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Das Stadtgespräch Ausgabe März 2021

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Das Stadtgespräch auf Mein Rheda-Wiedenbrück mit der März Ausgabe 2021

1 Verdienter Ruhestand:

1 Verdienter Ruhestand: Brigitte ATeckentrup schließt zum 1. April 2021 ihr Lebensmittelgeschäft an der Lippstädter Straße. Abschied vom letzten Tante-Emma-Lädchen Teckentrup Lebensmittel schließt zum 1. April (bew) Ob auf dem Weg zur Arbeit oder in Richtung Schulzentrum am Burgweg. Wer regelmäßig die Lippstädter Straße in Wiedenbrück entlang kommt – kennt Teckentrups Lebensmittelladen. Das kleine Geschäft ist eine Institution – nicht nur bei hungrigen Handwerkern und Schülern. Bereits morgens ab 5.30 Uhr warten leckere belegte Brötchen, heiße Getränke und vieles mehr auf eilige Kunden. Doch damit ist ab April in dieser Form Schluss. Inhaberin Brigitte Teckentrup schließt nach 25 Jahren die Ladentür. »Bei 98 Prozent Stammkundschaft und einem generell sehr herzlichen Miteinander erntet man natürlich erst einmal lange Gesichter, wenn man so eine Nachricht verkündet. Viele Kunden schätzen mich ein wenig jünger, aber ich bin nun mal schon 65 und betreibe den Laden seit einem Vierteljahrhundert«, erzählt Brigitte Teckentrup. 1 Leitungswasserschäden können Lrichtig ins Geld gehen. Die deutschen Versicherer verzeichnen in der kalten Jahreszeit im Schnitt rund eine Million Schäden. Foto: Provinzial Leitungswasserschäden Kleine Risse mit großer Wirkung Rund eine Million Leitungswasserschäden werden den deutschen Versicherern jährlich gemeldet. Hat sich das Wasser erst im Gebäude ausgebreitet, sind hohe Folgeschäden vorprogrammiert. Letztlich kann auch die Wohnqualität durch die dann notwendigen Trocknungsmaßnahmen Erfolgreicher Ein-Frau-Betrieb Um ihren Kunden frühmorgens ein schnelles Frühstück zum Mitnehmen zu ermöglichen, springt sie selbst bereits um 3.30 Uhr aus den Federn, steht eine Stunde später im Geschäft und belegt Brötchen. »Ich kenne meine Kunden natürlich und weiß genau, wer wann kommt. Da bereite ich schon einmal die passende Anzahl vor«, erklärt Brigitte Teckentrup die Abläufe in ihrem erfolgreichen Ein-Frau-Betrieb. Übernommen hatte sie den Laden ursprünglich gemeinsam mit ihrem Mann von der Familie Bitter, die an gleicher Stelle bereits lange Jahre ein Lebensmittelgeschäft betrieb. Die Quetschbrötchen mit Schaumkuss in der Mitte dürften noch vielen in Erinnerung sein. Heute sind es vor allem die Fleischwurst- und Mettbrötchen, die jeden Tag zahlreich über die Theke in »Teckis Lädchen« gehen. »Besonderer Dank gebührt natürlich meinen Kunden für ihre jahrelange Treue. Zum Teil sind gute Freundschaften entstanden. Zum anderen möchte ich dem Großhandel Lüning für die fachliche Beratung danken. Auch menschlich hatte man dort immer ein offenes Ohr für mich und hat mich tatkräftig bei der Renovierung vor fünf Jahren unterstützt«, zieht Brigitte Teckentrup ihr Resümee. massiv beeinträchtigt werden. Gänzlich verhindern lassen sich Leitungswasserschäden zwar nicht. Allerdings kann man das Risiko und auch die Folgeschäden erheblich verringern. Gerd Heukamp und Markus Wiemann von der Provinzial in Rheda-Wiedenbrück geben Tipps, auf was man achten sollte. Zu den häufigsten Ursachen von Leitungswasserschäden zählt das Alter der Leitungsrohre. Viele Hauseigentümer sind sich gar nicht bewusst, dass die Leitungen ganz normal verschleißen wie andere Gebrauchsgegenstände. Die maximale Haltbarkeit von Trinkwasserleitungen liegt bei etwa 30 bis 50 Jahren. Oft treten auch Risse in den Leitungssystemen auf, wenn es im Winter frostig ist. Der Grund: Beim Gefrieren vergrößert sich das Volumen des Wassers um rund zehn Prozent, die Rohre können dem erhöhten Druck oft nicht standhalten. Der Schaden fällt aber häufig erst auf, wenn die Temperaturen wieder steigen und die gefrorenen Leitungen auftauen. Betroffen sind neben Trinkwasserleitungen häufig auch Heizungsrohre, -kessel oder Boiler. Heizen hilft Gibt es Risse in den Leitungen, bleiben Wasserschäden oft nicht aus. Daher gilt es, die Wasserzuleitung sofort abzusperren und den Hahn zu öffnen, so dass der Überdruck entweichen kann. Außerdem ist es wichtig, dass der Raum gut beheizt ist und regelmäßig gelüftet wird. Nur so kann sich die Feuchtigkeit verflüchtigen. Im Schadensfall sollte man zeitnah seinen Versicherer informieren und gegebenenfalls Fotos der entstandenen Schäden machen. Die Westfälische Provinzial Versicherung hilft zum Beispiel dabei, örtliche Spezialisten für Trocknungsund Sanierungsmaßnahmen zu finden und unterstützt ihre Kunden bei 56 Anzeigen Das Stadtgespräch

der Organisation der Instandsetzungsarbeiten. Durch Wasser entstandene Schäden am Hausrat ersetzt die Hausratversicherung. Beschädigt das ausgetretene Leitungswasser das Gebäude, greift die Wohngebäudeversicherung. Darunter fallen zum Beispiel auch Schäden an Sanitärinstallationen und Zentralheizungen. Die Versicherung kommt aber nur für den kompletten Schaden auf, wenn dieser trotz notwendiger Vorsorgemaßnahmen entstanden ist. Dazu gehört es, Räume immer ausreichend zu heizen. Elektrische Absperrventile beugen vor Indem man die Rohre im Haus warm hält, kann man Wasserschäden vorbeugen. Wichtig ist es, auch an Räume zu denken, die selten benutzt oder beheizt werden. Ist eine längere Abwesenheit geplant, empfiehlt es sich, die Trinkwasserzuleitung abzusperren. Denn ist über Wochen niemand in der Wohnung, kann Wasser austreten, ohne dass es jemand bemerkt. Helfen können auch elektrische Absperrventile, die den Wasserfluss stoppen. Optimal ist hierbei eine Kombination aus manueller und automatischer Funktion. Damit lässt sich das Wasser manuell abschalten, wenn man die Wohnung verlässt. Über einen Messmechanismus im Ventil wird das Wasser aber auch automatisch abgesperrt, wenn davon zu viel durch die Leitung fließt. E Einer gegen den Durst Doris Vollmer übergibt Getränkehandel an Paehler-Borgmeier (bew) »Ich möchte nach der langen Zeit mit einem guten Gefühl ausscheiden und ich weiß, dass ich das mit der Übergabe des Geschäfts an die Firma Paehler-Borgmeier auch tun kann. Hier sind sowohl meine Firmenkunden als auch Gastronomie und die zahlreichen Privatkunden in den besten Händen.« Mit diesen Worten unterstreicht Doris Vollmer ihre Entscheidung, den Getränkefachhandel an der Fritz-Burmann-Straße in Wiedenbrück zum 1. März 2021 aus Altersgründen zu schließen. Vollmer betont, dass dieser Schritt nichts mit der Corona-Situation zu tun habe, sondern ihre Entscheidung bereits längere Zeit gereift sei. Dennoch habe die Pandemie ihr die Gelegenheit gegeben, zu entschleunigen und ihren Beschluss somit indirekt bestärkt, erklärt Doris Vollmer. Firmen mit Geschichte Angefangen hat die Geschichte des Getränkehandels bereits im Jahr 1906. Damals gehörte das Gebäude am Rande der Innenstadt der Hohenfelder Brauerei und der dortige Bierverlag wurde zunächst von Familie Berlage aus Rheda betrieben. Im Jahr 1952 übernahmen schließlich Doris Vollmers Eltern den Betrieb von der Verwandtschaft der Mutter. Sie selbst wagte dann 1993 den Quereinstieg in die Branche, nachdem sie zunächst eine Ausbildung und Fachabitur absolviert sowie Fotodesign studiert hatte. Auf eine lange Tradition blickt auch das Unternehmen Paehler-Borgmeier aus Rietberg zurück. Seit 1898 ist man hier im Auftrag des gepflegten Durstlöschens unterwegs. Über Jahrzehnte gewachsen, verfügt der Betrieb 1 Auf einer Wellenlänge, aber natürlich mit Corona-bedingtem Abstand: Thorsten Borgmeier übernimmt ab 1. März den Getränkefachhandel von Doris Vollmer. heute über ein modernes 1500 Quadratmeter großes Getränkelager mit 280 Quadratmeter großem Kühlraum. »Diese Ausstattung erlaubt es uns, auch sehr kurzfristig entstehenden Bedarf zu decken. Des Weiteren stehen noch 500 Quadratmeter Lagerfläche für eine sehr gepflegte Festausrüstung zur Verfügung. Unser Getränkesortiment umfasst nationale und international Markengetränke, sowie regionale Spezialitäten«, erläutert Geschäftsführer Thorsten Borgmeier. Komplettpaket übernommen »Wir liegen absolut auf einer Wellenlänge. Thorsten Borgmeier ist bodenständig und zuverlässig. Im Sinne meiner Kunden und Mitarbeiter war es mir besonders wichtig, dass jemand das Unternehmen als Komplettpaket übernimmt«, erzählt Doris Vollmer von ihrem Übergabeplan. Auch ihre beiden langjährigen Angestellten Jasmine Elste und Oliver Jung werden von der Firma Paehler-Borgmeier übernommen. Der Kontakt zwischen den beiden Betrieben bestehe schon seit über 20 Jahren, so Vollmer. Da sich der Getränkefachhandel Vollmer über Jahrzehnte einen guten Namen im Außer-Haus-Service gemacht habe, ändere sich für die Kunden zukünftig nichts, außer der Firmenadresse, pflichtet Thorsten Borgmeier bei. »Viele kennen unser Unternehmen ja auch bereits von Schützenfesten, Party-Service oder dem Wiedenbrücker Weihnachtsmarkt«, so der Rietberger. Wie Doris Vollmer möchte auch er eine etwaige Verunsicherung vermeiden und legt wert auf einen guten Kundenkontakt. »Man geht immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Mir werden die tagtäglichen Kontakte und der Austausch mit meinen Kunden sicher fehlen, aber gleichzeitig freue ich mich auch auf den neuen Lebensabschnitt. Mir bleibt nur noch, mich an dieser Stelle herzlich für das jahrzehntelange Vertrauen meiner Kunden zu bedanken«, so Doris Vollmer abschließend. Die Telefonnummer des Getränkefachhandels Vollmer wird zwar noch einige Zeit erreichbar sein, die Rufumleitung erfolgt dann ab März allerdings zur Firma Paehler-Borgmeier. Kontakt: Paehler-Borgmeier · Getränke-Fachgroßhandel · Inselweg 30, 33397 Rietberg · Telefon: 05244/8867 · www.paehler-borgmeier.de Das Stadtgespräch Anzeigen 57

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