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Das Stadtgespräch Januar 2019

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17 Blick auf Wiedenbrück um die Zeit der Neugliederung; im Vordergrund die Ratsherrenwiese als Standort für das geplante Rathaus, (l.) die durch den Abriss von Fachwerkhäusern geschaffene Freifläche für den geplanten Adenauerplatz Quelle: Archiv Jochen Sänger denbrück und damit die große Lösung am 4. Dezember 1969. Große Lösung Sie umfasst die Zusammenlegung von Rheda und Wiedenbrück mit den Gemeinden Nordrheda-Ems, Batenhorst, Lintel und St. Vit unter dem Namen »Wiedenbrück- Rheda«. Dieser Zusammenschluss fand Aufnahme in den schon vorliegenden Gesetzentwurf zur Neugliederung des Landkreises. Wie der Innenminister ausführte, neigten neben Wiedenbrück auch St. Vit, Lintel und Batenhorst zu der »großen Lösung«. Die Stadt Wiedenbrück versprach sich davon u. a. höhere Staatszuwendungen. Die zusammengefasste Finanzkraft erleichtere zudem die Verwirklichung größerer kommunaler Projekte, die die getrennten Städte allein nicht verwirklichen könnten. Die große Lösung würde zudem eine überzeugendere städtebauliche Planung ermöglichen und den Raum

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