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Das Stadtgespräch für Rheda-Wiedenbrück Ausgabe März 2020

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SolvisBen der Besserkessel: Mehr Heizung für’s Geld! Generationsübergreifend & Zukunftssicher! www.solvisben.de Schuh Witthaut Marktzentrum • Wiedenbrück 1 An Kitas und Schulen wird man nun einen Blick in das gelbe Nachweis-Heft werfen. Ausnahme Schulpflicht Eine Ausnahme gilt für Menschen, die einer gesetzlichen Schuloder Unterbringungspflicht unterliegen. Das bedeutet, da in Deutschland Schulpflicht herrscht, können Kinder ohne Masern-Impfung nicht einfach vom Unterricht ausgeschlossen werden. Hierin liegt auch die Crux, wie der Berliner Tagesspiegel bereits kurz nach Verabschiedung des Gesetzes recherchierte (20.7.19 auf www.tagesspiegel.de). »Ein Ausschluss vom Besuch der Schule kann bei schulpflichtigen Personen nicht ausgesprochen werden«, hieß es damals von Seiten des Gesundheitsministerium auf Nachfrage der Zeitung. Auch dann nicht, wenn keine Masernimpfung nachgewiesen werden könne. Eine Zwangsimpfung komme in keinem Fall in Betracht, so der Bericht weiter. Hier setzt man vielmehr auf ausführliche Beratung der Eltern durch die Gesundheitsämter und im äußersten Fall kann ein Bußgeld von 2500 Euro verhängt werden – wohl auch mehrmals. Masern Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten beim Menschen überhaupt. Sie werden in der Regel durch das Einatmen infektiöser Tröpfchen oder seltener aerogen über Tröpfchenkerne (Sprechen, Husten, Niesen) sowie durch Kontakt mit infektiösen Sekreten aus Nase oder Rachen übertragen. Masern-Viren wurden noch nach zwei Stunden in der Luft eines Raumes nachgewiesen, in dem sich ein Erkrankter aufgehalten hatte. Ein direkter Kontakt ist also nicht für die Übertragung erforderlich. Infolge des hohen Kontagiositäts- und Manifestationsindex erkranken faktisch alle nicht-immunen Menschen nachdem sie dem Virus ausgesetzt waren. Die höchste Ansteckungsgefahr besteht bereits in der Vorphase mit unspezifischen Symptomen, wie Fieber, Schnupfen, Husten oder Bindehautentzündung. Der charakteristische Hautausschlag entsteht erst am zweiten bis vierten Tag. Nach überwundener Erkrankung hinterlässt die Infektion in der Regel eine lebenslange Immunität. Masern rufen nach der Infektion für zwölf Monate oder länger eine Einschränkung der Funktion des Immunsystems hervor, die für andere Infektionskrankheiten anfällig macht. (Quelle: Robert-Koch-Institut, www.rki.de) 46 Das Stadtgespräch

1 Der verrohrte Kleigraben ist ideal für einen Fuß- und Radweg. Der frühere Ortsheimatpfleger Christoph Beilmann Cspricht für eine große Mehrheit. Christoph Beilmann appelliert an die Vernunft Schildbürgerstreich am Kleigraben Anwohner nördlich des Ostrings und östlich der Bielefelder Straße plädieren für den Ausbau des Rad- und Fußweges auf dem verrohrten Kleigraben. Nur zwei, drei Anlieger des Kleigrabens sträuben sich bis heute dagegen. Ihr Protest reichte zum Verwerfen dieses Projekts durch Stadtverwaltung und Bau-, Stadtplanungs-, Umwelt- und Verkehrsausschuss (BSUV) im September 2016. Vor der Kommunalwahl 2014 hatte sich der BSUV noch wortstark für den Fuß- und Radweg eingesetzt. Ohne den Weg gleicht die Verrohrung einem Schildbürgerstreich. Die Befürworter des Fuß- und Radweges wollen sich mit der durch den BSUV geschaffenen Situation aber nicht abfinden. Das geht aus einem Appell des früheren Ortsheimatpflegers Christoph Beilmann hervor. »Wenn ein Objekt wie ›die Verrohrung des Kleigrabens einschließlich der Einrichtung eines Regenrückhaltebeckens (Hochwasserschutz)‹ schon über eine Millionen € an Steuergeldern kostet, hat der Bürger dann nicht auch das Recht, sich für eine bessere und sichere Anbindung durch eben diesen ›Rad- und Fußweg‹ einzusetzen«, wendet er sich an die Öffentlichkeit. Der Fuß- und Radweg »wäre eine optimale Netzergänzung zwischen Rietberger Straße, Ostring, Varenseller Straße und Bielefelder Straße«, wirbt er für das Projekt. Nach der Ausweisung des Baugebiets »Varenseller- und Kernekampstraße« gewinnt es an Aktualität. Seine Vorzüge: sicherer Schulweg zu den Bushaltestellen am Combi sowie ein problemloseres Erreichen des Schul- und Sportgeländes an der ehemaligen Burg. Verbesserung der Mobilität der Älteren für den Einkauf in den Märkten an der Bielefelder Straße. Schaffung einer gefahrlosen Verbindung in den Flora Westfalica-Park und seine Einrichtungen (Spielerei, Skaterpark). Zudem würde dem Ansinnen einer fahrradfreundlichen Stadt entsprochen. Christoph Beilmann fragt die wenigen Gegner eines Fuß- und Radweges: »Ist es denn wirklich so schlimm, wenn dieser ›Kleigraben‹ als Fuß- und Radweg genutzt würde«? Er verweist auf die Erfahrungen der Anwohner an den Bahnradwegen, die vorab gegen den Bau protestierten: »Fragt sie mal im Nachhinein! War es wirklich so schlimm«? Vielleicht führt ja der Appell des früheren Ortsheimatpflegers zu einem Umdenken bei den Gegnern des Projekts, so seine Hoffnung. Raimund Kemper Das Stadtgespräch 47

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