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Das Stadtgespräch Januar 2016

Das Magazin für Rheda-Wiedenbrück

56 Das

56 Das Stadtgespräch Über eine Million Geschenke Y in unserem Shop - 24 Stunden für Sie geöffnet! Y außer den neuen Bildband und Kalender von Rheda-Wiedenbrück, den kauft man lokal! www.buecher-gueth.de Bücher • CDs • DVDs • Spiele • Geschenke Poster • Postkarten • Besorgung vergriffener Titel bücher-güth • Klingelbrink 31 Rheda-Wiedenbrück • Tel: 2304 vorfahrt für die sicherheit der schüler Verkehrsregelung im Schulzentrum an der Fürst-Bentheim-Straße (Kem) Der städtische Fachbereich für Stadtplanung und der BPSV planen für das Schulviertel ein Höchstmaß an Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer auf der Fürst- Bentheim-Straße im Bereich des Schulzentrums. Fachbereichsleiterin Inga Linzel entwickelte dafür drei Bausteine, die aber erst in der Umsetzung aller Bausteine das Optimum erreichen. Im Fokus steht die Führung des Verkehrs im Bereich der Gesamtschule und der geplanten Dreifachturnhalle auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Fürst-Bentheim- Straße. Hier kommt es sowohl durch den Schulan- und Schulabfahrtsverkehr als auch durch die Schülerinnen und Schüler, die die Dreifachturnhalle während der Schulzeit zu querenden Verkehren. Schlussendlich überwiegt in der Variante der temporären Schließung der Fürst-Bentheim- Straße – analog zur Situation im Schulzentrum am Burgweg – der Vorteil der Minimierung der Querungsereignisse. Die sechs Meter breite und zirka 150 Meter lange Umfahrt der Dreifachturnhalle dient der Busnutzung sowie dem Pkw-Verkehr als »Ersatzstraße«. Für die temporäre Schließung des Straßenabschnitts zwischen der Sporthalle und der Gesamtschule während der Schulzeit schlug Linzel den Ratsmitgliedern elektrisch betriebene, versenkbare Poller, bzw. den Einsatz von Schülerlotsen vor. Der Verkehr kann während der Schließung der Straße über die Umfahrt der Dreifachturnhalle fließen. Die Schulbusse können über die Umfahrt den Bereich des Schulzentrums auf einfachem Weg verlassen. Ebenfalls könnten hier die Schüler des Einsteingymnasiums und der Johannisschule ein- und aussteigen. Die Haltestelle für die Gesamtschüler könnte in Höhe der Mensa errichtet werden. Entlang der Umfahrt und auf der Rasenfläche zwischen der Kirche St. Johannis und der Gesamtschule ist die Einrichtung von jeweils 60 Stellplätzen möglich. Bei der letzteren Fläche ist eine Einigung mit der St. Johannis-Gemeinde als Grundstückseigentümer erforderlich. Die Gesamtkosten betragen zirka 1 Mio. Euro. Der BPSV sprach sich für das Verkehrskonzept – aber gegen die Poller aus. Feiern im Abrahams Wir bieten ein außergewöhn liches Ambiente für Ihre Hochzeit, Familienfeier und Betriebsfeste für bis zu 140 Personen. Rufen Sie uns unverbindlich an. Mediterranes Restaurant Di. – So. ab 18:00 Uhr Montags geschlossen – In Rheda direkt am Bahnhof Bahnhofstrasse 4 33378 Rheda-Wiedenbrück – www.lars-abraham.de Tel.: 0 52 42/96 800-80 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, haben seit 20 Jahren einen Ansprechpartner: Wendepunkt. Die Anlauf- und Beratungsstelle hatte jetzt zusammen mit seinen Trägern zum Jubiläum ins Kreishaus Gütersloh geladen. Träger der Beratungsstelle sind der Kreis Gütersloh sowie die Städte Gütersloh und Verl. Jubiläum? Feier? Gratulationen? So richtig freudig zu gratulieren falle ihr angesichts der Ernsthafwendepunkt 20 Jahre Beratung bei sexualisierter Gewalt tigkeit des Themas schwer, gerade angesichts steigender Fallzahlen, räumte Kreisdirektorin Susanne Koch ein. Im Jahr 2001 lag die Zahl noch bei 128, im vergangenen Jahr bei 232. Diese Entwicklung spiegelt jedoch nicht nur mehr Fälle an sexualisierter Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen wieder, sie ist – so eigenartig es klingen mag – auch ein Verdienst des Wendepunktes: Es trauen sich mehr Mädchen und vor allem auch mehr Jungen über das zu

57 sprechen, was ihnen passiert ist. Gabriele Dankert-Dolata, Ulrike Wehmeier-Pilarski, Anne Nacke und Siegfried Gebert sind das Team des Wendepunkts. Es berät Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene persönlich und telefonisch. Seine Mitarbeiter helfen den jungen Menschen und begleiten sie mitunter bis zum Gerichtsverfahren, wenn die Täter angeklagt werden. Sie arbeiten aber auch präventiv, klären auf, wie man sich schützt und schulen entsprechende Multiplikatoren. Zudem beraten sie Bezugspersonen, Fachkräfte, Angehörige – um den Wendepunkt ist ein Netzwerk entstanden. Die Kreisdirektorin erinnerte daran, dass es sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe handelt: »Die Verantwortung für den Schutz der Kinder liegt bei uns Erwachsenen.« Die Prävention stand im Mittelpunkt des Festvortrags von Gisela Braun. Die Fachreferentin bei der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS), Landesstelle Nordrhein-Westfalen in Köln, hatte ihren Vortrag mit »Grenzen wahrnehmen, achten, schützen« betitelt. Grenzen von Kindern zu erkennen, sei manchmal schwer (V.l.) Ulrike Wehmeier-Pilarski (Wendepunkt), Gisela Braun (ASJ), Birgit Rohde (Leiterin Abteilung Jugend, Familie und Sozialer Dienst Kreis Gütersloh), Bürgermeister Henning Schulz (Gütersloh), Gisbert Brauckmann (stv. Leiter Abteilung Jugend, Familie und Sozialer Dienst Kreis Gütersloh), Siegfried Gebert (Wendpunkt), Patrick Bullermann (Jugendamtsleiter Stadt Verl), Heribert Schönauer (Erster Beigeordneter Stadt Verl), Gabriele Dankert-Dolata (Wendepunkt), Kreisdirektorin Susanne Koch und Anne Nacke (Wendepunkt). erläuterte sie an Beispielen. Nur weil fünf Kinder im Schwimmunterricht unter den Beinen der Lehrerin durchtauchen, muss es für das sechste Kind nicht automatisch eine Selbstverständlichkeit sein. Jedes Kind ziehe seine eigenen Grenzen. Sie plädierte zudem für einen ebenso sensiblen Sprachgebrauch: Opfer, so Braun, sei nicht das richtige Wort. Besser sei es, von Betroffenen zu sprechen. »Wir müssen auf den Menschen schauen, nicht nur auf dieses eine Erlebnis, dass sich wie ein Schatten auf das Leben legt.« Die Beratungen sind kostenlos, erfolgen auf Wunsch auch anonym und außerhalb der Beratungsstelle. Beratungsgespräche erfolgen in der Regel nach Terminvereinbarung. Telefonisch ist das Team des Wendepunkts unter folgenden Nummern zu erreichen: Siegfried Gebert 05241/82-2199, Gabriele Dankert-Dolata 05241/82- 2115, Ulrike Wehmeier-Pilarski 05241/82-2137 und Anne Nacke 05241/82-3564.

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