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Das Stadtgespräch Februar 2018

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21 Drei Fleischermeister in einer Familie: (v.l.) Dirk, Heinz-Jürgen mit Gertrud sowie Ralf Belger die Leute heute in der Elektronik auskennen«, erklärt der Seniormeister. Außerdem kommt der Partyservice dazu. Zudem musste der Fleischermeister früher nach der dreijährigen Ausbildung fünf Gesellenjahre nachweisen. Heute kann ein Geselle nach der Prüfung sofort die Meisterschule besuchen. Den jungen Meistern fehlt dadurch die berufliche Erfahrung, merkt der Jubilar kritisch an. Viele junge Leute gehen jetzt in die Industrie. Dort sind in den meisten Fällen der Verdienst und die Aufstiegschancen besser als in kleinen Handwerksbetrieben. Kein Wunder, dass diese es heute schwer haben Nachwuchs zu kriegen. Heinz-Jürgen kann den Wandel der Zeiten gut beurteilen. In den zurückliegenden fünf Jahrzehnten hat sich in seinem Metier viel getan. Der Wunsch vieler Kunden nach Billig- Fleisch macht den Handwerksbetrieben das Überleben schwer. Die letzte Hausschlachtung der drei Meister 1984: (v.l.) Dirk, Ralf, Heinz-Jürgen Belger Zudem rechnet sich aufgrund der hohen Auflagen vielfach nicht mehr das eigene Schlachten. Viele Fleischereien kaufen deshalb das benötigte Fleisch. In früheren Jahrzehnten war montags der Schlachttag, dienstags folgte die Zerlegung und die ganze Woche über wurde das Fleisch verkauft. Die Begeisterung für das Fleischerhandwerk hatte Heinz-Jürgen von seinem Schwager übernommen. Der nahm ihn mit zu Hausschlachtungen. Dass er Fleischer werden würde, stand für ihn schon früh fest. Fleischer – das war sein Wunschberuf, »auch wenn viele damals dachten, dass Fleischer verroht sind«. Sind sie natürlich nicht, und einer wie Heinz-Jürgen schon gar nicht, denn für den Fleischermeister war immer der alte Spruch »Quäle nie ein Tier zum Scherz…« von maßgebender Bedeutung. 1957 trat er in die Lehre bei Otto Pokorra, dort wo heute das Rathaus steht. Das war damals die erste Adresse in Rheda. Die Meisterschule absolvierte er in Abendkursen. Als Ein- und Verkaufsleiter in einem Filialunternehmen war er in der Fleisch-Sparte für 80 Filialen zuständig. Auf seine Söhne sprang der Fleischer-Bazillus ebenfalls bei Hausschlachtungen über, zu denen ihr Vater sie häufig mitgenommen hatte. Dirk absolvierte die Fleischerlehre bei Sträter und Ralf ging bei Neuber-Singenstroth in die Ausbildung. Sie sind heute als Ladenmetzger tätig. SONDERVERKAUF Samstag, 3. März von 9.00 bis 13.00 Uhr an der Nonenstraße 12 in Rheda-Wiedenbrück (gegenüber COR Fabrikgelände) COR.DE

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