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Das Stadtgespräch Ausgabe Oktober 2021 auf Mein Rheda-Wiedenbrück

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Das Stadtgespräch Ausgabe Oktober 2021 auf Mein Rheda-Wiedenbrück

1 (V. l.) Landrat

1 (V. l.) Landrat Sven-Georg Adenauer, Helga und Richard Kügeler, Bürgermeister Theo Mettenborg E Ein Leben für das Radiound Telefonmuseum Richard Kügeler erhielt Bundesverdienstmedaille (Kem) Sichtlich bewegt nahm Richard Kügeler die wertschätzenden Worte der Laudatoren zur Auszeichnung mit der Bundesverdienstmedaille für sein jahrzehntelanges Engagement für das Radio- und Telefonmuseum entgegen. »Das wohl weltweite Unikat Radio- und Telefonmuseum in dem früheren Verstärkeramt. Das ist ihr Lebensthema«, würdigte Landrat Sven-Georg Adenauer das Wirken des Geehrten bei der Überreichung des vom Bundespräsidenten verliehenen Verdienstordens in der guten Stube des Historischen Rathauses Wiedenbrück, verbunden mit den Glückwünschen des Ministerpräsidenten. Die Entstehung des Museums vor 18 Jahren sei allein auf seine Privatinitiative, den Einsatz des Privatvermögens als Bürgschaft für den Kauf der Museumsräume und seiner Sammelleidenschaft für historische Geräte der Radio-, Fernseh-, Phono- und Telefontechnik zurückzuführen. Es sei kultig, er mache damit Heimat und teile die Freude an bestimmten Techniken mit anderen. Das Museum zählt jährlich ca. 6000 Besucher aus der Region sowie ganz Deutschland. Zuvor habe er es rund ein Jahr lang als Privatperson betrieben. Er mache in diesem Museum alle Jobs: Ob als Museumsleiter, Museums- und Ausstellungstechniker, Museologe, Museumspädagoge und Betreuer der Besuchergruppen. »Wir sprechen hier vom Ehrenamt. Andere Leute machen für diese Tätigkeit eine zweijährige Ausbildung. Herr Kügeler ist in dieser Hinsicht ein selbstgemachter Profi. Respekt!«, sagte der Landrat. Unterstützung findet er bei den vielfältigen Aufgaben durch die aktiven Mitglieder des von ihm 2004 gegründeten Betreiber-Vereins, der auch den Bunker des Verstärkeramts gekauft hatte und Sitz des Museums in St. Vit ist. In diesem Zusammenhang sprach der Landrat auch Helga Kügeler an. Sie arbeite mit ihrem Mann gemeinsam leidenschaftlich für das Museum. Das sei nicht häufig und keinesfalls selbstverständlich. Gemeinsam stellten die beiden auch die Zukunft des Radio- und Telefonmuseums durch die Gründung einer Stiftung sicher. »Hier haben Sie Ihrer persönlichen Gestaltungskraft und Ihren Wertvorstellungen und Visionen einen Rahmen geschaffen, der das Kulturgut, das Sie zusammengetragen haben, in die Zukunft bringen wird. Dahinter steckt eine Haltung. Diese wollen wir würdigen«, unterstrich der Landrat. Ebenfalls Bürgermeister Theo Mettenborg hob hervor, dass man »auf Menschen wie Sie« stolz sein könne. Er habe sich durch die Bereicherung des kulturellen Angebots mit dem Radio- und Telefonmuseum um die Stadt Rheda-Wiedenbrück verdient gemacht. Heinz-Dieter Brökelmann würdigte u. a. den großen zeitlichen Aufwand, mit dem sich der Geehrte um das Museum kümmere. Von den zurückliegenden 20 Jahren würden rund fünf Jahre darauf entfallen. Den Glückwünschen schlossen sich Weggefährten des Geehrten an – namentlich hier genannt die Vorsitzende vom Akkordeonorchester Hohnerklang Oelde, Margit Altemark, und mit musikalischen Ständchen Dirigent Olaf Wittelmann sowie Vertreter vom Modellflugclub Rheda-Wiedenbrück. Es gleitet die Sicht von Blatt zu Blatt. Den Herbst erleben – Gleitsichtbrillen mit bester Beratung. 50 Euro * für Einstärkenbrillen 100 Euro * für Gleitsichtbrillen * Gültig bis: 30.10.2021 | Einstärke ab 250€ Warenwert Gleitsicht ab 500€ Warenwert | Nicht mit anderen Aktionen kombinierbar Berliner Straße 42 · 33378 Rheda-Wiedenbrück · Tel. 05242 / 43 101 rheda@optik-kessner-heimann.de · www.optik-kessner-heimann.de 12 Das Stadtgespräch

Z Zum letzten Mal 500 Meter Die »Sechs-Uhr-Schwimmer« verabschiedeten die 85-jährige Elsbeth Nestler 1 Gern überreichte ebenfalls Bürgermeister Theo Mettenborg der langjährigen Frühschwimmerin einen Blumengruß. 1 Die »Sechs-Uhr-Schwimmerinnen und -schwimmer« verabschieden Elsbeth Nestler in den »Schwimmruhestand«. (Kem) »Ihr seid doch verrückt!«, sagte Elsbeth Nestler überwältigt, als die »Sechs-Uhr-Schwimmer« sie an ihrem letzten Schwimmtag Spalier stehend am Freibad Rheda begrüßten. Sichtlich bewegt nahm die Fünfundachtzigjährige das große Hallo und den Applaus, die vielen guten Wünsche sowie überreichten Rosen beim Durchschreiten der Reihen ihrer Mitschwimmer und Mitschwimmerinnen entgegen. Als die anwesenden rund 25 Frühschwimmer sie am Ende auch noch zu einem mit herrlichsten Köstlichkeiten gefüllten Präsentkorb begleiteten – den hatten die Schwimmmeister mit einem Herz aus Teelichtern eingerahmt, wusste Elsbeth tief berührt von der gelungenen Überraschung nichts mehr zu sagen. Sogar Bürgermeister Theo Mettenborg hatte es sich nicht nehmen lassen mit einem Blumenstrauß vorbeizukommen. »Vielen Dank, dass Sie durch Ihre jahrzehntelangen Treue zum Erhalt unserer Bäder beigetragen haben«, würdigte er sie respektvoll. Mit dieser herzlichen Verabschiedung hatte die frühere Postbedienstete und spätere Angestellte bei Bertelsmann überhaupt nicht gerechnet. Die Vorbereitungen dafür hatten Gisela Albers und Anja Linnemannstöns getroffen. »Wir können Elsbeth doch nicht so einfach gehen lassen«, waren sich die beiden Frühschwimmerinnen einig, als sie gewahr wurden, dass diese Badesaison ihre letzte sein sollte. Sie habe nun das Alter dafür erreicht, konnte man von ihr hören. Die Idee der zwei Initiatorinnen, Elsbeth festlich zu verabschieden, fand spontane Zustimmung bei den anderen frühen Badegästen. Die Spendenkasse für den Präsentkorb füllte sich schnell. Nun musste nur noch verhindert werden, dass Elsbeth wie gewohnt als Erste am Freibad eintrifft. Unter einem Vorwand holte Gisela Albers sie von ihrer Wohnung an der Ernst Moritz-Arndt-Straße mit dem Wagen ab. Das war eine absolute Ausnahme: In all den Jahrzehnten zuvor kam die Mutter zweier 55- und 58-jährigen Söhne stets mit dem Fahrrad. Seitdem ihre Kinder groß sind, das liegt nun schon rund 40 Jahre zurück, fuhr sie täglich um 7 Uhr in Begleitung ihres Mannes zum Freibad. Sechs Uhr wurde ihre neue Schwimmzeit, als sie alleine das Freibad aufsuchen musste. Sie trifft aber regelmäßig schon 20 Minuten vor der Zeit am Freibad ein. »Weil ich schon so früh wach werde und ich dann am besten durch den Verkehr komme«, berichtete sie. Und sie genießt es, das eine oder andere Schwätzchen mit Gleichgesinnten zu wechseln. Sie sei immer gut gelaunt. Und ihr Lachen sei fast jeden Morgen unter ihrem Fenster zu hören, erzählte Heike Eickholz, Mitarbeitende im Freibad und auch dort Wohnende. Elsbeth Nestler schwamm immer in der Bahn 1, direkt an der Treppe. Anfangs absolvierte die Brustschwimmerin regelmäßig 1000 Meter. Mit zunehmendem Alter reduzierte sie die Distanz auf zuletzt 500 Meter. Die benötigte Zeit aber blieb immer dieselbe, blickte die gebürtige Erfurterin und seit 1957 in Rhede-Wiedenbrück wohnende Sportlerin lächelnd zurück. Auf ein Wiedersehen mit Elsbeth Nestler voraussichtlich im November freuen sich auf jeden Fall alle »Sechs-Uhr-Schwimmerinnen und -schwimmer«. Dann trifft sich die schwimmbegeisterte Gruppe zum Ausklang der Saison zur sicherlich ausgeschlafenen Zeit in Herzebrock bei ihrer Schwimmfreundin Brigitte zum Klönen und Speisen in gemütlicher Runde. Das Stadtgespräch 13

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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