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Das Stadtgespräch Januar 2018

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62 TIPPS

62 TIPPS Das Stadtgespräch bevor er sich ganz dem Schreiben zuwandte. Auf Italienisch sind von ihm unter anderem schon Erzählbände und zwei Romane veröffentlicht worden. »Acht Berge« war ein Top-Ten-Bestseller in Italien und erscheint in über dreißig Ländern. Feiern im Abrahams Wir bieten ein außergewöhn liches Ambiente für Ihre Hochzeit, Familienfeier oder Betriebsfest für bis zu 200 Personen. Restaurant Di. – So. ab 18:00 Uhr Montags geschlossen In Rheda direkt am Bahnhof Bahnhofstrasse 4 33378 Rheda-Wiedenbrück www.lars-abraham.de E-Mail: kontakt@lars-abraham.de Tel.: 0 52 42 /96 800-80 CHRISTIAN EICHLER »90 oder die ganze Geschichte des Fußballs in neunzig Spielen« 2018 ist wieder ein Fußballweltmeisterschaftsjahr – da wird man sich in Vorfreude ja wohl noch darauf vorbereiten dürfen! Was Nick Hornby als Autobiographie geschafft hat, versucht Eichler gleich mit dem ganzen Fußball. Als 1863 elf Briten die Regeln des Fußballs niederschrieben, legten sie das Fundament für Euphorie und Verzweiflung, Leidenschaft und Liebe von Milliarden Menschen. Christian Eichler erzählt diese farbige Geschichte des Fußballs in 90 aufsehenerregenden Spielen. Eichler erzählt ebenso vom »Wunder von Bern«, vom Wembley-Tor, vom Meister der Herzen wie vom Fußballkrieg zwischen El Salvador und Honduras – als blutigem Ergebnis eines 3:0. Er zeigt die »Hand Gottes« und wie einzelne Helden ein Match entscheiden, er berichtet von politischen Manipulationen und von Hooligan- Hass. Eichler begleitet den Fußball durch Kindheit und Pubertät bis in die Jahre spielerischer Vollkommenheit – und schreibt so den Bildungsroman dieses weltweit größten Sports. Christian Eichler, 1959 geboren, wuchs dort auf, wo das deutsche Fußballherz schlägt: im Pott. Nach dem Studium arbeitete er als Diplombibliothekar, daneben schrieb er für zahlreiche Blätter. Seit 1989 ist Christian Eichler Sportredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er wurde mit dem Großen Preis des Verbandes Deutscher Sportjournalisten und zwei Mal mit dem Fairplay-Preis für Sportjournalismus ausgezeichnet. Seine umfassende Geschichte des Fußballs ist bei Droemer erschienen. Kostenpunkt: 16,99 Euro. Alte Literatur wiederentdeckt Zu Weihnachten dürfen es doch gerne mal ein paar Schätzchen sein, vor allem wenn sie neu aufgelegt wurden. Zumal ja das Buch an der Geschenke-Beliebtheitsskala 2017 an erster Stelle steht, wie jüngst eine Umfrage zeigte. JONATHAN SWIFT »Gullivers Reisen« Manchmal tut es einem Buch überhaupt nicht gut, berühmt zu sein. Vor allem, wenn es wie »Gullivers Reisen« berühmt aus dem falschen Grund ist. Denn der Roman, der 1726 zuerst erschien, war keineswegs als Kinderbuch gedacht. Man ist versucht zu sagen: im Gegenteil. Die tolle Geschichte ist nämlich keineswegs stubenrein, wenn sie nicht, wie ganz viele Ausgaben, heftig beschnitten wurde. Als naiver Gutmensch geht der Schiffsarzt Gulliver auf Reisen, um am Ende seiner phantastischen Abenteuer als desillusionierter Menschenverächter heimzukehren. Allein durch die Verschiebung der Größenverhältnisse im Zwergenland Lilliput und in Brobdingnag, dem Land der Riesen, ist alles menschliche Treiben der Lächerlichkeit preisgegeben. Während er in Lilliput eine ganze Kriegsflotte mit einer Hand übers Meer ziehen kann und sein Appetit eine Hungersnot auszulösen droht, muss er unter den Riesen selbst als Spielzeug in der Hand eines Säuglings um sein Leben fürchten. Die mit unerschöpflicher Fabulierlust bis ins Detail realistisch und plausibel gestalteten Erlebnisse Gullivers in den fremden Reichen – Reiseberichte waren damals absolute Bestseller - sind gespickt mit Seitenhieben auf Staat und Stände, Kirche und Wissenschaft, Philosophie und Rechtswesen. Auch wenn sich nicht mehr jede Anspielung von selbst erschließt, bleibt die Kritik in ihrem Kern gültig. So liest sich etwa der berühmte Disput um die richtige Technik des Eieraufschlagens, der auf einen aktuellen theologischen Streit gemünzt war, als hochkomische Entlarvung dogmatischer Haarspalterei und ideologischer Verbohrtheit. Letztendlich ist es immer die Gattung Mensch an sich, der Swifts bitterster Spott gilt. Jede Episode wirft neue Schlaglichter auf deren Erbärmlichkeit und Selbstüberschätzung. Was Gulliver noch an Illusionen über sein Geschlecht geblieben ist, verliert er auf der letzten Station seiner Reisen. Im Land der intelligenten Pferde erfährt er, dass die Welt dieser allein der Vernunft gehorchenden Wesen um vieles «humaner» ist als alle Realität des vermeintlich vernünftigen Menschen. Der Manesse-Band, der zum 350. Geburtstag Swifts herausgegeben wurde, in der Übersetzung von Christa Schuenke umfasst 702 Seiten und kostet 28 Euro.

TIPPS 63 GELDMACHER & KOTTENSTEDE 33378 Rheda-Wiedenbrück Röntgenstraße 1 www.geko-online.de GmbH Storm zum Vergnügen Ebenfalls zum Geburtstag, allerdings dem zweihundertsten, veröffentlicht der Reclam Verlag »Storm zum Vergnügen«. »Er war ganz bei der Sache, sang es mehr, als dass er es las«, so berichtet Theodor Fontane über eine Lesung des von ihm bewunderten Storm. »Während seine Augen wie die eines kleinen Hexenmeisters leuchteten, verfolgten sie uns doch zugleich«, um ermessen zu können, ob wir auch »von dem Halbgespenstischen gebannt, von dem Humoristischen erheitert werden«. Mit diesem kleinen Band der schönsten, heitersten, tiefsten Texte dieses Hexenmeisters lässt sich solch ein Abend im Nachlesen wiedererleben. Das 175 Seiten starke Büchlein wurde herausgegeben von Maren Ermisch und Heinrich Detering und kostet lediglich sechs Euro. Aber wieso eigentlich Storm »zum Vergnügen«? Hier eine kleine Kostprobe zu Weihnachten: Am Weihnachtssonntag kam er zu mir/ In Jack‘ und Schurzfell und roch nach Bier,/ Und sprach zwei Stunden zu meiner Qual/ Von Zinsen und von Kapital;/ Ein Kerl, vor dem mich Gott bewahr‘/ Hat keinen Festtag im ganzen Jahr! JOHN FANTE »Westlich von Rom« John Fante verfasste vor mehr als 30 Jahren seinen Roman »West of Rome«, der erst jetzt ins Deutsche übersetz wurde (von Doris Engelke). 1909 als Sohn armer italienischer Einwanderer in Colorado geboren, ging er Ende der zwanziger Jahre nach Kalifornien. Dort begann er unter schwierigsten Bedingungen eine Karriere als Autor. Der literarische Durchbruch gelang ihm 1938 mit dem Roman »Ich - Arturo Bandini«. Seinen Lebensunterhalt verdiente er jedoch zeit seines Lebens als Drehbuchschreiber für die Filmindustrie – genau wie der Ich-Erzähler in »Westlich von Rom«. Er starb 1983 in Malibu, Kalifornien. Fante hatte eine Ader für das Skurrile. So beginnt sein Roman: Plötzlich sitzt dieser übergroße, verzottelte Hund im Garten von Familie Molise und will nicht mehr gehen. Ohne ihn war das Leben an der Küste Kaliforniens schon turbulent genug. Alle wollen ihn so schnell wie möglich loswerden. Als das Monstrum jedoch für ungekannten Respekt in der Nachbarschaft sorgt, ist für den Vater klar: Der Hund bleibt! Die vier erwachsenen Kinder schwanken zwischen Abscheu und Sorge, die Mutter zwischen Frust und Mitleid. Doch dann eskalieren die familiären Konflikte, der Hund wird zum Spaltpilz. Die alten Sehnsüchte des Vaters kehren zurück, er verliert sich in seinen Träumen. Sein von Magengeschwüren begleitetes Dasein als erfolgloser Drehbuchschreiber soll sich endlich ändern. Am liebsten würde er nach Rom und mit einer schönen Signorina auf der Piazza Navona sitzen. Doch jetzt sorgt dieser riesige Hund für neue Katastrophen. Erschienen ist die Wiederentdeckung im MaroVerlag, 215 Seiten, 18 Euro. BRUNNENBAU WASSERAUFBEREITUNG ERDWÄRMESONDEN WASSERHALTUNG VERBAUARBEITEN PFAHLGRÜNDUNG Telefon 0 52 42 / 40 06 02 • Fax 0 52 42 / 40 06 03 „Leckere Gänse zum Fest“ Weihnachts-Gänse I Enten und Puten Jetzt auch frisch geräuchert oder als besondere Idee zu Silvester! Tel. (0 52 42) 3 66 41 Wiedenbrück, Ortsteil St. Vit Vorbestellung wird erbeten. Aus frischer Schlachtung, (bratfertig) zu verkaufen. B.Baumhöver

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