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Das Stadtgespräch Februar 2018

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32 Das

32 Das Stadtgespräch ihnen zusätzlich ein unverwüstlicher Unimog vom Zivilschutz zur Verfügung. Und statt eines Feuerwehrgerätehauses mit allem Zipp und Zapp standen ihnen lediglich zwei Garagen als Feuerwehr-Domizil zur Verfügung. Erst später kamen Toiletten und ein Waschraum dazu. Für einen Spind war zunächst kein Platz. Die Feuerwehrleute nahmen das Zeug für die Einsätze und Übungen mit nach Hause. Die bescheidene Ausrüstung in den ersten Dienstjahren tat ihrer Begeisterung für den Feuerwehrdienst keinen Abbruch. Es machte sie einfach zufrieden, ihren Mitbürgern helfen zu können. Und außerdem schätzten sie immer das kameradschaftliche Miteinander der Männer im blauen Rock. Von so mancher sehr ernsten und auch lustigen Anekdote können sie berichten. Auf der Jahreshauptversammlung des Löschzugs wurden sie jetzt mit einer Ehrenurkunde und einer Ehrennadel in Gold geehrt – ebenso Jochen Johanntokrax für eine 25-jährige Zugehörigkeit zum Löschzug St. Vit. Es wurden befördert: Sophie Tönsfeuerborn (Feuerwehrfrau), Christoph Sandhäger, Lukas Gödecke (Feuerwehrmann), Thorsten Jackwert, Juliano Israel, Marc Loeser (Oberfeuerwehrmann), Andre Meyer, Alexander Jackwert (Unterbrandmeister) und Tobias Meyer (Brandmeister). Es gratulierten Bürgermeister Theo Mettenborg, Feuerwehrleiter Ulrich Strecker sowie die Löschzugführer Martin Frankrone und Germann Gödde. RAT STÄRKT DIE PERIPHERIE Keine Rezepte für die Innenstädte Der Stadtrat hat das Einzelhandelskonzept am 18.12.2017 mit großer Mehrheit beschlossen. Der Bürgermeister schreibt hierzu im Neujahrsgruß: »Damit ergibt sich die Chance, stimmig wertige Einzelhandelsangebote, sinnvolle Infrastrukturverbesserungen sowie die Schaffung von Wohnraum städtebaulich und architektonisch gelungen miteinander abzuwägen«. Im Detail Kolpingstraße Für das Fachmarktzentrum sind keine Billig-Anbieter erwünscht. Der Stadtrat erwartet für den 2,7 ha großen Bereich auf Antrag der CDU-Fraktion eine hohe städtebauliche Qualität. Der Gestaltungsbeirat ist einzubinden. Der Investor soll die Kosten u. a. für notwendige verkehrliche Änderungen und Lärmschutz-Maßnahmen übernehmen. Ein weiteres Verkehrsgutachten für den Bereich Pixeler Straße/Wilhelmstraße ist in Auftrag zu geben. Zudem ist die Anbindung der Kolpingstraße zur Innenstadt vor der Umsetzung des Projekts festzulegen. Der Investor muss langfristige Mietverträge der potentiellen und wertigen Mieter nachweisen und das Pflichtenheft des Gutachters umsetzen. Als Alternativen zu einem Fachmarktzentrum bleiben zwei denkbare Varianten im Blick: Ansiedlung eines Nahversorgers und Wohnungsbau oder ausschließlich Wohnungsbau. Südliches Wonnemann-Gelände (frei geräumtes Areal) Für dieses 14.181 qm große Gelände ist die Entwicklung des Nahversorgerstandorts »Wonnemann« unter Einbindung des Gestaltungsbeirats geplant. Auf Antrag der CDU-Fraktion wurde der geplante Vollsortimenter auf 2900 qm begrenzt. Aktivitäten außerhalb des Konzepts Nördliches Wonnemann-Gelände (überbauter Bereich) Die Stadt möchte für diesen 11.236 qm großen Bereich eine gewerbliche und eine Wohnnutzung. Der Investor strebt eine Nutzung für den Einzelhandel an. Die Stadtverwaltung und der Stadtrat versuchten dieses Begehren mit einer Veränderungssperre zu verhindern. Die Sperre wurde für diesen Bereich (Bebauungsplan Nr. 349) erstmalig am 2.7.2012 erlassen. Am 19.5.2014 wurde sie verlängert. Am 7.2.2017 wurde sie außer Vollzug gesetzt, als der Investor erfolgreich gegen den Weiterbestand der Veränderungssperre klagte. Derzeit klagt er auf eine Baugenehmigung für Einzelhandelstätigkeiten. Flächen zwischen früherem Combi-Markt und Dänischem Bettenlager (Hauptstraße) Dieser insgesamt 9.296 qm große Bereich wird als Einzelhandelsstandort komplett aufgegeben. Dadurch fallen rund 5.000 qm Verkaufsflächen weg. Es ist ein städtebaulich-architektonischer Wettbewerb für dieses Areal mit

33 den Nutzungen Wohnen und Dienstleistungen geplant. Kreisverkehr Für die Schaffung des Kreisverkehrs Nordring/Hauptstraße (Wonnemann-Kreisel) will die Stadtverwaltung den erforderlichen Grund im Bereich des südlichen Wonnemann-Geländes und des früheren Combi-Areals sichern. Max Bahr Hierfür liegt eine Bauvoranfrage des Investors vor. Dieser plant dort einen Vollsortimenter mit ca. 4000 m² Nutzfläche sowie einen Drogerie- und einen Discountmarkt. Bis Mitte Mai 2018 besteht für diesen Bereich noch eine Veränderungssperre. Ehemaliges Thiel-Gelände (Ostring/Bielefelder Straße) Für die Fläche ehemals »VW-Thiel« an der Bielefelder Straße beträgt die gewünschte Verkaufsfläche 1495 m² für einen zusätzlichen Lidl-Markt. Das Planverfahren läuft. Die frühzeitige Trägerbeteiligung lief bis zum 20.12.2017. Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgte am 16.1.2018. Parallel dazu wurde die landesplanerische Anfrage bei der Bezirksregierung gestellt. Eine Aussage zum möglichen Baubeginn kann erst nach der Antwort getroffen werden. Netto-Markt (Ostring/Triftstr.) Der Netto-Markt soll durch einen Neubau im Bereich der Gewächshäuser erweitert werden. Ein Backshop-Café soll ihn ergänzen. Für die Realisierung wird ein Bebauungsplan erstellt. Keine Stärkung der Zentren Das Kalkül der Handelnden im Rat und in der Stadtverwaltung mit dem Einzelhandelskonzept den beiden Innenstädten nachhaltig Kundenströme zuzuführen wird nicht in Erfüllung gehen: Die favorisierten Projekte an der Kolpingstraße und Hauptstraße/ Ecke Westring fördern primär die Peripherie. Das gilt gleichfalls für die über das Einzelhandelskonzept hinaus gehenden Initiativen an der Hauptstraße und der Bielefelder Straße/Ostring. Die nachhaltige Stärkung der Kundenströme durch direkte Investitionen in den Innenstädten bleibt damit eine Forderung. Konzepte gibt es nicht – weder für das Gebiet Wichernstraße/Beckerpassage noch für den von dem früheren Baudezernent Wolfgang Hillemeyer schon vor bald 30 Jahren angesprochenen Vorschlag für den Bereich Großer Wall/Bahnhofstraße. Die Entscheidungsträger winken schon in informellen Gesprächen ab – beispielsweise: Der Erwerb der nicht städtischen Flächen sei zu teuer. Die Vorgeschichte der Stadthalle zeigt aber beispielhaft, dass eine langfristige Immobilienpolitik ein Projekt befördert. Zudem muss für die Schanze trotz aller Schwierigkeiten wegen der verschiedenen Besitzverhältnisse eine Nutzung als Synergiebringer für die Innenstadt Wiedenbrück Einzelhandelskonzept – Lösung für die Innenstädte? erarbeitet werden. Das nachfolgende Interview mit Bürgermeister Theo Mettenborg macht keine Hoffnung auf Initiativen zur entscheidenden Stärkung der Kundenströme. Es bestätigt den Eindruck, dass Stadtrat und Stadtverwaltung – trotz aller Warnungen der Fachverbände – überzeugt sind, mit dem Einzelhandelskonzept das Optimale für die Zentren inszeniert zu haben. Stadtgespräch: Sehen Rat und Verwaltung ihre Bemühungen um die beiden Innenstädte nunmehr als abgeschlossen an? Mettenborg: »Das Einzelhandelskonzept schützt eindeutig die beiden Zentren und geht sachgerecht mit dem Sonderstandort an der Hauptstraße um. Die mit der Verabschiedung des Konzeptes getroffen Bedingungen für die Hauptstraße und die Kolpingstraße geben uns die Möglichkeit in der Bauleitplanung städtebaulich sinnvolle Akzente zu setzten und auch Überlegungen zur Infrastrukturverbesserung zu treffen. Somit setzen wir unser Engagement für unsere Innenstädte konsequent aber auch abwägend fort«. Stadtgespräch: Welche Initiativen plant die Stadtverwaltung für die beiden Innenstädte? Mettenborg: »Wir führen selbstverständlich den Dialog mit unseren Einzelhändlern weiter«. Stadtgespräch: Bekommen die Gebiete Großer Wall/Bahnhofstraße und Wichernstraße/Beckerpassage eine Chance? Mettenborg: »Wir haben beide Areale wie insgesamt unsere Innenstädte laufend im Blick. Sie werden einschätzen können, dass regelmäßig die dortigen Eigentümer ihre privaten Interessen mit denen der Allgemeinheit abgleichen. Manches geht halt nur gemeinsam«. Stadtgespräch: Was plant die Stadtverwaltung zur Schanze? Mettenborg: »Ich halte an der Schanze eine Teilentwicklung für möglich. Das bedeutet aber auch, dass sich die Eigentümer konstruktiv mit einbringen. Wir haben auch hier konkrete Planungen für die Verbesserung des Kreuzungsbereiches vorliegen, die es jetzt abzustimmen gilt. Vieles spricht dafür den Verlauf der »Haupstraße/Schanze« im bisherigen Bereich zu belassen. Dennoch lässt sich das Areal in Schritten gewinnbringend entwickeln. In 2018 sollte es uns gelingen dies aufzuzeigen«. Raimund Kemper BEST OF THE 70'S AND 80'S 4.0 REVIVAL-PARTY www.facebook.com/Club-Eden- 1617764145164419/ early bird 3.3.2018 ZURÜCK IN EURE JUGEND GRATIS Lady’s Prosecco Eintritt von 22.oo Uhr bis 22.3o Uhr FREI Lippstädter Str. 125 •Rheda-Wiedenbrück

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