Aufrufe
vor 3 Jahren

Das Stadtgespräch Dezember 2018

  • Text
  • Dezember
  • Rheda
  • Zeit
  • Menschen
  • Beiden
  • Klaus
  • Kinder
  • Frau
  • Ebenfalls
  • Stadt
  • Rhwd.de

62 Das

62 Das Stadtgespräch MIETBAR LINTEL IHRE PARTY-LOCATION JETZT ANFRAGEN UND BUCHEN! Kupferstraße 15a Tel: 05242.550000 www.anmietbar.com info@anmietbar.com Alarmanlagen und Videoüberwachung Steuern Sie bequem Ihr gesamtes Zuhause - auch von unterwegs MIT SICHERHEIT SICHER! WIR SIND MITGLIED IM NETZWERK „ZUHAUSE SICHER“ Zurück in die Neunziger? Vielleicht geht es Ihnen auch nicht anders als mir, wenn Sie an die Neunziger Jahre denken. Das war doch irgendwie gefühlt erst gestern. Es gibt zwei Möglichkeiten, diese Meinung zu relativieren. Fangen wir mit der brutalen an: den Blick ins Fotoalbum. Da strahlt uns dann ein Mensch an, der wirklich deutlich jünger als der ist, dem wir allmorgendlich im Spiegel begegnen. Aber so drastisch wollen wir mal nicht verfahren. Man kann sich nämlich auch an die Dinge erinnern, die in den Neunzigern angesagt waren. Kein Ei des Kolumbus Da ist zum Beispiel ein Ei, das Furore machte – und dabei keineswegs das Ei des Kolumbus war. Es geht um die Ei-Uhr, japanisch Tamagotchi. Das Kunstwort setzte sich zusammen aus dem japanischen Wort für Ei »tamago« und dem englischen »watch«, also Armbanduhr. Ein Tamagotchi war so etwas wie ein virtuelles Küken, um das man sich ab dem Zeitpunkt des »Schlüpfens« kümmern musste. Und zwar wie um ein echtes Haustier. Dabei hatte es besondere tierische wie menschliche Bedürfnisse, wollte also schlafen, essen, trinken und vor allem Zuneigung. Dann entwickelte es auch eine eigene Persönlichkeit. Zu unterschiedlichen Zeitpunkten – das konnte auch mitten in der Nacht sein – meldete sich das Tamagotchi und verlangte nach der Zuwendung des Besitzers. Bei Vernachlässigung starb es allerdings. Die großen Pädagogen der Zeit waren zum Teil begeistert, weil Kinder Verantwortung übernahmen, ohne dass ein echtes Haustier zu Schaden kommen konnte. Andere wiederum waren entsetzt, dass man Kindern die Schuld für den Tod eines Wesens aufbürdete. Und auch das ständige beschäftigt-Sein mit einem fiependen Plastikteil wurde als schrecklich empfunden. Der große Hype von 1997 war jedenfalls ziemlich schnell vorüber, obwohl das Tamagotchi mehrfach in den folgenden Jahren neu aufgelegt wurde. Doch irgendwie hat es gefühlt doch überlebt, denn wenn ich daran denke, dass kein Restaurantbesuch gelingt, ohne dass nicht an den Nachbartischen Leute mit ihrer Plastikelektronik herumdaddeln, statt sich auf das Essen zu konzentrieren oder mit den Leuten, die ebenfalls am Tisch sitzen zu sprechen – ja, das ginge theoretisch auch noch heute! Wenn ich also daran denke, meine ich, das Tamagotchi hat überlebt und es ist auch nicht weniger fordernd geworden! In den nächsten Ausgaben des Stadtgesprächs wollen wir noch den einen oder anderen Aspekt der 90er Jahre aufgreifen, die ja offenbar mehr Emotionen auslösen, als man gedacht hat. Wer schon jetzt einige Phänomene dieser Zeit Revue passieren lassen möchte, dem sei »Neon Unnützes Wissen Die 90er« empfohlen. Wussten Sie zum Beispiel, dass »Unser Lehrer Dr. Specht« mit Vornamen Markus Paul hieß? Na also!

TIPPS 63 Krimis mit weiblichen Ermittlern Heutzutage sind die Männer selbst in Krimis nicht mehr Supermänner – mal abgesehen von Superman Jack Reacher aus den Romanen von Lee Child natürlich. Und doch gibt es noch Unterschiede zwischen dem heutigen Kommissar und Ermittlerinnen. Drei aktuelle Beispiele von Krimis mit weiblichen Hauptfiguren empfehlen wir zur Lektüre. ANNA SIMONS »Verborgen« Eva Korell ist keine Polizistin. Sie ist auch keine Detektivin, sondern Ärztin. Und anders als Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne aus dem Münster »Tatort«, der zusammen mit Hauptkommissar Thiel auch schon mal auf zweistellige Millionenzuschauerzahlen kommt, ist Eva keine Gerichtsmedizinerin, sondern Ärztin für die Lebenden. Doch auch das ist nicht ganz unproblematisch, denn Klinikstress und ständige Nachtdienste gepaart mit Hauptstadtstress bringen sie an der Rand des Burnout. Eva beschließt von Berlin ins beschaulichere München zu ziehen und eine Stelle als Gefängnisärztin anzunehmen. Dabei wirken zwar keine Reichtümer und zunächst ist der Job durchaus gewöhnungsbedürftig, doch immerhin hat sie geregelte Arbeitszeiten. Doch Evas Leben wird wieder komplizierter, als sie einer jungen Frau hilft, die auf der Straße zusammenbricht und die offenbar nicht nur gesundheitliche Probleme hat. Es stellt sich heraus, dass die Frau mit einem der Insassen des Gefängnisses verheiratet ist und offenbar misshandelt wurde. Als die junge Frau als letzte Rettung Eva um Hilfe bittet, weist diese sie zurück, bedauert diesen Versuch, Privates und Dienstliches zu trennen, aber zutiefst, als die junge Frau plötzlich spurlos verschwindet. Zudem stellt sich heraus, dass Eva mehr mit dem Fall zu tun hat, als es zunächst den Anschein hat. Das Problem beim ersten Fall der Gefängnisärztin Eva Korell ist in der Tat, wie Bestsellerautorin Nele Neuhaus schon auf dem Cover zitiert wird, dass man den Roman nur sehr schwer wieder aus der Hand legen kann. Ganz gleich, welche Frau sich hinter dem Autorinnen-Pseudonym Anna Simons verbergen mag, ich hoffe, dass wir mehr von Eva Korell erfahren werden. Erschienen ist »Verborgen« im Penguin Verlag, 430 Seiten, 10 Euro. VEIT ETZOLD »Schmerzmacher« Taxi Service Boweg GmbH Neu in unserem Fuhrpark Großraumtaxi bis zu 8 Personen Mercedes Benz Vito 24 h • Krankenfahrten Rollstuhltransport nicht umsetzbar • Schulfahrten • Kurierdienst für Kleinteile • Flughafentransfer 05242-402210 Bosfelderweg 45 • 33378 Rheda-Wiedenbrück • e-mail: taxi.boweg@gmail.com Um es gleich vorweg zu sagen: »Schmerzmacher«, erschienen bei Knaur, 374 Seiten, 10,99 Euro, ist nichts für zart besaitete Gemüter. Er zeigt vielmehr Abgründe. Dabei könnte die Welt für Clara Vidalis in Ordnung sein. Sie

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

© 2020 lokalpioniere
Impressum / Datenschutz