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Das Stadtgespräch Dezember 2017

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Das Stadtgespräch Dezember 2017

30 Das

30 Das Stadtgespräch Gute Laune mit den Jailhouse-Musikern in ihrem »Gefängnis«: (V. l.) Jürgen Türksch, Monika Knaup, Fite Lütkehoff, Guido Brandtönies, Frank Göller, Rita Thiessen, Peter Bremhorst, Wolfgang Fischer JAILHOUSE SUNSHINE BAND Für Rock’n’Roll gibt’s keine Altersgrenze (Kem) Sie sind allesamt Freunde, die ausschließlich hobbymäßig gemeinsam musizieren. Was dabei allerdings im Laufe der Zeit entstand, war so gut, dass sie von ihren eigenen Familienangehörigen und vielen Bekannten gebeten wurden, das Erlernte hin und wieder doch mal einer interessierten Zuhörerschaft zu präsentieren. Gesagt, getan! Der erste runde Geburtstag eines Mitspielers war ein schöner Anlass, diesen Wunsch zu erfüllen. Und weil man ja keinen Namen für den musikalischen Freundeskreis hatte, sich allerdings auch den heutigen Erwartungen etwas modern daher kommend auf der Party ankündigen und präsentieren wollte,

31 entstand daraus die funktionelle Bezeichnung Band, genauer gesagt »Jailhouse-Sunshine-Band«, weil die acht Freunde ihren Raum zum Üben in einem ehemaligen Gefängnis, der Musikvollzugsanstalt des Jugendkulturrings in Lintel haben, wo man selbst mit schrägsten und lautesten Tönen niemanden stört. Die Jailhouse Sunshine Band frönt schwerpunktmäßig dem Rock’n’Roll und den Songs der guten alten Zeit aus den 60er Jahren. Elvis Presley, Connie Francis, Chuck Berry, Brenda Lee, The Ronettes u.v.m. dominieren das Repertoire der acht Freunde. Ebenfalls die Rolling Stones und die Beatles gehen immer. Dazu ein bisschen Udo Jürgens, eine Prise Sarah Connor/Gregor Meyle, Beach Boys und, und ….! Die zwei Frauen und sechs Männer der Formation gehören bis auf eine Ausnahme zur Altersgruppe Ü 50 und Ü60. Gärtnern oder eine Runde Kartenspiel? Nein, sie feiern lieber im übertragenen Sinne eine geile Bühnen-Show. Rock’n’Roll und Musik überhaupt gehören zu ihrer Lebenseinstellung. Die »Bühne« und ihr kleiner Probenraum sind ihr Lebenselexier. Da geht man nicht in Rente. Nach dem 65sten geht es nahtlos weiter mit Rock’n’Roll. Einige der Band-Mitglieder haben schon als Kinder Musik gemacht und werden es wohl bis zu ihrem letzten Atemzug tun. Die Musik und die darin begründete Freundschaft verbindet sie. Im Kreis dieser musikalischen Überzeugungstäter fühlt sich ebenfalls ihr 35 Jahre junges Nesthäkchen, ihre Frontfrau, vom ersten Tag an absolut wohl. Die musikalischen Biografien der Bandmitglieder sind total unterschiedlich: Peter Bremhorst: Der Bassist und Sänger ist nicht von der »Bühne« zu fegen! Erst als gestandener End-50er lernte der frühere Kämmerer und Stellvertreter des Bürgermeisters mit geballter Energie an der Kreismusikschule Gütersloh das Kontrabassspiel. Alle, die ihn stets nur als sachlichen Beamten kannten, erlebten ihn dann, etwa 4 Jahre später, als »Slapin Pit« mit kernigem Rockabilly, mitreißendem Country Rock und anderen fetzigen Klassikern zunächst als Aushilfe für den Bassisten in der Gütersloher Formation George and the Rockits, später dann als Bassist mit dem aus Hannover stammenden Pianorocker Andy Lee als Duo, Trio oder in der Aufstellung Rockin Country Men, die auch wiederholt auf dem Altstadtfest das Publikum völlig begeistert aus dem Häuschen brachte. Er, der er zusammen mit seiner Frau Gabriele zuvor über 25 Jahre lang Showtanz Boogie-Woogie aufgeführt hat, wurde ob seiner Leidenschaft zur handgemachten Musik von so vielen Menschen in der Stadt bewundert und angesprochen, dass sich letztlich die heutige Formation seiner musikalischen Mitstreiter aus dem eigenen Freundeskreis um ihn herum fast eigenständig entwickelte. Der heute 65-Jährige machte die Truppe zur puren Verkörperung des Rock’n’Roll. Das war vor knapp fünf Jahren. Fite Lütkehoff: Zu dem versierten Sologitarristen sprang der junge Jailhouse-Bazillus über, als Pits tägliche Wege noch ins Büro im Rathaus führten. Es war, als hätte Fite auf diese Begegnung gewartet. Als Neunjähriger lernte er erst Klavier, stieg als Jugendlicher auf die Gitarre um, spielte dann in einer Schülerband. Das Ratsgymnasium stellte damals einen Probenraum zur Verfügung. Den teilten sie mit anderen Bands. Es war die Zeit der Beatles und Rolling Stones. Da schossen die

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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