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Das Stadtgespräch Dezember 2018

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54 Das

54 Das Stadtgespräch REDENSARTEN AUF DEN GRUND GEGANGEN Ich verstehe nur Bahnhof Im letzten Sommerurlaub beschwerte sich ein Landsmann, dass die Campingplatzbetreiber kein vernünftiges Englisch sprächen und ihm etwas auf Französisch erklärt haben, aber da verstehe er nur Bahnhof. Was gemeint war, ist mir klar gewesen, denn der teutonische Gast verstand kein Wort der Landessprache. Den Ausdruck kannte ich auch schon als Kind. Aber wieso eigentlich Bahnhof? Was hat ein Bahnhof mit nicht Verstehen zu tun? In der (hoffentlich richtigen) Annahme, dass die Beantwortung dieser Frage nicht nur mich interessiert, habe ich einmal nachgeforscht. Anders als bei vielen Redewendungen kann der Ausspruch »Ich verstehe nur Bahnhof« nicht Jahrhunderte alt sein, denn Bahnhöfe gibt es vergleichsweise noch nicht lange. Erst so seit der Mitte des 19. Jahrhunderts und da hießen sie zunächst einmal nicht Bahnhof, sondern immer Eisenbahnhof. Das Wort Bahn ist dagegen weitaus älter. Das mittelhochdeutsche bane und das niederländische baan gehen auf ein Wort aus dem Gotischen zurück, das mit schlagen, im Sinne von frei schlagen zu tun hat. Etwa einen möglichst geraden und damit möglichst kurzen Weg durch den Wald, der Nordeuropa überzogen hat. In dieser Bedeutung hat sich der Ausdruck bis heute erhalten in »sich einen Weg bahnen«. Doch zurück zum Bahnhof. Woher die Redewendung genau stammt scheint unklar zu sein. Klar ist lediglich, dass sie in Berlin der 1920er Jahre absolut in Mode war. Und was in Berlin angesagt war, das war natürlich später Bahnhof verstehen in ganz Deutschland Trend. In den Romanen Hans Falladas taucht der Begriff in den Dreißiger Jahren mehrfach auf. Ein Erklärungsversuch besagt, dass der Ausdruck auf den Ersten Weltkrieg zurückgeht. Die einzige Möglichkeit, den höllischen Schlachten in den Schützengräben zu entkommen, war die Reise in die Heimat. Und anzeige DIE GUTE SEELE IM UNTERNEHMEN C & S REICH GEBÄUDEREINIGUNG Glückwünsche für Svenja Jonas (Kem) Tritt man als Kunde oder Mitarbeiter an die Rezeption im Shop von C & S Reich Gebäudereinigung an der Breiten Str. 37, darf man sich auf eines mit Gewissheit freuen: das Lächeln von Svenja Jonas. Seit fünf Jahren hat sie hier ihren Arbeitsplatz. Die Geschäftsführer des Meisterbetriebes, Christian und Sascha Reich, nutzten dieses »kleine Jubiläum«, um ihr dazu zu gratulieren. Sie bezeichnen sie dabei als »gute Seele« des seit acht Jahren bestehenden Gebäudereinigungs- Betriebes. Sie bedient die Kunden im Shop zu professionellen Reinigungsmitteln und ebenso laufen in Sachen Organisation bei ihr die Fäden zusammen: Svenja kümmert sich um die Anfragen der Kunden nach Reinigungsterminen und koordiniert diese mit den Arbeitseinsätzen des Reinigungsteams. Sie managt diese Herausforderung mit Besonnenheit und einem Händchen für die freundliche Atmosphäre, so die Geschäftsführer. Sie danken ihr und allen Mitarbeitern: Denn das Unternehmen entwickelte sich in seiner kurzen Firmengeschichte auch dank seines hoch Daran gibt es nichts zu meckern Christian Reich, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens für Gebäudereinigung, gratuliert Svenja Jonas zu ihrem »kleinen Dienstjubiläum«. motivierten Teams zu einem leistungsstarken Betrieb für Glas-, Solar- und Unterhaltsreinigung sowie Boden-, Baugrob- oder Abschlussreinigung und Parkettnebst Dielenbodenrenovierung. C & S Reich Gebäudereinigung Breite Straße 37 33378 Rheda-Wiedenbrück Telefon: 05242 5789003 Telefax: 05242 5783144 E-Mail: info@cs-reich.de www.reich-group.de

55 die geschah per Bahn. Der Bahnhof ist also der Sehnsuchtsort der Soldaten gewesen, die an nichts anderes denken und sich auf nichts anderes konzentrieren konnten als auf den Bahnhof. Ähnlich erklärt auch der Duden den Ausdruck, wobei er allgemeiner angibt, dass der Bahnhof Sehnsuchtsort war, auf den viele fokussiert waren, was dazu führte, dass sie nichts anderes verstanden als Bahnhof. Das scheint plausibel. Vielleicht hatten Sie auch so einen lustigen Mathelehrer, der immer Sachen wie »I only understand train station, hahaha« von sich gab. Ohne dann aber zu wissen, wie man »ich verstehe kein Wort« mit der entsprechenden englischen Redewendung ausdrückt. Eine Übertragungsmöglichkeit wäre »it’s all Greek to me«, also: für mich klingt das alles Griechisch – und davon habe ich keine Ahnung. Ein weiterer Ausdruck für völliges Unverständnis sind die böhmischen Dörfer, wie dieses Statement jüngeren Datums zeigt: »Internet, WWW, Cyberspace – bis zu meinem Praktikum im Kölner Information Centre waren diese Begriffe für mich noch lauter böhmische Dörfer«. Im Netz wird behauptet, dass der Ausdruck seit 1867 im Deutschen bekannt sei, also mit Gründung der K. und K.- Monarchie Österreich-Ungarn. Die Redewendung fußt darauf, dass die deutschsprachigen Untertanen die Ortsnamen in Böhmen (auch Teil des Reichs), das heißt also die tschechischen Ortsnamen, nicht verstehen und schon gar nicht aussprechen konnten. Das stimmt wohl, aber der Ausdruck ist noch viel älter, wie ich herausgefunden habe. Freut Sie das auch, wenn Sie mal merken, dass Sie schlauer als das Netz sind? Jedenfalls hatten die Verfasser offenbar ihren »Simplicissimus« von Grimmelshausen nicht gelesen. Dort steht nämlich: »Aber/ O Einfalt und Unwissenheit! es waren mir nur Böhmische Dörffer/und alles ein ganz unverständliche Sprach/…/vor deren Seltzamkeit ich mich entsetzte«. Und dieser Beleg stammt von 1669 und ist damit 200 Jahre älter als die k.und.k.-Gründung! STERNSINGEN Helden mit Krone gesucht Kinder und Jugendliche, die sich in der ersten Januarwoche, vom 3. bis 6. Januar 2019, an der Aktion Sternsingen in der Aegidiusgemeinde beteiligen wollen treffen sich am Mittwoch, dem 12. Dezember, von 17 Uhr bis 18 Uhr im Aegidiushaus zur Vorbereitung. Bei diesem Treffen wird über das diesjährige Partnerland der Aktion informiert, es werden Kronen gebastelt, Haustürsprüche und Lieder vorgestellt. Kinder und Jugendliche, die sich an dieser weltweiten Hilfsaktion beteiligen wollen sind herzlich willkommen. OCTA STEUERBERATER ERÖFFNEN NEUEN STANDORT IN RHEDA-WIEDENBRÜCK FÜR JEDE AUFGABE DEN RICHTIGEN SPEZIALISTEN (Kem) Rheda-Wiedenbrück ist eine fantastische Stadt und wir freuen uns, in Zukunft ein Teil davon zu sein«, sagt Ralf Sommer, Geschäftsführer der Steuerkanzlei und Unternehmensberatung OCTA. Das Bielefelder Unternehmen hat an der Marienstraße 13 einen neuen Standort eröffnet. »Viele Bürgerinnen und Bürger aus dem hiesigen Raum vertrauen bereits auf unsere Kanzlei. Mit dem neuen Standort sind wir in Zukunft regional noch stärker verankert. Zudem haben wir hier eine Immobilie gefunden, die unserem Anspruch einer transparenten und persönlichen Beratung gerecht wird«, so der Steuerberater, Rechtsanwalt und Wirtschaftsprüfer. Verantwortlicher für den neuen Standort ist Ingo Ellerbrake, Diplom-Wirtschaftsjurist und ebenfalls Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. OCTA ist eine der erfolgreichsten Steuerkanzleien in Ostwestfalen. Das Unternehmen beschäftigt allein in Bielefeld aktuell mehr als 60 Mitarbeiter. Es betreut sowohl Privatiers und Kunden aus dem traditionellen Mittelstand als auch international agierende Konzerne. Zu den Leistungen gehören neben der klassischen Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, betriebswirtschaftliche Beratung sowie die Internationalisierungsberatung. OCTA setzt auf traditionelle Werte wie Loyalität und Vertrauen, bietet seinen Kunden aber auch alle Vorteile einer modernen, digitalen Beratung. Die kanzleieigene App ist hier nur ein Beispiel. Kurzum: »Wir möchten Sie auf Ihren Wegen begleiten. Lernen Sie uns kennen und schreiben wir gemeinsam Erfolgsgeschichten«, lädt Ingo Ellerbrake ein. (V. l.) Ingo Ellerbrake, Regionalverantwortlicher für den neuen OCTA-Standort Rheda- Wiedenbrück und Inhaber Ralf Sommer: »Unser Team freut sich darauf, Sie an unserem Standort an der Marienstraße begrüßen zu können«. Foto: Björn Hokamp OCTA Steuerberater Marienstraße 13 33378 Rheda-Wiedenbrück rheda-wiedenbrueck@octa-stb.de Telefon 0 52 42.182 08-0 anzeige

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