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Das Stadtgespräch Juli 2016

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Magazin für Rheda-Wiedenbrück

58 seniorenzeitung

58 seniorenzeitung Das Stadtgespräch Auf der Parkbank SIE: Glaubst du, dass die Mitfahrbank von den St. Viter Bürgern gut angenommen wird? Immer wenn ich daran vorbei komme, ist sie leer, und dasselbe ist auch mit ihrem Gegenstück in Wiedenbrück an der Langen Straße. ER: Gut Ding will Weile haben. Warte erst einmal die wärmeren Jahreszeiten ab und du wirst sehen, wie gut sich diese Idee durchsetzt. SIE: Selbst im Winter sehe ich den Bedarf an Mitfahrgelegenheiten in die Stadt, unabhängig davon, dass diese Idee daraus entstand, dass fast zu derselben Zeit die beiden einzigen Bank-Filialen im Dorf geschlossen wurden und dass die betroffenen Bürger vor Ort keine Bankgeschäfte mehr machen konnten, noch nicht einmal Bargeld abheben! ER: Es mag sein, dass die beiden Filialen sich nicht lohnten. Verwunderlich ist schon die Gleichzeitigkeit der Schließungen. Noch nicht einmal Terminals zum Geldabheben und zum Auszugsdrucken wurden zum Ausgleich der einschneidenden Maßnahmen genehmigt. SIE: Der Unmut der Bevölkerung ist nachvollziehbar. Dass daraus aber die Mitfahrbank-Idee entstand, finde ich großartig, auch unabhängig davon, wie spontan und wie intensiv sie angenommen wird. ER: Das Schöne daran ist, dass mit ihr nicht nur das leidige Bankthema entschärft wurde. Alle anderen Besorgungen, die nicht mehr im Dorf selbst erledigt werden können, sind jetzt ohne weiteres und ohne Zusatzkosten möglich, man muss nur etwas Zeit und Geduld mitbringen, ist dafür aber unabhängig von Bus-Fahrplänen und -zeiten. SIE: Da kann ich nur wünschen und hoffen, dass den St. Viter Bürgern diese Chance immer bewusst bleibt! Dieses Vorbild für Bürgersinn kann als Lösung bei gleichartigen Problemen genommen werden, wenn Unternehmen sich ihrer sozialen Verpflichtungen entledigen und damit nur den materiellen Gewinn im Auge halten. Erna und Berta „Mensch, unser Großunternehmer in Sachen Fleisch ist doch neulich 60 geworden und es gab ‚ne Riesenparty. Dass die Zeitungen positiv über ihn und auch über sein Unternehmen geschrieben haben, hat doch tatsächlich einen Leser sehr gestört. Er meinte, dass man bei einer solchen Berichterstattung auch die negativen Seiten darstellen müsste.“ „Da geht es wohl um die ausländischen Mitarbeiter, die hier unter schlechten Bedingungen arbeiten. Aber du weißt ja auch, dass das nicht gegen geltende Gesetze verstößt, so wie es nicht verboten ist, dass arme Menschen in unterentwickelten Ländern unsere Möbel herstellen oder unsere Kleidung, Lederwaren oder Schuhe produzieren. Das Leitmotiv ist einfach nur, dass alles billig sein muss.“ „Und so kann eben auch ein Schlachtbetrieb nur Tiere einkaufen, deren Fleisch er auch verkaufen kann und das sind momentan nur die preiswerten Tiere aus der Massentierhaltung.“ „Genau. Weißt du, ich wünsche mir eigentlich nur, dass ich Fleisch von Tieren kaufen könnte, die artgerecht gehalten worden sind und nicht viele Medikamenten bekommen haben. Und als ich neulich einen früher selbstständigen Fleischermeister fragen konnte, warum ich das nicht haben kann, nannte der ganz klar den höheren Preis als Grund. Nach seiner Erfahrung hätten nur ein paar Senioren den Wunsch. Das heißt, es lohnt sich für ihn einfach nicht, auf Qualität zu setzen. Billig muss es sein. Und das gilt leider fast überall, auch, wenn man mit den Produkten so sorgfältig wie nur möglich umgeht.“ „Weißt Du, nichts finde ich so dämlich wie diese ‚Geiz ist geil‘- Idee. Das Fleisch auf unseren Tellern stammt von Tieren, die in riesigen Ställen zusammengepfercht wachsen, zur Vermeidung von Krankheiten vorsorglich Antibiotika bekommen und durch ihre Gülle auf die Dauer unser Wasser vergiften. Aber es ist billig! Was für ein hanebüchener Unsinn!“ „Und es wird nach meiner Meinung viel zu wenig erwähnt, dass wir Verbraucher selber schuld sind.“ Künftig keine Sozialtarife mehr für Telekomkunden Der SoVD (Sozialverband Deutschland) berichtet in einer Pressemitteilung: Bisher bietet die Telekom einen Sozialtarif an für bestimmte Kundengruppen an: wenn diese wegen geringen Einkommens oder Erwerbsminderung von der Rundfunkbeitragspflicht (früher: GEZ) befreit bzw. eine Ermäßigung auf den Rundfunkbeitrag erhalten. Darüber hinaus erhalten ihn diejenigen, die eine Ausbildungsförderung (Bafög) erhalten oder wenn sie blind, gehörlos oder sprachbehindert sind und der Grad der ihrer Behinderung gemäß deutschem Schwerbehindertenrecht mindestens 90 Prozent erreicht. Doch den Sozialtarif soll es bald nicht mehr geben. Grund für den geplanten Wegfall ist die Umstellung des Telekomnetzes auf IP (IP=Internetprotokoll). Die neue Technik soll bis 2018 die technisch mittlerweile veralteten analogen und ISDN-Telefonanschlüsse vollständig ersetzen. Und weil die neuen IP-Tarife künftig immer ein Festnetz und eine Internetflat beinhalten, soll der Sozialtarif grundsätzlich nicht mehr angeboten werden. Denn für Komplettpakete gelten die sozialen Vergünstigungen nicht. Betroffene sollten sich deshalb direkt bei Erhalt des Informationsschreibens über die geplante Umstellung schriftlich an die Telekom wenden und mitteilen, dass sie auf einen reinen Telefonanschluss bestehen und auch über 2018 hinaus ihren ISDN-Anschluss behalten möchten. Der jeweilige Telekom-Vertrieb kann ihnen dann freiwillig Rabatte auf dem Kulanzweg anbieten. Tagträume sind ein unschätzbares Geschenk – Ruhepausen für das Gehirn und Quellen grenzenloser Hoffnung. John Steinbeck 201607

seniorenzeitung 59 Krankenkasse zahlen Haushaltshilfen, wenn Kranke keine Hilfe aus dem Umfeld haben Wer nach einem Krankenhausaufenthalt oder wegen schwerer Krankheit zu Hause auf Hilfe angewiesen ist und diese aus seinem Umfeld nicht bekommen kann, hat seit dem 1. Januar 2016 Anspruch auf eine Haushaltshilfe. Und dies nicht wie früher nur dann, wenn im Haushalt ein Kind unter 12 Jahren lebt. Durch das Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) müssen die Krankenkassen diese ambulante Versorgung nunmehr als Pflichtleistung finanzieren. Die Vorratskammer ist aufgefüllt, das Krankenbett steht bereit und Essen auf Rädern ist bestellt – auch wenn man sich beispielsweise wegen einer bevorstehenden Operation gut auf eine Genesung zu Hause vorbereitet, kann es passieren, dass man es doch nicht alleine schafft. Vielleicht war die Operation auch umfangreicer als gedacht, es kamen Komplikationen hinzu oder der Heilungsprozess dauert länger als prognostiziert. Wer in einer solchen Situation allein wohnt und auch aus seinem Umfeld keine Hilfe bekommen kann, der wurde bisher im wahrsten Sinne des Wortes allein gelassen. Seit Jahren klaffte hier eine Versorgungslücke, die seit dem 1. Januar 2016 endlich geschlossen wurde. Kasse zahlt Haushaltshilfe Für Patienten, die sich nicht selbst versorgen und auch keine Unterstützung aus ihrem Umfeld bekommen können, gewährleistet die Krankenkasse nunmehr die hauswirtschaftliche Versorgung. In solchen Fällen können Betroffene nunmehr bei ihrer Kranken- kasse eine Haushaltshilfe beantragen. Dies gilt nicht nur nach einem Krankenhausaufenthalt, sondern auch nach einem ambulanten Eingriff oder bei schwerer Erkrankung zu Hause. Bisher übernahmen Krankenkassen die Kosten für Haushaltshilfen nur dann, wenn im Haushalt ein Kind unter 12 Jahren lebte. Neu ist auch, dass Patienten nach einem Klinikaufenthalt Anspruch auf Kurzzeitpflege in einer Einrichtung haben. Bis zu 6 Monate Hilfe Meist kann die Haushaltshilfe für maximal 4 Wochen in Anspruch genommen werden. Der Zeitraum verlängert sich auf höchstens sechs Monate wenn ein Kind unter 12 Jahren im betroffenen Haushalt lebt. Wie viele Stunden pro Tag die Haushaltshilfe von der Krankenkasse finanziert wird, hängt vom Einzelfall ab. Die Zuzahlung zu Haushaltshilfen bleibt unverändert. Diese beträgt zehn Prozent des Betrages, den die Krankenkasse für die Haushaltshilfe aufbringt, maximal jedoch 10 Euro pro Tag. Damit die Kostenübernahme durch die Krankenkasse sichergestellt werden kann, muss eine Haushaltshilfe vorab beantagt werden. Dazu benötigen Sie eine Bescheinigung vom Arzt, warum und in welchem Umfang Sie Unterstützung benötigen. Diese Bescheinigung muss im Original bei der Krankenkasse eingereicht werden. In Akutfällen gewähren manche Krankenkassen Ausnahmen. Weitere Infos zur Vorgehensweise erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse. Appeltate Zutaten für 4 Portionen: 1 kg Äpfel, Fett für die Form, Semmelbrösel, 150 g Mandeln, 100 g Rosinen, 3 EL Zucker, 4 Eier, 100 g Butter, 250 g Mehl, 175 g saure Sahne Die Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse herausschneiden. Die Äpfel in dünne Scheiben schneiden. Eine feuerfeste Form ausfetten und mit Semmelbröseln ausschwenken. Ein Drittel der Äpfel in die Form geben und mit einem Drittel der geriebenen Mandeln, einem Drittel Rosinen und 1 EL Zucker bestreuen. Dann das zweite Drittel Mandeln und Rosinen und 1 EL Zucker darauf geben und eine dritte Schicht wiederholen. Aus den Eiern, Butter, Mehl und Sahne einen glatten Teig rühren und langsam über die Äpfel gießen. Den Apfelauflauf im vorgeheizten Backofen bei 200 bis 225 Grad (Gas: Stufe 3 bis 4) ungefähr 1 Stunde backen. Für vier Personen ist die Appeltate (von den Westfalen fälschlicherweise Torte genannt, sie ist ein echter Auflauf) ein warmes, süßes Hauptgericht. Für 6 bis 8 Personen ein Nachtisch, der auch kalt mit Vanillesauce übergossen serviert werden kann. Wahlen zum Seniorenbeirat Neuwahlen zum Seniorenbeirat stehen im Herbst an. Wer in diesem Gremium als gewählter Vertreter mitarbeiten möchte, kann sich beim Vorsitzenden, Heribert Setter, melden, Tel. 05242 34141 hsetter@t-online.de. oder auch im Rathaus bei Maria Arenbeck 05242 963-590 maria.arenbeck@rh-wd.de Impressum Seniorenzeitung Verantwortlich für den Inhalt ist der Seniorenbeirat der Stadt Rheda-Wiedenbrück. Ständige Mitarbeit: Christa- Maria Bank, Margret Kohler, Vroni Korsmeier, Hans Dieter Wonnemann Koordination: VHS Reckenberg- Ems, Arnold Bergmann Ein Lachen kostet nichts. Zumindest nicht bei uns!

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