enge Verbindungen der Bevölkerung untereinander. Batenhorster und Langenberger feiern gern zusammen Schützenfest. Auch nach St. Vit fahren die Langenberger mit Vergnügen, zum Beispiel zum dortigen Feuerwehrfest. Und auch nach der 150 Jahre alten Trennung verbindet die Menschen in Batenhorst, St. Vit und Langenberg noch immer eines, das leckere Bier aus Langenberg. Einwohnerentwicklung 1867 820 ca. 1894 814 1910 996 1925 995 1933 1.011 1939 1.024 1961 1.381 2006 1.565 2014 1.514 2017 1.582 Historischer Wegweiser am Bahnhof Batenhorst an der B55

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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