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Das Stadtgespräch Februar 2019

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20 Das Stadtgespräch I.D. Amelie Fürstin zu Bentheim-Tecklenburg sowie Jochen Sänger bei der Protestkundgebung vor dem historischen Rathaus von Rheda. VOR 50 JAHREN – TEIL 2 10 Jahre Streit um den Stadtnamen Rheda-Wiedenbrück MIT SICHERHEIT SICHER! WIR SIND MITGLIED IM NETZWERK „ZUHAUSE SICHER“ WIR LEBEN SICHERHEIT Geben Sie Einbrechern keine Chance! GmbH & Co. KG Haustüren | Fenster | Rollladen | Vordächer | Überdachungen Ihr Partner, wenn es um Ihre Renovierung geht. Lindenstraße 55a 33378 Rheda-Wiedenbrück Telefon: 0 52 42 – 40 68 45 0 Öffnungszeiten: nach telefonischer Terminvereinbarung www.korfmacher-fenster.de info@korfmacher-fenster.de Für die selbständigen historischen Städte Rheda und Wiedenbrück war schon aufgrund ihrer geographischen Nähe vorprogammiert, dass es durch die kommunale Neugliederung des Landes NRW zu einer Vereinigung kommen musste. Diese Betrachtungsweise wurde von breiten Kreisen der Bevölkerung akzeptiert. Die Parteien sahen keinen Grund, sich der Entwicklung glaubhaft entgegenzustellen. Die Rhedaer Bürger und die SPD im Rat der Stadt Rheda sahen die Entwicklung jedoch eher skeptisch. Sie hatten die Historie im Kopf und den unterschiedlichen Entwicklungsstand der beiden Städte. In Wiedenbrück wurden beispielsweise Ende der 1960er Jahre die Abwässer noch im Kernbereich zu fast 100 % ungeklärt in die Ems geleitet. Der Rat der Stadt Rheda lehnte die Zusammenlegung konsequent ab. Aber letztlich wurde auch hier – wie schon in Wiedenbrück – die Entscheidung des Gesetzgebers akzeptiert. Vom Rat getragene Bürgeraktionen gegen die Neugliederung wie beispielsweise in Wattenscheid oder Aschendorf wurden nicht in Erwägung gezogen. Es sei aber angemerkt, dass Aschendorf seine Selbstständigkeit nach langen gerichtlichen Verfahren wiedererlangte. Auch gegen den vorgesehenen Namen »Wiedenbrück-Rheda« für die neue Doppelstadt gab es keine ernsthaften Bürgeraktionen – weder in Rheda noch in Wiedenbrück. Als jedoch der vom Landtag am 26. 11. 1969 ratifizierte Gesetzentwurf zur Neugliederung den Namen »Rheda-Wiedenbrück« festlegte, regte sich in Wiedenbrück Widerstand. Die damalige CDU-Fraktion griff offensichtlich diese Entwicklung ein Jahr nach der vom Landtag beschlossenen Zusammenlegung von Rheda und Wiedenbrück auf. Sie machte sich in einem Antrag im Stadtrat stark für den Wegfall von »Rheda« in dem Namen für die neue Gesamtstadt. Selbst die aus Rheda kommenden CDU- Ratsvertreter unterstützten diesen Vorstoß. Klar, dass diese Initiative in Rheda auf massiven Widerstand stieß. Heiße Tage in Rheda »Es lässt sich nicht leugnen, die Bürger von Rheda sind ganz schön sauer. Selbst strömender Regen hinderte sie am Abend des 12. November 1970 nicht daran, Pechfackeln und Transparente schwingend vor ihrem Rathaus zu demonstrieren. Kaum war der alte Ärger über die Zusammenlegung ihrer Stadt mit der Kreisstadt Wiedenbrück ein wenig verdaut, da erfuhren sie die Hiobsbotschaft, dass ihr guter alter Name ›Rheda‹ durch einen Ratsbeschluss aus

21 Quelle der Fotos: Archiv Sänger Über 3000 Menschen demonstrierten für Rheda im Stadtnamen. dem Stadtnamen ausgelöscht« werden soll, berichtete die Sprecherin des WDR am 13. November 1970 über den heftig entbrannten Namensstreit in Rheda-Wiedenbrück. Tondokument, Archiv Sänger Kundgebung Über 3000 Menschen hatten sich vor dem historischen Rathaus von Rheda versammelt. Sie waren kampfbereit. Ihr Schlachtruf: »Ah oh eh – Rheda ist okay!«. Jochen Sänger begrüßte die Teilnehmer provozierend mit »Liebe Wiedenbrücker Bürger«. Ein minutenlanges Pfeifkonzert war die Antwort. Durch anhaltende, laute Beifallsbekundungen hieß die protestierende Menge die verlesene Resolution zur Beibehaltung des Doppelnamens »Rheda-Wiedenbrück« gut. Die Bürger baten darin das Landeskabinett, dem Beschluss des Rates nicht Folge zu leisten. Laut § 10 der Gemeindeordnung wird die Änderung des Namens einer Kommune nämlich rechtlich wirksam nur durch einen entsprechenden Beschluss der Landesregierung. I.D. Amelie Fürstin zu Bentheim- Tecklenburg freute sich in ihrer Ansprache auf der Rathaustreppe über die von den Teilnehmern demonstrierte Heimatliebe und ihren ehrlichen Einsatz für den al- Für uns zählen Deine inneren Werte! Wir Messen: •Deine Trainingserfolge •Deine Körperzusammensetzung •Deine Fitness •Deinen Ernährungszustand •Deine Gesundheitsrisiken Exakte Erfassung Deines Visceralemfettanteils (Bauch-Fett) JETZT ANRUFEN UND TERMIN VEREINBAREN! Tel.: 05242 / 5 79 18 70 Der ausführliche Ergebnisbogen zeigt u.a. Deinen Muskelaufbau in Armen, Beinen und im Rumpf. Die Analyse deckt Gesundheitsrisiken frühzeitig auf, die u.a. zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ II führen können. Der Muskel-Fettanteil und deren Verteilung in Deinem Körper geben zusammen mit der Fitnessbewertung Auskunft darüber, wie fit Du wirklich bist. Wir helfen Dir mit einem gezielten Trainingsprogramm diesen Gefahren vorzubeugen. Pilgerpatt 5 | 33378 Rheda-Wiedenbrück | Telefon 05242 / 57918 70 | www.xtrafitline.de

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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