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Das Stadtgespräch Dezember 2017

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Das Stadtgespräch Dezember 2017

32 Das

32 Das Stadtgespräch Die Jailhouse Sunshine Band ist immer für einen Spaß zu haben: (hinten v. l.) Jürgen Türksch, Fite Lütkehoff, Frank Göller, Guido Brandtönies, (vorne v. l.) Monika Knaup, Peter Bremhorst, Rita Thiessen Gruppen wie die Pilze aus dem Boden. Abitur, Studium und Beruf als selbständiger Architekt ließen für das musikalische Faible kaum noch Zeit. Nur eine originale(!) Fender-Stratocaster Gitarre aus dem Jahre 1979 erinnerte ihn all die Jahre an den lange zurück liegenden Rock’n’Roll-Hype. Als Jailhouse-Solist knüpft der Sechsundsechzigjährige heute an diese starke Zeit wieder an. Guido Brandtönies und Frank Göller: Zu den Gründungsmitgliedern gehören ebenfalls der fünfundfünfzigjährige Guido Brandtönies am Schlagzeug und Frank Göller (Frankie). Als Letzterer bei unserem Besuch scherzt, er sei mit seinen 51 Jahren viel jünger als die anderen Bandmitglieder, hören wir von den so Angesprochenen ein freundliches »Ha, ha!«. Die beiden Musiker spielten schon vor ihrer Jailhouse-Zeit zusammen. Gemeinsam sind sie Inhaber eines semiprofessionellen Tonstudios. Guido’s Ding ist alles was mit Musik zu tun hat. Er spielt jede Art von Musik. Der Schlagzeuger stieg sofort voll bei den Jailhouse-Leuten ein. Ebenso Frankie. Er stieß über seinen Bruder Thomas zu der Gruppe. Dieser hatte auf einer privaten Feier gehört, dass die heranwachsende Kombo noch einen Pianisten gebrauchen könne. Frank, Musiker seit dem siebten Lebensjahr war sofort und gerne dabei. »Hier kann ich voll konzentriert Musik machen, ohne noch zwischendrin immer irgendwas anderes rundherum zu haben«, schwärmt er. Frankie hatte schon in mehreren Bands gespielt. In der Jailhouse-Gruppe avancierte er zum musikalischen Leiter. Seine Devise: »Kommen und loslegen!« Jürgen Türksch: Den siebenundfünfzigjährigen Kunstmaler hat Fite zum Mitmachen in der Gruppe angesprochen. Jürgen spielt leidenschaftlich Rhythmusgitarre. Er sagte sich: »Da gehe ich mal hin!«. Und er ist geblieben. Monika Knaup: Die 57-Jährige Familienmanagerin, Ehe-, Hausfrau

33 und Mutter von 2 Söhnen ist Peter Bremhorst schon lange aus seiner früheren beruflichen Zeit bei der Stadtverwaltung bekannt. Viele Eltern schätzen sie als hochengagierte Schulpflegschaftsvorsitzende beim Einstein-Gymnasium. Bei den Jailhouse-Leuten ist sie für Percussion, Background und Gesang zuständig und als gute Seele und Sonnenschein der Truppe unermüdlich unterwegs. Rita Thiessen: Die Steinhagerin, gerade mal 35 Jahre jung, stieß über einen Kollegen von Pit zu der Gruppe. »Irgendwann brauchen wir Oldtimer in unserer Gruppe auch noch eine ›musikalische Seniorenbetreuerin‹, und da kam die junge Frontsängerin gerade richtig«, scherzte Pit bei ihrer Vorstellung. Und weiter ganz im Ernst: »Frankie hat ihre Stimme ausgemessen. Rita singt locker über drei Oktaven«. Die Familienmanagerin ist neben Frankie ganz klar das musikalische Rückgrat der Gruppe. Der stets vor Energie und Spiel- und Sangesfreude strotzende Turbo inspirierte die Jailhouse-Leute letztlich, das harmonische Zusammenspiel der immerwährend fröhlichen beiden Damen der Kombo zum Attribut »Sunshine« im Gruppennamen. Wolfgang Fischer: Auf einer Oldie- Fete vor gut einem Jahr mit der Jailhouse Sunshine Band drückte Pit dem Vierundsechzigjährigen zu Honky Tonk Women neben anderen Gästen im Rahmen der Bespaßung einer völlig ausgelassenen Stimmung eine Luftgitarre in die Hand. Was dann kam, überraschte Pit total. »Wölfi« sagte nicht nur, dass das Lied in G-Dur zu spielen sei. Zudem griff er originale Barré- Akkorde und holte ein Plektrum heraus. »Hast du mehr davon?«, fragte Pit. Und ob er hatte; er ist nämlich begeisterter Gitarrist. Seit diesem Abend stand fest: Er spielt die zweite Solo-Gitarre. Außerdem trägt er als E-Bassist zum Sound der Band bei. Bei unserem Proben-Besuch zelebrierten die Musiker einen Querschnitt aus ihrem mehrstündigen Repertoire – völlig locker auf Zuruf auch nach unseren Wünschen: Ob der Beach-Boy-Hit »Surfin U.S.A.«, Little Evas »Locomotion«, der Nonsens-Song »Wooly Bully« von Sam The Sham & the Pharaohs«, »Mr. Postman« von den Beatles oder Chuck Berry’s »Johnny be good«: Rock’n’Roll pur. Einfach geil! Und zum Runterfahren ein Udo Jürgens-Medley und das Gregor Meyle/Sarah Connor-Duett »Keine ist wie Du« mit Klavier-Begleitung. Der Sound von der Jailhouse Sunshine Band hallte nicht allein durch die Flure und die beiden Etagen der sog. Musikvollzugsanstalt, einer ehemaligen Gefängnisaußenstelle in Lintel, in der sich etliche Räume für Proben vieler unterschiedlicher Musiker, Kapellen und Bands befinden. Aus anderen Räumen drangen Heavy Metal- und Folk-Klänge. Das Jailhouse des Jugendkulturrings ist so eingerichtet, dass die verschiedenen Gruppen sich nicht gegenseitig stören. Ebenfalls nach draußen dringt kaum ein Ton. »Toll, dass es diese Einrichtung gibt. Hier können wir üben ohne jemanden zu stören. Perfekt wäre es, wenn wir hier einen größeren Raum bekommen. Für unsere große, achtköpfige Kombo haben wir jeden Zentimeter in dem kleinen, etwa 17 qm großen Probenraum ausgereizt«, blickt Pit auf den Probenalltag. Wann und wo sich die acht Hobbymusiker ihrer musikalischen Anhängerschaft ein nächstes Mal präsentieren, steht noch nicht fest. «Wer uns hören möchte, soll sich einfach melden oder kann uns gern zu sich einladen, wenn er seine Party durch handgemachte Musik aufpeppen möchte. Näheres demnächst unter www.jailhousesunshine-band.de« TANZEN & FEIERN 24.12.2017 GESCHLOSSEN X-MAS PARTY 25.12.2017 1. WEIHNACHTSTAG ab 20 Uhr FREUNDE TREFFEN www.single-wiedenbrück.de Lippstädter Str. 125 Rheda-Wiedenbrück 2017 Große SILVESTER PARTY ab 20 Uhr Vorverkauf und Tischreservierung ab sofort bei uns!

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