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Das Stadtgespräch Januar 2016

Das Magazin für Rheda-Wiedenbrück

36 Das

36 Das Stadtgespräch Wolfgang Korn beim Lesetag inmitten der Schülerinnen und Schüler des Ratsgymnasiums. AUTORENBEGEGNUNG Lesetag am Ratsgymnasium (Kem) »Lesen bildet« – diese Erkenntnis ist nicht neu, aber gleichwohl nur ein Teil der Wahrheit, denn Lesen macht auch Spaß. Beides vermittelte in diesem Jahr der Autor Wolfgang Korn mit seinem hochaktuellen Sachbuch »Die Weltreise einer Fleeceweste«. Es setzt sich kritisch mit der internationalen Textilproduktion auseinander. Der Autor begeisterte die Schülerinnen und Schüler mit einer kurzweiligen Buchpräsentation. Er beantwortete gerne ihre Fragen zu seiner Person und Arbeitsweise und erklärte ihnen, wie und warum das vorgestellte Buch entstanden ist. Das Ratsgymnasium weckte damit erstmals mit einem aktuellen Sachbuch die Neugier auf alles, was Buchs- staben hat. In den vergangenen Jahren bot das Ratsgymnasium immer Spannendes an, um damit auf die Bedeutung der Lese- und Schreibkompetenz sowie Sprachfähigkeit hinzuweisen, erklärte uns die für die Leseförderung am Ratsgymnasium zuständige Deutschlehrerin Susanne Hoppe. Durch die persönliche Begegnung mit dem Verfasser und die ansprechende Präsentation erfahren die Mädchen und Jungen wertvolle Impulse für ihr persönliches Leseund Schreibverhalten. Das Angebot richtet sich an die Klassen der Jahrgangsstufe 6. Es ist ein fester Baustein in einem Gesamtkonzept, zu dem beispielweise auch die Teilnahme an einem Vorlesewettbewerb und einem Nachmittag in der Stadtbibliothek gehören. Die Autorenbegegnung wird zum Teil über die eigenen Mittel der Schule sowie zum anderen Teil über den Friedrich-Bödecker-Kreis NRW finanziert. RAD, ROLLER & CO. Klimafreundliche Mobilität an Grundschulen und Kitas Kinder, die schon früh zu Fuß, per Laufrad, Roller oder Rad unterwegs sind, entwickeln zahlreiche Fähigkeiten wie Balance, Motorik und Koordination. Zum Thema klimafreundliche Mobilität hat Klimaschutzmanager Hans Fenkl nun den Flyer »Rad, Roller und Co. – Fitness für Kopf und Beine« mit Informationen für Eltern an Grundschulen und Kitas verteilt. »Der Flyer soll dazu beitragen, sich frühzeitig mit der Thematik auseinanderzusetzen, um eine gewisse Selbständigkeit so früh wie möglich in den Alltag von Kindern zu integrieren«, erklärt Hans Fenkl. Darüber hinaus hat die Nutzung von Fahrrad, Roller und Co. auch positive Auswirkungen für den Klimaschutz«, so Hans Fenkl. Der Flyer liefert Eltern gute Argumente und Tipps, um auf das Elterntaxi zu verzichten. Weitere Infos: Klimaschutzmanager Hans Fenkl, Ruf 05242 963 301 oder E-Mail hans.fenkl@ gt-net.de ENERGIETIPP Heizen und Lüften im Einklang Rund 87 Prozent der Energie in einem Haushalt werden zum Heizen benötigt. Mit ein paar Tipps lassen sich auch im Winter die eine oder andere Kilowattstunde einsparen. Wichtig sind vor allem die richtige Lüftung sowie die Verhinderung einer zu starken Auskühlung der Räume. »Dauerhaft gekippte Fenster bei aufgedrehter Heizung sind beispielweise reinste Energieverschwendung«, erklärt Klimaschutzmanager Hans Fenkl. An kalten Tagen gar nicht zu lüften ist allerdings auch keine Lösung. »Gerade in der kalten Jahreszeit haben viele ältere Häuser mit feuchten Wänden und Schimmelbildung in den Raumecken zu kämpfen«, berichtet Hans Fenkl. »Deshalb ist es wichtig, durch gezieltes Stoßlüften die Luft in den Räumen auszutauschen«. Wenn nicht gelüftet wird, kann es passieren, dass Feuchtigkeit in kälteren Zimmerecken oder an Wärmebrücken an Fenstern kondensiert. An diesen feuchten Ecken kann sich dann sehr schnell Schimmel bilden. Hans Fenkls Tipp: »Am besten lüften Sie mehrmals kurz am Tag und öffnen dabei so viele Fenster wie möglich sowie die Innentüren. In Bad und Küche sollten Sie am besten direkt nach der Benutzung lüften. Dabei sollten Sie nicht vergessen die Heizung herunterzudrehen«. Bei Absenkung der Raumtemperatur um ein Grad Celsius werden bereits rund sechs Prozent Energie gespart. Die Temperatur in nicht genutzten Räumen beispielsweise sollte nicht unter 16 Grad Celsius sinken, da sonst die Gefahr besteht, dass sich die Feuchtigkeit an den Wänden niederschlägt. Bei weiteren Fragen zum Thema Energie oder Klimaschutz steht Hans Fenkl telefonisch unter 05242 963 301 oder per E-Mail unter hans.fenkl@rh-wd.de zur Verfügung.

37 (V. l.) Untere Reihe: Bürgermeister Theo Mettenborg, Gesamtschullehrerin Barbara Schiffmann, die Schüler Albert, Joshua, Oskar und Jannis sowie Umweltberaterin Dorothee Kohlen. Obere Reihe: Die Vertreter der Schulen; Uli Schwieder, Gabriel Ipek, Petra Brinkmann, Frank Rückert, Herbert Junker, Cornelia Rückert, Friedhelm Westernströer, Anatoli Koller, Richard Bara, Bettina Baron vom e&u energiebüro sowie Klimaschutzmanager Hans Fenkl »ENERGIESPAREN MACHT SCHULE« Urkundenübergabe Auf der Suche nach Energieverschwendern und Energiesparern waren Schülerinnen und Schüler von 15 Rheda-Wiedenbrücker Schulen im Rahmen des Projekts »Energiesparen macht Schule«. Ergebnis: Im Vergleich zum Vorjahr konnten rund 10 Prozent der Heizenergie, zwei Prozent des Stromverbrauchs und insgesamt fünf Prozent der Energiekosten eingespart werden. Bürgermeister Theo Mettenborg würdigte das Engagement der Schulen und übergab deren Vertretern Urkunden und Geldprämien. »Dieses Projekt hat eine wichtige Bedeutung für uns und die Stadt. In den 15 Jahren des Bestehens konnte jede Menge Energie eingespart und das Bewusstsein für das Thema Energiesparen gestärkt werden. Ich wünsche mir, dass das so bleibt«, lobte Theo Mettenborg. Anschließend stellte Bettina Baron vom projektbegleitenden e&u energiebüro aus Bielefeld die Ergebnisse vor und erläuterte, dass dem pädagogischen Aspekt im Laufe der Jahre mehr und mehr Bedeutung zugekommen ist. »In den ersten Jahren lagen die Schwerpunkte vor allem in der Suche nach Stromfressern«, sagte sie. »Mittlerweile geht es darum, die Ergebnisse zu halten – was genauso wichtig ist.« Insgesamt können jährlich 10.000 Euro ausgeschüttet werden. »Die Schulen kommen dieses Mal auf insgesamt 6.129 Euro, 4.020 Euro entfallen auf den verbrauchsbezogenen Anteil, 2.109 Euro auf den pädagogischen Bereich«, zählte die Diplom-Biologin auf. Startschuss zur Routeninspektion der Radroute Historische Stadtkerne: (v. l.) ADFC- Inspektorin Ulrike Wellige, Gerlinde Sextro, Steinfurt, und pro-t-in-Geschäftsführerin Claudia Averbeck RADROUTE HISTORISCHE STADTKERNE Drei neue Ziele Die seit 2002 bestehende »Radroute Historische Stadtkerne« wurde auf rund 400 km erweitert. Sie verband bisher die Städte Steinfurt, Tecklenburg, Rietberg, Rheda-Wiedenbrück, Werne und Warendorf. Mit Lippstadt, Werl und Soest kommen ab 2016 drei weitere historische Stadtkerne hinzu. In acht Tagen befuhr Routeninspektorin Ulrike Wellige die gesamte Strecke, um sie zu prüfen: Breite, Oberfläche, Sicherheit – die Inspektorin des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) nimmt alle Aspekte der Wegequalität genau unter die Lupe, um eine Bewertung mit Sternen treffen zu können. Gerlinde Sextro, Denkmalpflegerin der Stadt Steinfurt, und Claudia Averbeck, Geschäftsführerin der Projektbüro pro-t-in GmbH, begleiteten ihren Start vor dem Steinfurter Schloss. »Drei Sterne wären toll«, sagte Gerlinde Sextro, die um den hohen Anspruch des ADFC weiß. Nur eine Handvoll Routen bundesweit darf sich mit den begehrten fünf Sternen schmücken.

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