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Das Stadtgespräch Juli 2016

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Magazin für Rheda-Wiedenbrück

30 TIPPS

30 TIPPS Das Stadtgespräch Wenn man irgendjemanden, der unter dem Label Comedy läuft, den Kultstatus zubilligen möchte, dann dem Sprecher der Hörbuchversion Jürgen von der Lippe. Seit langen Jahren ist er einer der bekanntesten Entertainer Deutschlands. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören neben anderen der Bambi, je zweimal der Grimme-Preis und die Goldene Kamera. Er ist mit seinem mittlerweile fünfzehnten Bühnenprogramm in der Republik unterwegs und Autor diverser erfolgreicher Bücher. Zuletzt stürmte er mit »Beim Dehnen singe ich Balladen« die Buch- und Hörbuchcharts. Ihm ist es auch zu verdanken, dass die sechs CDs mit siebeinhalb Stunden Laufzeit, (das ist schon eine gekürzte Lesung!) zu keiner Zeit langweilig wird. Auch schafft er es immer, die jeweiligen Figuren stimmlich auseinander zu halten. Erschienen im Hörverlag, 19,99 Euro. CD Sing meinen Song Vol. 3 Kann man ein gelungenes Konzept problemlos so wiederholen kann, dass es immer funktioniert? Die eindeutige Antwort lautet: Kommt darauf an. Die Idee, dass sich hochkarätige Musiker ein paar Wochen zusammen tun, außerhalb von Deutschland, um die Songs der jeweils anderen zu interpretieren, ist schon richtig gut. Nach der ersten Staffel von »Sing meinen Song« war ich auch wirklich angetan. Bei der zweiten Staffel habe ich irgendwann abbeziehungsweise umgeschaltet. Zu ähnlich klangen mir die Lieder von PUR-Sänger Hartmut Engler und den Prinzen Sebastian Krumbiegel und Tobias Künzel, und auch Yvonne Catterfeld und Christina Stürmer lagen für mich nicht sonderlich weit auseinander. Und wenn man genau hinhört, ähneln sich die Hymnen von Gastgeber Xavier Naidoo und Andreas Bourani ebenfalls. Diese Klippe wurde beim zweiten Aufguss jedoch erfolgreich umschifft. Die mehrfach ausgezeichnete Musikshow (Echo, deutscher Fernsehpreis, Bambi) ließ sich wieder auf das Wagnis ein, ganz verschiedenartige Musiker auftreten zu lassen, die meist überhaupt keine oder nur sehr wenige Berührungspunkte hatten. Gemeinsam auf einer Bühne hätte man sie also nicht erwartet. Verschiedenartigkeit der Musikrichtungen und Qualität der Künstler gehören für mich notwendig in das Erfolgsrezept. Beim dritten Mal also ist es Gastgeber Xavier Naidoo wieder gelungen, hochkarätige Musikerkollegen nach Südafrika einzuladen, um sich der Herausforderung zu stellen, bekannte Songs neu zu interpretieren. Dabei ist die Bandbreite an unterschiedlichen Musikgenres noch nie so groß gewesen wie in diesem Jahr. Von Pop über Rock, Soul, Country, Funk, Rap bis hin zum Chanson und Kölsch Rock ist alles dabei. Natürlich war dieses Experiment für Wolfgang Niedecken von BAP, Annett Louisan, The BossHoss, Nena, dem schweizerischen Soul-Sänger Seven, Rapper Samy Deluxe und auch Xavier Naidoo mit besonderem Nervenkitzel verbunden. Schließlich bewegten sich alle auf unsicherem Terrain. Auch wenn man die Bilder nicht im Kopf hat, sondern nur die Musik hört, spürt man die gute Stimmung untereinander, die von Viel Zweck für wenig Zaster KS-TOOLS Werkzeugkoffer 911.0771 - Qualitätswerkzeug - 1/4" + 3/8" + 1/2" - 170-teilig €100. 00 DUNLOP Sport Racer black - Sicherheitsschuhe im Sportschuhdesign - Durchtrittschutz + Zehenschutzkappe - super leicht und bequem - Größen 39 – 47 €89. 20 STIHL Freischneider FSE 60 - robuste Elektro-Motorsense - sehr gut zum Rasenkanten trimmen und für Ausputzarbeiten - auch für kleinere Flächenarbeiten geeignet €179. 00 NILFISK ALTO Solange der Vorrat reicht! €99. 95 Hochdruckreiniger C 110.3-5 X-tra - max. Wasserleistung bis ca. 440 l/h - Arbeitsdruck bis ca. 110 bar - handliche Größe (240 x 240 x 660 mm) - integrierter Fahrwagen - Gewicht von nur 6,4 kg - Click & Clean Düsenkonzept - 5 m langes Netzkabel - Start- & Stopp-Automatik - Anti-Drill-System HYMER Mehrzweckleiter ALU-PRO - 3-teilig - 3 x 8 Sprossen - Gesamthöhe: 5,10 m €179. 00 Auf über 750 qm alles für den Profi. Josef Strohmeier GmbH | Pilgerpatt 10 | 33378 37 Rheda-Wiedenbrück | Tel. 05242 / 92630 | Fax 05242 / 926320 | www.strohmeiergmbh.de

TIPPS 31 großer Herzlichkeit und Respekt geprägt war. Und so ist viel gute Laune Musik zu hören, aber nicht nur. Das liegt unter anderem an den teils ernsthaften Songtexten von Wolfgang Niedecken, die man erstmalig in hochdeutsch hört – eingefleischt BAP-Fans kennen sie natürlich auf Kölsch auswendig. Stilistisch vollkommen anders, aber nicht weniger ernsthaft sind oftmals die Rap-Texte von Sammy Deluxe. Die Verbindung ist spätestens dann klar, wenn Samy Deluxe den BAP Song Kristallnacht seinen Kollegen präsentiert. Sascha Vollmer und Alex Völkel von The BossHoss sorgten ebenfalls für ein Highlight. Nicht nur, das sie zum ersten Mal auf Deutsch singen, sondern sie kreierten auch gleich mit einem Augenzwinkern ein neues Musikgenre den CRAP = Country + Rap (crap heißt allerdings auf Englisch Scheiß). Xavier hingegen wagte sich an den Funk mit dem Song Go Slow von Seven, wobei er scherzhaft bemerkte, dass dies wohl das Motto der Schweizer sei. Auch für Nena war es eine Herausforderung sich einem Song von Samy Deluxe zu stellen (wobei sie eine unfassbare Menge von Text auswendig lernen musste), während Annett Louisan sich mit dem Track Close von The BossHoss an das Country-Genre traute. Der Song Was wir alleine nicht schaffen bekam von Wolfgang Niedecken hingegen einen neuen Zungenschlag verpasst, indem er ihn auf Kölsch zum Besten gab. Auf »Sing meinen Song Das Tauschkonzert Volume 3« trifft das Motto »So haben Sie diese Stars noch nie gehört« erneut voll und ganz zu. Mit den 14 Interpretationen des Standard-Albums sind ein Teil der musikalischen Höhepunkte auf einem Tonträger zusammengefasst. Wer jedoch die große Bandbreite der einzelnen Musiker bevorzugt, kann sich mit der Doppel-CD Deluxe-Edition gleich 29 Songs für den heimischen Player sichern. SUSANNE NEUFFER »In diesem Jahr der letzte Gast« Eigentlich liebe ich Kurzgeschichten nicht. Ich bin eher der Typ, der dicke Romane liest – wozu selbstverständlich eigentlich die Zeit fehlt, außer im Urlaub. Kurzgeschichten sind ja immer schon vorbei, bevor sie richtig angefangen haben. Man hat als Leser überhaupt keine Zeit, die Figuren mit all ihren interessanten Macken kennenzulernen. Zudem ist es bei Kurzgeschichten vielleicht noch mehr als bei längerer Prosa vonnöten, dass der Schreibende ein Meister seines Fachs ist. Das ist wie bei Picassos Zeichnung »Don Quijote«, das mit nur wenigen Strichen die Essenz der Helden Cervantes‘ einfängt. Ich will nicht behaupten, dass Susanne Neuffer ein schreibender Picasso ist, aber sie ist richtig gut. Dabei ist es – so ist eben Kunst – nicht so sehr das Was als das Wie, das ihre Geschichten so außergewöhnlich macht. In »Tannhäuser. Embedded« übernachtet ein Vater in der WG des Sohnes. Seine Ankunft ist wie folgt erzählt: »Anselm ist auf Exkursion in Nordfrankreich und Belgien, die anderen Bewohner sind bei den Eltern zu Hause oder in Singapur beim Praktikum oder sonst irgendwie wichtig und identitätsstiftend unterwegs. Kekse backen mit Kindern in Vietnam, während die einheimischen Betreuer Räucherstäbchen vor Schreinen anzünden, damit die europäischen Helfer bald wieder gehen und sie nicht dauernd an der Arbeit hindern«. Irgendwie wichtig und sinnstiftend – das muss man erst einmal so formulieren können. Und dann auch noch der leise Gutmenschenspott im gleichen Atemzug. Und auch für viele Leser, die alle noch Max Frisch gelesen haben, kommt die Autorin mit netten Anspielungen daher, wenn sie, besser die Erzählerin, sagt, dass niemand mehr Ivy heißt seit

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