Aufrufe
vor 5 Jahren

Das Stadtgespräch Januar 2016

Das Magazin für Rheda-Wiedenbrück

20 Das

20 Das Stadtgespräch Der passionierte Modelleisenbahner Klaus Bartscher baut alle Details seiner Anlage selber. EISENBAHNTRÄUME IN SPUR 0 Eine coole Modelleisenbahn-Anlage entführt in die 1960er Jahre (Kem) Klaus Bartscher ist ein begeisterter Modellbahner. Er begann vor sechs Jahren, eine fantastische Modelleisenbahn- Anlage in der Spur 0 zu bauen. Diese Modellbahn-Spurgröße hat es ihm angetan. Mit einem Maßstab von 1:45 ist sie genau richtig dimensioniert, um die Modell- Bahn sowie die dazugehörigen Stadt- und Landschaftsbilder optimal darzustellen. Die gängige HO-Spur hat einen Maßstab von 1:87. Die von ihm geschaffene Anlage spiegelt die Eisenbahn-Welt der 1950er, 1960er Jahre wider. Sie ist sehr vielfältig: Es fuhren zum einen noch die alten Dampflokomotiven, aber auch schon die neuen Diesel-Loks und elektrisch angetriebenen Züge. Entsprechend gehören zu den Prachtstücken des Modellbahnbauers die amerikanische F 7 und die deutsche Rangierlok V 20. Weitere Besonderheiten dieser Anlage sind die hochdetaillierte Umsetzung und auch die historisch akkurate Gestaltung: Die Stadt- und Landschaftsbilder sowie die Anlagen des Bahnhofs und die Autos auf den dargestellten Straßen wirken authentisch. Alle Gebäude und Bauten strahlen den Geist dieser Zeit bis in das kleinste Detail aus – so als wären sie schon 50, 60 Jahre alt. Es passt wirklich alles. Er hat die Landschaft der Anlage und ihre Gebäude aus den ihm verfügbaren Materialien, beispielsweise Holz, Gips, Styropor, geschaffen. Alles, was auf seiner Anlage zu sehen ist, sind einzigartige Unikate, von ihm selber erstellt. Seine Anlage ist 9 x 6 m groß. Er verlegte Gleise mit einer Gesamtlänge von 80 m und 25 Weichen. Er schätzt, dass er noch drei Jahre benötigt, bis er die Anlage ganz fertig gestellt hat. Er mietete dafür eigens einen großen Raum an der Fürst-Bentheim-Straße an. Schon jetzt ist die Anlage einen Besuch wert. Freunden und Bekannten zeigt er sie gerne. Dabei kann man alles aus nächster Nähe ansehen: Die alten Loks, die Wagen, die Gleisanlagen, den Bahnhof. Zu jedem Teil kann er etwas erzählen. Schließlich hat er jedes Stück selber geschaffen. Einige Landschaftsbereiche und den größten Teil des Bahnhofs hat er schon ganz fertig gestellt. Die geplanten Gleisanlagen liegen schon komplett. So oft die Möglichkeit besteht, betritt er sein Modelleisenbahnreich – mindestens aber zwei-, dreimal in der Woche. Er baut dann immer weitere Details. Manche Dinge dauern mehrere Tage, ehe sie fertig sind. Die große Ovalanlage ist ideal für

21 Eine Besonderheit der Modelleisenbahn-Anlage ist die historisch akkurate Gestaltung. rollende Züge. Auf den Bahnhofssegmenten kann viel rangiert werden. Noch nimmt er dafür einen Regler in die Hände. Sein Ziel aber ist die Digitalisierung. Dann steuert er alle Abläufe per Fernbedienung. Gegenüber der analogen Technik bringt das große Vorteile mit sich. Es entfällt das Verlegen von viele hundert Meter langen Kabelsträngen und komplizierten Kabelbäumen. Stattdessen erhalten u. a. die Lokomotiven und ebenso die Weichen elektronische Dekoder. Teile der Strecke sind schon begrünt, Im Endzustand sollen 400 selber geformte Bäume die Höhenzüge der Anlage bedecken, deren Schmuckstück eine Nachbildung des Hermanns-Denkmals ist. Klaus Bartscher baute die erste Modellbahnanlage, als er 12 Jahre alt war. Auch als junger Erwachsener blieb er dem Hobby des Modelleisenbahnbaus verbunden. In Gütersloh war er Mitbegründer und für einige Jahre Vorsitzender des Modellbahnclubs. Sechs Jahre wirkte er bei der Dampfzugbetriebsgemeinschaft Münster-Beckum-Lippstadt mit. Nach der Verrentung – er war 63 Jahre alt – führte er seinen Jugendtraum weiter und machte sich an den Bau der Spur-Null- Anlage. Ein großer Teil der Bahnstrecken ist schon begrünt. SCHÜRENSTR. 1, SASSENBERG, TEL. 02583 / 22 66 BERLINER STR. 17, RHEDA-WIEDENBRÜCK, TEL. 05242 / 4 31 01

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

© 2020 lokalpioniere
Impressum / Datenschutz