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Das Stadtgespräch Ausgabe September 2020

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Mein Rheda-Wiedenbrück Das Stadtgespräch 2020

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Zwischen den Wohnungen und den Geschäften befinden sich zudem die rund 200 Pkw-Stellplätze. Die sich an dem geschlossenen Komplex östlich anschließenden Wohnhäuser erhalten die Stellplätze in Tiefgaragen unter der Bebauung. Die dreigeschossigen Wohnhäuser zur Kolpingstraße und entlang des östlichen Fortsatzes entwickeln durch eine versetzte und aufgelockerte Architektur mit Dachbegrünung eine ansprechende Nachbarschaft zu der vorhandenen Wohnbebauung (hohe städtebauliche Qualität). Kein Wunder, dass die CDU-Direktkandidatin Aysegül Winter bei ihren Bürgergesprächen mit Anwohnern der Kolpingstraße ausschließlich zustimmende Worte zu dem Projekt erhält. Die von der CDU geforderte Einschaltung des Gestaltungsbeirates bei der Konzipierung des Projekts wirkt sich sehr positiv auf den geplanten neuen Stadtbereich aus. Die Anwohner und Passanten brauchen nicht mehr länger auf die hässliche Industriebrache zu schauen. Warum nicht nur Wohnungen? Die Antwort ist kurz und knapp: Der Eigentümer des Geländes und gleichzeitige Investor kann sich bei dem Projekt nur eine Mischform von Einzelhandel und Wohnen vorstellen, erfahren wir von Georg Effertz. Die vielfach gehörte Forderung nach ausschließlichem Wohnungsbau ist damit nur eine Luftnummer. Der Wunsch danach bleibt unrealisierbar. Weitere Bedingungen für die Umsetzung Der Investor übernimmt die Kosten für den Lärmschutz und eventuelle verkehrliche Änderungen. Darüber hinaus trägt er die Kosten für die Erstellung der Verkehrsgutachten für die Eingangsbereiche zur Kolpingstraße in Höhe des Bahnhofskreisels und der Pixeler Straße. Einstimmige Entscheidungen Das hier beschriebene Konzept für die Kolpingstraße hat den Rat über alle Fraktionen hinweg überzeugt: Keiner stimmte in der entscheidenden Ratssitzung am 18.12.2017 gegen das Projekt. Das Abstimmungsergebnis: 33mal Ja, bei drei Enthaltungen. In dieser Sitzung wurden u. a. die vorstehend genannten Bedingungen und die bauliche Entwicklung des Konzepts festgelegt. Einstimmigkeit gab es ebenfalls in der Richtung weisenden Bauausschusssitzung vom 31.10.2019. Es ging u. a. um die Überarbeitung des ausgewählten Gestaltungsentwurfs entsprechend der Hinweise aus dem Preisgericht, die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes für Wohnen und Einzelhandel an der Kolpingstraße. Bei der Bauausschusssitzung vor den Sommerferien am 18.6.2020 gab es mit 9 Stimmen dafür und 1 Stimme dagegen also auch hier über alle Parteien hinweg eine Zustimmung. Es ging um das überarbeitete Wettbewerbsergebnis als Plankonzept für die weitere Umsetzung des Bauleitverfahrens sowie die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange. Die CDU bestand auf die Umsetzung der Tiefgaragen und gemeinsam mit den anderen Fraktionen darauf, dass alle Stellplätze zu realisieren sind. CDU-Ratsherr Peter Woste: »Wir geben unter der Voraussetzung grünes Licht für das Bauleitverfahren, dass alle kritischen Punkte (Parkdauer/ Stellplatzfrage, Anbindung, Verkehrsgutachten) geklärt werden (Junktim). Wenn das nichts wird. Dann ziehen wir die Notbremse, halten das Bauleitverfahren an.« Diese Möglichkeit wurde ebenfalls in der Ratssitzung vom 18.12.2017 einstimmig festgelegt. Wenn die Notbremse greifen muss Dann gibt es mehrere Optionen: Procom lässt das unansehnliche Areal einige Jahre weiter liegen, um irgendwann mit einem neuen Projekt anzulaufen. Procom veräußert die Immobilie. Aufgrund der Covid-19-Pandemie und die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung dürfte das nicht einfach werden. Allerdings könnte die Stadt Rheda-Wiedenbrück von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen. Sie müsste dann tief in die Tasche greifen, ehe sie eine ausschließliche Wohnbebauung mit geringen Amortisierungschancen starten könnte. Werkvertragswohnungen keine Option Die oft in Bürgergesprächen gehörte Option, dass Tönnies das Gelände für den Bau von Wohnungen für Werkvertragsarbeitern erwerben könnte, schließt die CDU aus, berichtet der Fraktionsvorsitzende. Die Christdemokraten wollen eine Ghettobildung – wie beispielsweise in Verl – verhindern. Sie setzen weiter auf die dezentrale Unterbringung der Werkvertragsarbeiter auf das gesamte Stadtgebiet. Raimund Kemper 18 Das Stadtgespräch

Das Stadtgespräch 19

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