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Das Stadtgespräch Juli 2017

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34 seniorenzeitung

34 seniorenzeitung Das Stadtgespräch Auf der Parkbank ER: Gestern habe ich einen Ort meiner Kindheit wiederentdeckt, von dem ich nicht mehr wusste, wie schön er ist. SIE: Da machst du mich aber sehr neugierig. Dieser Ort muss gar nicht so weit von unserem Haus entfernt liegen, denn du warst ja nur zwei Stunden unterwegs. ER: Stimmt, sonst spaziere ich gern in der Flora, unserer ehemaligen Landesgartenschau. Hier findet man Wasser, Gehölz, Blumenbeete und schöne Wege. An Sonn- und Feiertagen genießen dort viele Menschen ihre Freizeit, werden aber auch häufig genug auf allen Wegen von Radlern gescheucht, denn schließlich wurde ja auch für sie die neue Fahrradtraße geschaffen. SIE: Und was hat das mit deiner neuen Wiederentdeckung zu tun? Wo liegt denn dein Kindheitstraum? ER: Ganz in der Nähe, es ist das Stadtholz! Um dem Wochenendtrubel zu entgehen, erinnerte ich mich an meine Kindheit, wo das Stadtholz so etwas wie unser erweiterter Spielplatz war. Jahrzehntelang war ich nicht mehr dort, und es war eine Riesenfreude zu sehen, wie sich dieser Wald entwickelt hat. Schonungen wurden zu Hochwälder, Dickichte wurden transparent, und die einzelnen schon damals mächtigen Bäume waren noch größer und imposanter geworden. ...mitgehört und aufgeschrieben SIE: Und was ist das Aufregende dabei? Es gibt doch viele schöne Wälder in unserer Gegend. ER: Es ist auffallend, dass es dort eine überraschend große Anzahl von mächtigen Buchen, Eichen und anderen Arten gibt, so als ob man sie bewusst vor Forstnutzung verschont hat, um sie damit als Naturdenkmale zu erhalten. Es lohnt sich, auf eine der Bänke sich zu setzen und andächtig den Wald zu genießen. Dass die Vogelwelt sich hier heimisch und geborgen fühlt, verwundert mich gar nicht. Einfach ein kleines Paradies. SIE: Dann wünsche ich uns noch viele schöne Gelegenheiten, diese Oase für Mensch und Natur genießen zu dürfen und gleichzeitig hoffe ich, dass das übertriebene Abholzen von stattlichen Bäumen, das wir in den letzten Monaten im Stadtgebiet erlitten haben, uns im Stadtholz erspart bleibt. Foto: eyetronic – Fotolia.com Erna und Berta »Mensch, da hat mich doch gerade ein Fahrradfahrer geblendet! Schlimm ist das, wenn sie ihre LED Scheinwerfer so nach oben richten, statt sich den Weg damit auszuleuchten.« »Du wirst es nicht glauben, vor ein paar Tagen hab ich einen Fernsehbeitrag gesehen, in dem es um diese Scheinwerfer bei Autos ging. Und dass es nicht etwa nur uns Ältere fies blendet, sondern dass auch junge Menschen dadurch kurzfristig blind fahren müssen.« »Was’n Glück. Ich hab schon gedacht, wir Älteren und unsere nicht mehr so guten Augen stünden ganz allein vor diesem Problem, weil ich auch viele Gleichaltrige klagen gehört hab, dass sie abends nicht mehr so gern fahren. Da sollte sich unser Verkehrsminister mal drum kümmern, statt immer nur auf seiner Maut rumzureiten, mit der er bei der EU wahrscheinlich sowieso auf Granit beißt.« »Das wurde in dem Beitrag auch betont, dass die Vorschriften für Scheinwerfer 40, 50 Jahre alt sind. Da werden heut gar nicht mehr alle Möglichkeiten der Beleuchtung berücksichtigt.« Die Ampel des Lebens Rot: Halt: das Stopplicht des Lebens, dahinter geht es nicht mehr weiter! Hemmungslose Habgier, eingefleischter Egoismus, krankhafter Neid, unaufhörlicher Hass, Gehässigkeiten - hier hören die Wege auf und fangen die Abgründe an, denn man kann im Leben nicht rückwärtsfahren. Stillstand und Untergang sind die Folgen. Gelb: Schalte früh genug um, gönne dir einen Augenblick der Ruhe, besinne dich auf die Liebe und das Schöne im Menschen, halte ein und werde wachsam, lausche auf dein Inneres und siehe da, es bewegt sich etwas, es schaltet um auf - - Grün: jetzt geht es wieder weiter vorwärts: mit Freundlichkeit, Versöhnungswille, Hilfsbereitschaft, Sanft - mut signalisiert die Ampel des Lebens den Fortgang. Sei liebevoll im täglichen Umgang mit Menschen und Dingen, lass den Motor des Herzens immer warm laufen und nicht erkalten. Vergiss niemals den Zündschlüssel: nämlich die Liebe zu allem was lebt, denn ein Jegliches, was man aussendet, kommt zurück – wie ein Bumerang – das Gute, aber auch das Böse! Der Weg ist das Ziel! Hurra – der Sommer ist da – Licht, Luft, Sonne, alle wollen wir das genießen, ob Jung oder Alt! Energie tanken, durchatmen, wer möchte das nicht. Und genau das sollten wir tun, zumindest für eine kurze Zeit des Tages. Der eine schnellen Schrittes, der andere etwas gemächlicher und wenn auch das nicht mehr geht, lasse ich mich verwöhnen und werde geschoben. Es ist doch kein Problem, mit dem Gehstock, dem Rollator oder dem Rollstuhl unterwegs zu sein, denn »Der Weg ist das Ziel!« und das erreichen wir nur, wenn wir es erreichen wollen, d.h. auf geht’s und nicht vielleicht erst morgen. Für uns alle einen schönen Sommer und erreichen Sie ihr Ziel. Impressum Seniorenzeitung: Verantwortlich für den Inhalt ist der Seniorenbeirat der Stadt Rheda-Wiedenbrück. Ständige Mitarbeit: Christa-Maria Bank, Margret Kohler, Vroni Korsmeier, Carola Linnemann, Hans Dieter Wonnemann Koordination: Arnold Bergmann Rathausplatz 13 33378 Rheda-Wiedenbrück E-Mail: seniorenbeirat@rh-wd.de Schreiben Sie uns, wir antworten bestimmt Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen, und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen. >Jean Anouilh

seniorenzeitung 35 Schlaganfall F-A-S-T Das könnte ohne weiteres ein deutsches Wort sein, für Jeden verständlich, in seiner Doppelbedeutung jedoch »überlebenswichtig«! F – A – S – T steht für Face (Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprache) und Time (Zeit). Der Test gehört mittlerweile auch in Deutschland zur Grundausbildung von Rettungspersonal. Die meisten Schlaganfälle lassen sich so innerhalb weniger Sekunden feststellen. Face: Bitten Sie die Person zu lächeln. Ist das Gesicht einseitig verzogen? Das deutet auf eine Halbseitenlähmung hin. Arms: Bitten Sie die Person, die Arme nach vorne zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu drehen. Bei einer Lähmung können nicht beide Arme gehoben werden, sinken oder drehen sich. Speech: Lassen Sie die Person einen einfachen Satz nachsprechen. Ist sie dazu nicht in der Lage oder klingt die Stimme verwaschen, liegt vermutlich eine Sprachstörung vor. Time: Wählen Sie unverzüglich die 112 und schildern Sie die Symptome Wann immer der Verdacht auf einen Schlaganfall besteht, ist dies als lebensbedrohlicher Notfall anzusehen. In der Notfallsituation gilt es sofort den Notruf zu wählen, denn nur im Krankenhaus kann die Ursache des Schlaganfalls ermittelt und die richtige Therapie eingeleitet werden. Das sollten Sie tun: Wählen Sie bei Verdacht auf Schlaganfall den Notruf 112 Weisen Sie auf die vorliegenden Schlaganfall-Symptome hin und äußern Sie den Verdacht auf einen Schlaganfall Geben Sie dem Betroffenen nichts zu essen oder zu trinken. Der Schluckreflex kann gestört sein, es droht Erstickungsgefahr Entfernen oder öffnen Sie einengende Kleidungsstücke. Achten Sie auf freie Atemwege – ggf. Zahnprothesen entfernen. Bewusstlose Patienten müssen in die stabile Seitenlage gebracht werden. Überwachen Sie Atmung und Puls – setzen diese aus, muss sofort mit Herz-Druck-Massage begonnen werden. Sprechen Sie umstehende Menschen direkt an und bitten Sie um Hilfe! Notieren Sie sich den Zeitpunkt, als die Symptome begannen und die Symptome selbst, dies ist wichtig für den Notarzt Werden Sie zum Lebensretter: Schnelles und richtiges Handeln rettet Minute für Minute Gehirnzellen und damit Leben und Lebensqualität. Leider scheuen sich noch zu viele Menschen davor, den Rettungsdienst zu benachrichtigen. Stattdessen hofft man, dass die Beschwerden von alleine wieder verschwinden. Es ist eine trügerische Hoffnung, die viel Zeit kostet und bei einem Schlaganfall schlimme Folgen haben kann. Bedenken Sie, dass sich auch ein zunächst leichter Schlaganfall zu einem schweren Schlaganfall ausweiten kann. Melden Sie der Rettungsleitstelle: »Verdacht auf Schlaganfall«! Bevor Streit vom Zaun bricht …. Die Last mit dem Ast Ein Eigentümer mehrerer Bäume, die auf einer etwa 100 Meter langen Grundstücksgrenze zum Nachbargrundstück stehen, weigerte sich, die bis zu einer Länge von sieben Metern überhängenden Äste selbst absägen zu lassen. Der durch den Überwuchs beeinträchtigte Nachbar griff zur »Eigenhilfe« und beauftragte einen professionellen Gartenbaubetrieb mit den Arbeiten. Die Rechnung in Höhe von knapp 6700 Euro schickte er dem Baumbesitzer – zu Recht, so das Oberlandesgericht Koblenz. Der Nachbar kann nicht argumentieren, eine andere Firma hätte die Arbeiten »wesentlich billiger« ausgeführt – darum hätte er sich früher kümmern müssen (Az.: 3 U 631/13). gelesen in der SoVD soziales im Blick Hausnotruf ist absetzbar Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen und Seniorenresidenzen haben das Recht, die Kosten für einen Hausnotruf als »haushaltsnahe Dienstleistung« vom steuerpflichtigen Einkommen abzuziehen. Kosten für den Notruf können neben der für die Unterbringung zu zahlenden Betreuungspauschale (unter anderem für den Hausmeister und die Reinigung) geltend gemacht werden. In einem entsprechenden, aktuellen Gerichtsentscheid begründeten die Richter ihr Urteil damit, dass ein solcher Notruf zu den steuerlich geförderten Privatausgaben gehöre, da er sicherstelle, dass ein Bewohner im Notfall schnelle Hilfe erhalte (BFH, Az.: VI R 18 / 14).

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