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Das Stadtgespräch Januar 2018

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50 Das Stadtgespräch seit 1998 Telefon: 54822 Holz-Fenster und Haustüren Holz-Alu-Fenster und Haustüren Rollladenarbeiten GmbH & Co. KG 100Jahre Insektenschutzlösungen Sicherheitstechnik Bautischler- und Verglasungsarbeiten Kupferstraße 22a 33378 Rheda-Wiedenbrück Tel. 0 52 42 / 3 69 77 • Fax 3 40 91 www.michels-fenster.de BÜRGERBETEILIGUNG Radverkehrskonzept (Kem) »Nie«, antwortete Olaf Timm, Geschäftsführer der in Münster ansässigen Ingenieurgesellschaft nts, auf die Frage, wann denn die Umsetzung des Radverkehrskonzepts für Rheda- Wiedenbrück abgeschlossen ist. Er bezeichnete es für das Unternehmen für Straßenplanung und Vermessung im Bürgergespräch als ständige Aufgabe, das Radwegenetz sicherer und attraktiver zu machen. Stadtverwaltung und Rat wollen damit das Fahrradfahren fördern. Sie wollen erreichen, dass mehr Menschen das Rad für ihre alltäglichen Fahrten zur Arbeit und Schule beziehungsweise Ausbildung und Einkauf sowie in der Freizeit nutzen. Nicht zuletzt durch die steigende Zahl der E-Bikes wird das Rad auch für Berufspendler interessanter. Rheda-Wiedenbrück startet in diesen Prozess von einem hohen Ausgangsniveau: »Immerhin werden im Stadtgebiet von Rheda-Wiedenbrück bereits jetzt ein Viertel aller Wege (deutschlandweit 10 %) mit dem Fahrrad zurückgelegt«, konzertierte Konzeptersteller Olaf Timm. Die von den Radfahrern zurückgelegte durchschnittliche Strecke liegt bei vier Kilometern. Ziel ist es die Durchschnittsentfernung zu vergrößern. Weitere Stichwörter sind Fahrradstraßen, Fahrradparkplätze und E-Bike-Ladestationen. Engagierte Beiträge kennzeichneten das Bürgergespräch. Maßnahmen Im Fokus steht die Schaffung eines klaren Radwegenetzes durch die Optimierung und den Ausbau des vorhandenen Netzes. Darunter fallen: Schließung der Lücken, Behebung der Schäden sowie baulichen und technischen Mängel. Ferner gehören dazu die Beseitigung hoher Bordsteinabsenkungen, Schaffung einer einheitlichen Radwegebreite von zwei Metern und von 1,85 Meter breiten roten Schutzstreifen sowie die Beseitigung radunfreundlicher Ampelschaltungen wie die Beseitigung umständlicher Anforderungstasten. Priorität haben auch die Gestaltung von sicheren Kreuzungen (z. B. Radfahrschleusen) und Kreisverkehren (z. B. Schutzstreifen am Mini-Kreisverkehr Herzebrocker Straße) sowie die Beseitigung von Unfallschwerpunkten (Zufahrten) etc. (vgl. Stadtgespräch Nr. 540 – November und www.mein rhedawiedenbrück). Resonanz Den Anstoß zu diesem Projekt hatten die Bündnisgrünen mit einem entsprechenden Antrag im Ausschuss für Bauen, Stadtplanung, Umwelt und Verkehr (BSUV) gegeben. Die große Zahl der weit über 50 Anwesenden bei der Bürgerversammlung im Ratssaal dokumentierte das große Interesse an dem Thema. Dieses zeigte sich erstmals schon bei der Bürgerbefragung durch nts im Zuge der Erstellung des Radverkehrskonzepts im Spätsommer 2016: 300 Bürger und 1200 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich an der Radverkehrsbefragung. Herkulesaufgabe Manfred Grote äußerte in der Gesprächsrunde, dass er in dem Radwegekonzept Visionen vermisse. Ratsherr Peter Rentrup sprach die Fahrsicherheit an. Er bezog sich auf den Zustand der Rentruper Straße. Hier sei die Fahrsicherheit katastrophal. Er forderte die Bürger auf die Politik bei der Umsetzung des Radwegekonzepts an die Hand zu nehmen. Die frühere Ratsfrau Barbara Völzke-Weidlich bekannte: »Ich fühle mich mit dem Rad wirklich nicht überall sicher. Ich neige dazu, da zu fahren, wo ich mich sicher fühle«. So empfinden auch andere Radfahrer. Viele in der Diskussion geäußerte Beschwerden machten deutlich, dass sich ein großer Teil der Radfahrer auf einem Bürgersteig sicherer fühlt als direkt auf der Fahrbahn. Andere fahren lieber auf der Straße. Viele Radfahrer bevorzugen einen Radweg. Sie fühlen sich auf einem rot markierten Radstreifen, direkt neben dem Schwerlastverkehr, nicht so sicher (Nordring). Viele empfinden im Kreisverkehr auf einem besonderen Radweg mehr Sicherheit als auf der Straße: Stadtverwaltung und Rat müssen sich aber bei der Führung des Radverkehrs für eine Möglichkeit entscheiden. Olaf Timm wies in diesem Zusammenhang auf die Kluft zwischen gefühlter und tatsächlicher Sicherheit hin. So sei der Schutzstreifen eigentlich »sehr sicher«, gab er zu bedenken. Ein zusätzliches Problem bereitet das Vorhandensein von unterschiedlichen Baulastträgern. Stadt, Kreis und Land würden nicht immer gleiche Ziele in der Verkehrspolitik verfolgen. Diese müssen aber bei der Erreichung eines durchgängigen Radwegekonzepts aneinander angeglichen werden. Herr Hansmeier beklagte beispielsweise, dass die neue, von »Straßen NRW« errichtete Ampel- Anlage in Lintel an der Kreuzung Rietberger Straße, Peitzmeierweg

51 Olaf Timm (r.) war überzeugt, dass Rheda-Wiedenbrück ein zukunftsfähiges Radnetz schaffen kann. bei dem Radverkehr in Richtung Gütersloh für »reines Chaos« sorge. Herr Reckmann beklagte, dass der Kreis jetzt am Ostring die Sicherheit für die Radfahrer (Schülerverkehr) verschlechtert habe. Er bezeichnete den Zustand als »eine Katastrophe«. Zudem dürfe kein Träger für den anderen handeln. Beispielsweise kann die Stadt nicht einfach die Markierungsarbeiten durchführen, wenn die betreffende Straße sich in der Trägerschaft des Kreises oder des Landes befindet. Darüber hinaus sind viele Straßen zu schmal für die Ausweisung eines Hochbord-Radweges oder eines rot markierten Schutzstreifens. Auch sind viele Bürgersteige zu schmal für die Ausweisung eines gemeinsamen Geh- und Radweges (Gütersloher Straße, Höhe Sportplatz). Hier müssen Kompromisslösungen gefunden werden. Bedauerlich ist, dass Grundstückseigentümer sich bei der Führung sicherer Radwege oft quer stellen (Wieksweg, Beckumer Straße in Batenhorst). So unterbleibt leider mancherorts der Bau wichtiger Radwege zur Verminderung der starken Unfallgefahren für Radfahrer. Umdenken Herr Reckmann blickte zurück: Die Stadtverwaltung habe alle 10, 15 Jahre zu einer Besprechung über die Förderung des Radverkehrs eingeladen. Und Manfred Grote erinnerte daran, dass der AdFC immer wieder Anträge zur Verbesserung des Radwegenetzes gestellt habe. Ex-Ratsherr Manfred Hegel beklagte, dass aus der Bürgerschaft Vorschläge zur richtigen Ausschilderung der Radwege gemacht wurden. Entscheidendes geschehen sei aber nicht. Dieter Hans beklagte, dass bei Planungen der Autoverkehr als gesetzt gilt. Stadt und Rat tun immer dann Etwas für die Radfahrer, wenn ohnehin Straßenbaumaßnahmen anstehen. Er forderte ein Umdenken: Ausgangspunkt der Planungen müssen Überlegungen zur Reduzierung des Autoverkehrs sein. Ratsherr Hermann Heller-Jordan resümierte: »Von einer ›Fahrradstadt Rheda-Wiedenbrück‹ sind wir weit entfernt«. Ratsfrau Michaela Koroch forderte die Ortsteile nicht zu vergessen. Trotz vieler Unwägbarkeiten und der vielen erforderlich werdenden baulichen Maßnahmen zeigte sich Olaf Timm überzeugt, »dass wir die Lücken schließen und ein zukunftsfähiges Radwegenetz schaffen können«. Kritik Kein Verständnis äußerte UWG- Chef Dirk Kamin in einer öffentlichen Veranstaltung der Unabhängigen für den Verzicht der Stadtverwaltung, Mittel für die Umsetzung des Radwegekonzepts in dem Haushaltsplan 2018 anzusetzen. Zudem kritisierte er, dass einige überregionale Fahrradwege oftmals unvollständig, falsch und missverständlich und somit irreführend sind. Dirk Kamin: »Das ist keine Werbung für unsere Stadt«. Geschenkideen Hausschuhe Geldbörsen Handtaschen WEIHNACHTEN NACH IHREM GESCHMACK Schuh Witthaut Marktzentrum • Wiedenbrück Der Gourmet-Bräter von Miele macht jedes Weihnachtsessen zu einem Festschmaus – ob zum Braten, Schmoren oder Gratinieren – der Bräter zaubert Ihnen eine erstklassige Gaumenfreude. MIELE GOURMET-BRÄTER MIT DECKEL AB 175,– € STATT 264,– € Wir wünschen Ihnen schon jetzt eine genussvolle Weihnachtszeit sowie ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2018! ab 175,– € statt 264,– € ELEKTRO-HANSMEIER GMBH & CO. KG Tel. 05242 – 90415 Holunderstraße 29a 33378 Rheda-Wiedenbrück www.elektro-hansmeier.de

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