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Das Stadtgespräch Dezember 2019

Mein Rheda-Wiedenbrück und Das Stadtgespräch Ausgabe Dezember 2019

6 Das

6 Das Stadtgespräch Hoher Besuch aus Nürnberg an dem Stand von Klaus-Dieter Brockmann und Sohn Stefan Engel sind bei Brockmanns besonders nachgefragt. Jahren ist er auf dem Christkindlmarkt dabei. Langjährige Kunden kommen jedes Jahr mindestens einmal vorbei. Kein Wunder, dass er da die Wünsche mancher Kunden ganz genau kennt. Er denkt in diesem Zusammenhang beispielsweise an eine Stammkundin, die alljährlich aus seinem Sortiment einen neuen Engel aussucht – und dass, obwohl sie schon Hunderte Engel ihr Eigen nennt. Aufklärung Wenn Klaus-Dieter Brockmann hört, dass die Besucher vom Gang über den Weihnachtsmarkt sprechen, erinnert er sie gerne daran, dass es sich in Wiedenbrück um einen Christkindlmarkt handelt und der Wiedenbrücker Markt diese Bezeichnung als eine seltene Ehre trägt: Der Besuch des Nürnberger Christkinds in der vorweihnachtlichen Tausendjährigen Stadt wurde nämlich möglich, weil das Verhältnis von Non Food-Ständen zu Verzehrständen auf dem Christkindlmarkt ähnlich dem des Nürnberger Christkindlesmarktes ist. Klimawandel Auf die über vier Jahrzehnte Anwesenheit auf dem Wiedenbrücker Christkindlmarkt zurückblickend ist es nicht nur Klaus-Dieter Brockmann aufgefallen, dass sich das vorherrschende Wetter zur Zeit des Christkindlmarktes verändert hat: Waren die Markttage in den ersten Jahren doch eher kalt und frostig – Schnee deckte die Budenstadt ein – klettert das Thermometer seit geraumer Zeit eher auf mildere Temperaturen, die den sehr sporadisch fallenden Schnee in den meisten Fällen schnell wieder schmelzen lassen. Dafür regnet es viel. Der schönen Stimmung tut das keinen Abbruch: Die Menschen treffen sich einfach gerne auf dem liebevoll arrangierten Christkindlmarkt. Insbesondere in der Abendzeit entfaltet er seine volle Pracht. Schon oft hörte Klaus-Dieter Brockmann von den an seinem Markthäuschen vorbeischlendernden Besuchern: »Immer, wenn wir vom Christkindlmarkt kommen, haben wir Adventsstimmung«. Klaus-Dieter Brockmann: »Dann haben wir, der Gewerbeverein, die Marktbeschicker und alle die zum Programm beitragen, genau das, was wir erreichen wollen.« Umweltbewusst Heißlüfter und Infrarotstrahler kommen in dem Markthäuschen von Klaus-Dieter Brockmann nicht zum Einsatz. Die Geräte benötigen zu viel Strom. Das verursacht Kosten und der Verbrauch ist nicht umweltfreundlich. Damit seine Mitarbeiter bei ihrem Einsatz auf dem Christkindlmarkt trotzdem nicht unterkühlen

7 setzt er stattdessen auf kürzere Arbeitszeiten des Personals in seinem Stand. Darüber hinaus tragen die Mitarbeiter in ihren Schuhen warme Einlagen – zudem ist der Boden des Markthäuschens mit Dämmmatten isoliert. Zäsur beim Stand der St. AegidiusGemeinde Abschied: Ein besonderes Kapitel der Christkindlmarkt-Geschichte endet in diesem Jahr: Annette Büscher und Gabriele Klauke organisieren in diesem Jahr zum letzten Mal den Afrika-Stand der St. Aegidius-Gemeinde. Der Stand sei immer gut gelaufen, berichten sie. Heimwerker Sie sind richtig glücklich über die breite Unterstützung aus dem Pastoralverbund Reckenberg. Rund dreißig Mitglieder vor allem aus der St. Aegidius-Gemeinde sowie aus den Dörfern Batenhorst, Lintel und St. Vit stellen für den Verkauf im Stand die tollsten kreativen Arbeiten her – in aller Stille und ohne Aufforderung, teilweise das ganze Jahr über, frei nach dem ungeschriebenen Motto: »Nach dem Christkindlmarkt ist vor dem Christkindlmarkt« Dafür stehen beispielsweise die Socken-Strickerinnen. Bis zu 60 Paar Socken fertigt eine Strickerin das Jahr über an. Andere Frauen gestalten in demselben Zeitraum bis zu 350 Körnerkissen. Ein Hobbybastler hatte bis zum Herbst schon 60 große Sterne aus Holz gesägt. Annette Büscher selber kreiert bis zum kommenden Christkindlmarkt 1600 Weihnachtskarten. Nicht zu vergessen die Marmeladen-Kocherinnen mit ihrer unerschöpflichen Produktion. Der Senior unter den fleißigen Helfern wurde 99 Jahre alt. Unter dem Namen »Opas Spritzgebäck« bietet der Stand die von ihm und zwischenzeitlich seiner Tochter An dem Togo-Stand können die Besucher Lose für die Togo-Hilfe erwerben – hier u. a. mit Hans-Dieter Brökelmann. sowie seinen Enkeln erzeugten Backwaren kiloweise an. Manchmal geben die Leute einfach nur das Selbstgefertigte im Pfarramt ab, ohne dass sie selber in Erscheinung treten. Und wenn nach einem Wochenende mal die angebotenen Sachen fast ausverkauft sind, bedarf es nur eines kleinen Aufrufs von Annette Büscher und Gabriele Klauke – und von vielen Seiten treffen neue Waren für den Verkauf auf dem Christkindlmarkt in dem Zwischenlager am Kirchplatz ein. Es ist dort im alten Schwesternhaus untergebracht. Die Rohmaterialien, wie beispielsweise Wolle, werden von den beiden Frauen ebenfalls besorgt. In anderen Fällen erstatten sie die Auslagen dafür, bzw. sie stellen in entsprechender Höhe Spenden- AUF DER SUCHE NACH EINEM ECHTEN STÜCK RHEDA-WIEDENBRÜCK?JETZT SICHERN Sichere dir eine Flasche der exklusiven und stark limitierten 4840 Emskorn Sonderedition aus dem Jahr 2019. — ein Jahr im Eichenfass gelagert — bernsteinfarbener Hochgenuss — nur 111 Flaschen Mehr Infos unter www.vierachtviernull.de

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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