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Das Stadtgespräch Ausgabe Oktober 2021 auf Mein Rheda-Wiedenbrück

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Das Stadtgespräch Ausgabe Oktober 2021 auf Mein Rheda-Wiedenbrück

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Telefon: 964545 seit 1998 Telefon: 54822 Serien-Ti Bosch Literaturverfilmungen sind meistens so eine Sache. Wie werden 300 Seiten Roman in 90 Minuten oder weniger umgesetzt. Außerdem hat man als Leser ja ein bestimmtes Bild von den Figuren und die Besetzung mit Schauspielern ist dann oftmals enttäuschend. Als eingefleischter Harry-Bosch-Fan bin ich also ausgesprochen skeptisch gegenüber der Serie »Bosch« gewesen, von der zwei Staffeln im deutschen Privatfernsehen gelaufen sind, genauer gesagt freitags um 23.15 Uhr in Doppelfolgen mit jeder Menge Werbung bei Kabel eins. Doch nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, dass der Fernseh-Bosch, dargestellt von Titus Welliver, nicht so aussieht wie mein Buch-Bosch, fand ich die Serie richtig gut. Inzwischen sind nicht weniger als sieben Staffeln in deutscher Synchronisation bei Amazon prime anzuschauen. Da könnte man meinen, bei so vielen Staffeln reicht der Stoff nicht aus, aber Harry Hieronimus Bosch ist bereits in zwei Dutzend Romanen von 1992 bis jetzt verewigt. Und der Autor dieser Romane, Michael Connelly, hat das Sagen bei der Serie, bleibt sich also bei der Verfilmung selbst treu. Und das merkt man, denn die Bosch-Romane sind im besten Sinne Krimis der alten Schule. Hier tippt niemand in Designer-Klamotten ein paar Daten in einen Supercomputer und bekommt die Ergebnisse sekundenschnell in einer 3-D-Animation geliefert. Die Figuren müssen sich durch den Sumpf von Los Angeles kämpfen, auch den in der eigenen Behörde. Die Ermittlungen sind dabei meist professionell und unaufgeregt, der Fokus liegt auf dem Menschlich-allzu-Menschlichen. Dabei hat das Ganze aber einen coolen Grundton, der durch tolle Bilder, vor allem von L.A. bei Nacht, und klassischen Jazz-Klängen unterlegt ist. Auch wichtig ist natürlich, dass die Figuren interessant sind und sich entwickeln. Zu Beginn ist Bosch noch ein sehr erfolgreicher Ermittler, der seine ganze Energie in seine Fälle steckt. So sehr, dass für das Familienleben nicht mehr viel übrig bleibt. Seine Ehe ist geschieden und seine zu Beginn der ersten Staffel noch minderjährige Tochter lebt mit der Mutter in Las Vegas, sodass sich Vater und Tochter nicht oft sehen können. Das Privatleben des Detectives ist also eher zu vernachlässigen. Seine beruflichen Erfolge garantieren ihm dabei aber keineswegs, dass er nicht auch unter Beschuss gerät, meist nicht wörtlich, sondern legal. Die Palette der Straftaten, die Bosch für das Los Angeles Police Department aufzuklären hat, ist dabei weit gefasst, die Fälle komplex und interessant. Fans werden erfreut sein, dass die letzte Staffel zwar mit dem Polizeidienst des Helden endet, aber wie in den Romanen ermittelt Harry Bosch als Privatdetektiv weiter, denn ein Spin-off ist in der Mache. Das ist gut so! Buchtis Neues aus Kanada Kanada ist bekanntlich ein großes kleines Land. Mit seinen fast zehn Millionen Quadratkilometern ist es 28 mal so groß wie unser Land, bei nicht einmal der Hälfte der Bevölkerung. Über die kanadische Literatur ist nicht viel bekannt, außer vielleicht »Die Geschichte der Dienerin« der heute 81-jährigen Margret Atwood oder der Name der Literatur-Nobelpreisträgerin von 2013 Alice Munro, die in ihren neun Lebensjahrzehnten über 150 Kurzgeschichten verfasst hat. Die Musikwelt kennt durchaus kanadische Künstler, die zumindest mit der Lyrik ihrer Texte überzeugen konnten wie Joni Mitchell, Neil Young oder der große Leonard Cohen. Oder in jüngerer Zeit Bryan Adams, Nelly Furtado oder Avril Lavigne. Die Frankfurter Buchmesse hatte schon im letzten verunglückten Jahr Kanada als Ehrengast auf dem Programm, in diesem Jahr zum Glück erneut. Und ein Blick über den großen Teich lohnt in der Tat. Im Folgenden haben wir zwei aktuelle Beispiele wirklich lesenswerter Literatur aus Kanada herausgesucht. Mary Lawson Im letzten Licht des Herbstes Mary Lawson wurde in Ontario geboren und wuchs dort auch auf. Heute lebt sie mit ihrem Mann in England, aber ihre Heimat Kanada spielt eine große Rolle in den beiden bisher von ihr erschienen Romanen, die hoffentlich nicht die einzigen bleiben werden. In dem kleinen Ort Solace im Norden Ontarios ist die Kleinstadt-Idylle gründlich durcheinander geraten. Rose, ein sechzehnjähriges Mädchen einer Mittelschichtfamilie, ist nach einem Streit mit der Mutter spurlos verschwunden. Ihre 48 Das Stadtgespräch

Schwester, die siebenjährige Clara ist untröstlich. Nicht nur ihre geliebte große Schwester ist verschwunden, Clara hat auch noch das Gefühl, dass ihre Eltern und die anderen Erwachsenen ihr nicht die Wahrheit sagen oder Wichtiges verschweigen. So zieht sie sich zurück und setzt sich stundenlang ans Fenster und wartet auf die Rückkehr der Schwester. Zu allem Unglück liegt auch noch ihre geliebte Nachbarin, die alte Mrs. Orchard, im Krankenhaus. Von ihr hat sie den Auftrag bekommen, den scheuen Kater Moses zu verpflegen, denn Clara ist die einzige außer Mrs. Orchard, zu der das Tier Zutrauen hat. Eines Abends zieht jedoch ein Fremder in Mrs. Orchards Haus ein. Clara kann nicht wissen, dass Liam Kane das Haus von Mrs. Orchard geschenkt bekommen hat. Das ist auch für die Erwachsenen seltsam, denn Liam hat kaum Erinnerungen an seine Gönnerin. Zunächst sieht Liam nicht, wie im Norden Ontarios ein Neuanfang für ihn möglich sein könnte. Den hätte er aber bitter nötig, denn der Großstädter hat seinen Job verloren und eine gescheiterte Ehe hinter sich. Nach und nach erinnert sich Liam an seine eigene, von Verlust geprägte Kindheit. Und auch Mrs. Orchard stellt sich ihrer Vergangenheit. Denn vor dreißig Jahren gab es einen Vorfall, der für Liams und ihre Familie tragische Folgen hatte. Der Roman ist aus drei Pers- pektiven geschildert, aus der von Elizabeth Orchard, der von Liam und aus der Sicht Claras. Vor allem Letzteres ist der Autorin auf überragende Weise gelungen, durchaus vergleichbar mit dem Beginn von Frank McCourts »Asche meiner Mutter«. Der Roman ist ein Meisterwerk, ich werde mir auf alle Fälle den Vorgänger »Rückkehr nach Crow Lake« besorgen. Erschienen ist »Im letzten Licht des Herbstes« als Hardcover bei Heyne, 333 Seiten, 22 Euro. Samantha M. Bailey Nur ein Schritt Samantha M. Bailey lebt und arbeitet in Toronto. Die Journalistin hat ihren ersten Thriller vor zwei Jahren geschrieben, der nunmehr bei uns als »Nur ein Schritt« als Taschenbuch vorliegt. Erschienen bei Diana, 335 Seiten, 9,99 Euro. Und obwohl es der erste Roman Baileys ist, begeistert er zu Recht auch Kenner des Thriller-Genres. Und wie es sich für einen guten Thriller gehört, wird über lange Strecken nicht klar, wie eigentlich die Zusammenhänge sind. Das Buch beginnt mit einem Knaller. Eine Fremde drückt der verdatterten Morgan ihr Baby in den Arm und lässt sich dann vor den einfahrenden Zug fallen. Schnell gerät Morgan in Verdacht, nicht so unschuldig und ahnungslos zu sein, wie sie aussagt. Denn die Unbekannte kannte ihren Namen und ist außerdem ein echter Promi, auch wenn sie in Jogginghose, dreckigem T-Shirt und mit fettigen Haaren und Ringen unter den Augen nicht so ausgesehen hat. Doch Morgan wünscht sich schon lange ein Kind, hatte aber den Kinderwunsch schon lange unterdrückt, denn ihr Ehemann hatte sich vor anderthalb Jahren das Leben genommen. Doch wie konnte die Fremde das wissen? Und wieso hat sie Morgan in ihrem Testament berücksichtigt, obwohl sie einander noch nie begegnet sind? Morgan ist vollkommen verwirrt, muss aber die Wahrheit unbedingt herausfinden. Dabei stößt sie auf jemanden – aber wir wollen nicht zu viel verraten, denn das Buch lebt von der Spannung! Bieterverfahren - die andere Art Immobilien zu verkaufen ...wenn es sich richtig anfühlt. Die Frage, wie und wo ich wohne, ist definitiv nicht einfach. Mit unserer guten umfassenden Beratung, unserem Verständnis für Ihre persönliche Situation und viel Erfahrung, unterstützen wir Sie auf diesem Weg. Vom Hausverkauf bis zu Ihrem neuen Zuhause. www.skw.immobilien/hausverkauf Bungalow in Rheda Bequemes Wohnen auf einer Ebene, ca. 94 m² Wfl. aufgeteilt auf 3 Schlafzimmer, Wohn-/Essbereich, Küche, Bad, WC zzgl. Nfl. im Spitzboden. 638 m² GS mit überd. Freisitz, Garage, 2 Stellpl. € 369.000 Bedarfsausw., Baujahr 1985, Gas, 165,9 kWh (m²·a), EEK F Markus Baum, 05241 / 9215-29, Objekt-Nr.: 3939 G Perfekt – auch für „ältere Semester“. Zweizimmerwohnung in ruhiger Lage von Stromberg. 5FH, Baujahr 1981, Jahreserbpacht für diese ETW € 209,40 (Laufzeit bis 2072), ca. 60 m² gepflegte Wfl. mit großer Sonnenterrasse, Garage € 105.000 Verbrauchsausweis, Öl, 120 kWh (m²·a), EEK D Ursula Kreft, 05241 / 9215-14, Objekt-Nr.: 1675 R Für Ihre Fragen rund um das Thema Immobilie stehen Ihnen Manuela Dreier sowie unser gesamtes Team jederzeit gerne zur Verfügung. KW Haus & Grund Immobilien GmbH Strengerstraße 10 33330 Gütersloh 05241 / 9215 - 0 www.skw.immobilien Das Stadtgespräch 49

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