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Das Stadtgespräch Ausgabe Juli 2020

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Das Stadtgespräch und Mein Rheda-Wiedenbrück Juli 2020

S Erna und Berta

S Erna und Berta Seniorenzeitung »Vor kurzem habe ich im Internet ein Gedicht zugeschickt bekommen, das ich ganz großartig finde. Hast du auch ›Meine Seele hat es eilig‹ gelesen?« »Ist das nicht so ein riesig langes Ding? In der Mitte bin ich, glaub ich, abgestorben.« | »So haben das sicher viele gemacht. Dabei find ich gerade die zweite Hälfte besonders treffend. In der ersten Hälfte stellt der Autor ja nur fest, dass er schon bei Jahren ist und dass er in seiner verbleibenden Lebenszeit vieles nicht mehr tun möchte. An endlosen Konferenzen teilnehmen, von denen man weiß, dass nichts dabei herauskommt; absurde Menschen ertragen, die trotz ihres Alters nicht gewachsen sind und so Zeug.« | »Ja, ich erinnere mich. Dann stand da ›mehr lesen‹ oder sowas und ich dachte, mach ich ein andermal.« | »Genau. Aber du weißt ja, ich habs mit Sprüchen und Gedichten.« | »Hast du nicht mal erzählt, dass deine Oma schon mal zwischendurch aus Gedichten zitiert hat, die ihr gerade einfielen?« | »Das stimmt. Das hat mich vielleicht beeinflusst. Na jedenfalls, in der zweiten Hälfte dieses besonderen Gedichts schreibt der Autor dann, dass er sich wünscht mit Menschen zu leben, die über sich selbst lachen können, die die menschliche Würde verteidigen, die ›an der Seite der Wahrheit und Rechtschaffenheit gehen möchten‹. Und dass seine Seele ›es eilig hat, mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann‹. Und dann noch: ›Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen, in Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen‹. Ist denn das nicht großartig gesagt?« | »Doch, wirklich. Wie heißt der Autor denn überhaupt?« »Da muss ich nachsehen… Mario de Andrade, einer der Gründer der brasilianischen Moderne, steht dabei.« Streben nach Glück »Wer ständig nach Glück strebt, wird unglücklich,« behaupten Forscher der Universität Toronto. Glück läßt sich nicht erzwingen, und wer ihm verkrampft nachrennt, gerät in eine Spirale des Scheiterns. Weil diese Anstrengungen einen noch immer nicht in einen Zustand entrückter Seligkeit versetzt haben, muß eben noch verbissener daran gearbeitet werden. Aber wann soll das auch noch in den so vollgepackten Alltag passen? Die kanadischen Psychologen vergleichen die Dynamik der Unzufriedenheitsspirale mit den inneren Kämpfen eines Mitglieds in einem Fitness-Club: Die guten Vorsätze sind vorhanden, aber heute hat es wieder nicht geklappt, zum Training zu gehen. Aber statt endlich loszulassen, nimmt sich der Sportmuffel auf dem Sofa vor, morgen endlich im Studio kräftig zu schwitzen – und scheitert abermals. Nach dem gleichen Glück Suchende scheitern, wenn sie glücklich werden wollen und sich vornehmen, hart daran zu arbeiten, denn Glück soll angeblich erlernbar sein, so das Credo von Glücks-Coaches. Das klingt vielversprechend, sorgt aber recht sicher für die nächste Enttäuschung. Wissenschaftliche Belege beweisen, dass die krankhafte Suche nach dem Glück die Menschen zuverlässig unzufriedener macht. Das Glück erreichen nur jene selten, die laut nach ihm rufen. Nun also, was sollen Glücksuchende demnach machen? Loslassen, dann kommt das Glück unter Umständen von allein, wenn man nicht mehr danach sucht. Auf der Parkbank ...mitgehört und aufgeschrieben Foto: eyetronic – Fotolia.com ER: Vor einigen Tagen las ich in der GLOCKE einen interessanten Artikel über ›Feuerwehr ortet Notrufe per Handy‹. Mein Interesse an allem, das zusätzliche Sicherheit verspricht, war geweckt, ich wollte wissen, ob das System nur für Bielefeld in Frage kommt, denn dort wurde es testweise erprobt. SIE: Und wie konntest du dir Klarheit verschaffen? ER: Im GLOCKE-Artikel waren bereits die wichtigsten Fragen über die Funktionsweise des neuen Systems beantwortet. Ein Handy-Notruf unter der bundesweit gültigen Nummer 112 konnte schon immer grob anhand des Mobilfunkmastes geortet werden, in dem das Handy eingewählt war. Jetzt erfolgt die Ortung auf 10 Meter genau. Das neue System zeigt den schnellsten Weg zum Einsatzort automatisch an und überträgt gleichzeitig dieses notwendig Wissenswerte über das Feuerwehr-Einsatzleitsystem auch in das Einsatzfahrzeug selbst. SIE: Im Stadtbereich mit seinen Straßen und Plätzen scheint mir die genaue Ortung unproblematisch zu sein. Was geschieht aber, wenn sich der Notfall in Wald und Natur ereignete? ER: Da helfen die sogenannten ›Notfallpunkte‹, zu denen es eine Zufahrt gibt. Ein seit dem vergangenen Jahr eingeführtes ›Notrufabfragesystem‹ führt Anrufer und Disponent gezielt durch das Gespräch, mit dem Ergebnis, noch mehr Ruhe in das Geschehen zu bringen und um besser die Lage einschätzen zu können. Auch eine Anleitung zur Ersten Hilfe wird damit ermöglicht. SIE: Das alles scheint auf Bielefeld zugeschnitten zu sein. Was aber passiert in diesem Zusammenhang in Rheda-Wiedenbrück? ER: Unsere gesamte Region ist in dieses Rettungssystem eingebunden. Probeweise habe ich einen Notruf mit Genehmigung der Bielefelder Leitstelle gestartet. Man bestätigte ihn mit meinem Namen und meiner Anschrift. Dass ich dabei quitschfidel zuhause auf meinem Sessel saß, spielte keine Rolle. Wichtig ist nur, dass man seinen Notruf nur mit Handy oder Smartphone tätigt, und beide Geräte sollten jüngeren Datums sein. Ein Notruf über Festnetz erreicht zwar die Leitstelle, eine Ortung ist jedoch nicht möglich. Freie Pflegeplätzte in Seniorenheimen Unter der Internet Adresse www.Heimfinder.nrw.de sieht man auf einen Blick, ob ein Seniorenheim am Wohnort Pflegeplätze frei hat. Impressum Seniorenzeitung Verantwortlich für den Inhalt ist der Seniorenbeirat der Stadt Rheda-Wiedenbrück. Ständige Mitarbeit: Karl-Josef Büscher, Vroni Korsmeier, Carola Linnemann, Hans Rüsenberg, Hans Dieter Wonnemann, Koordination: Arnold Bergmann Leserzuschriften erwünscht! Schreiben Sie uns, wir antworten bestimmt: Rathausplatz 13, 33378 Rheda- Wiedenbrück, E-Mail: seniorenbeirat@rh-wd.de 62 Das Stadtgespräch

Juni MI 24 9.00 »Anfangsherz« Obwohl Mutter und Tochter, sind die künstlerischen Werke von Christel und Nicola Steffen doch sehr verschieden. In der Ankervilla stellen sie zum ersten Mal gemeinsam aus. Bis Ende Juli. Zeiten: Mo, Mi, Do, Fr 9–18 Uhr, Sa, So, Feiertag: 9.30–18 Uhr. 15.00 Jost Kobusch – Von Ostwestfalen zum Mount Everest Das Stadt- und Kunstmuseum Wiedenbrücker Schule und der Jugendkulturring machen mit 14 großformatigen Fotos von Expeditionen, Audiodokumenten und der Ausrüstung das Leben und die Gedanken des 27 jährigen Solobergsteigers aus Borgholzhausen erlebbar. Eintritt: Erw. 2,50 €, Kinder 1 €, Fam. 5 €. Öffnungszeiten: Mi 15–18 Uhr, Do, Sa, So 15–17 Uhr. SA 27 14.00–18.00 »Wer kennt den sowas« Ausstellung mit Raritäten und Kuriositäten im Radio- und Telefonmuseum, Eusterbrockstr. 44. Geöffnet: Sa, So und feiertags 14–18 Uhr sowie für Gruppen nach telef. Absprache (Richard Kügeler, Tel. 05242/44330). Bis 28. Februar 2021. Eintritt: frei – Spenden erbeten. Infos: verstaerkeramt.eu Kurzfristige Änderungen vorbehalten! 1 SO 28 SofaGottesDienst Ein Online-Angebot der Evangelischen Versöhnungs-Kirchengemeinde Rheda-Wiedenbrück zu Corona-Zeiten, immer sonntags unter https:// angekreuzt.ekvw.de/angebote/ neu-waehrend-der-coronakrisesofagottesdienst/?L=0 14.00–15.00 Offene Führung im Fürstlichen Schloss Rheda Gezeigt werden die romanische Schlosskapelle und die historischen Räume im Barocktrakt. Treff: Schlossmühle. Kosten: Erw. 12 €, Schüler, Studenten 6 €. Weitere Termine: So 5. 12., 19. und 26. Juli. Voranmeldung erforderlich: Tel. 02944/58441 und service@ kompass-hilft.de 15.00 Abschiedsgottesdienst der Franziskaner in der Marienkirche Livestream: www.youtube.com/ channel/UCWrjijF7msbIFBWyGourgYg MO 29 15.30–17.00 Online-Kunstkurs Im Bleichhäuschen für Kinder ab 6 Jahren. Es wird gezeichnet, gemalt und collagiert. Kosten: 8 € pro Einzeltermin. Anmeldung erforderlich unter: 05242/49811 oder m.koerkemeier@bleichhaeuschen.de Juli SO 5 11.00 GO East! Heimat anders denken Vier Autoren und eine Autorin lebten eine Zeit lang in Osteuropa. Alle empfanden die Begegnungen mit fremder Kultur als Herausforderung und – im Termine 1 Danielle Korfmacher, Carin Tiertsch, Christel u. Nicola Steffen Foto: Diakonische Stiftung Ummeln Nachhinein – als wesentliche Erweiterung ihres Lebenshorizonts. Sie wurden Zeugen einer ursprünglichen Erzählfreude und Erzähllust, die hierzulande kaum noch anzutreffen ist. Woraus sich die Frage ableitet: »Was hat der Osten, was der Westen nicht hat?« Und weiter: Wie kann man Ressentiments abbauen und die Kultur des anderen besser verstehen und einordnen? Ausstellungsinstallation von Jeremias H. Vondrlik mit Texten, Film, Musik und Fotografie von Ralf Thenior (Plowdiw), Martin Becker (Prag), Marius Hulpe (Krakau), Sabrina Janesch (Polen), Marc Degens (Armenien) bis zum 18. Oktober. Öffnungszeiten: Di–Fr, 14– 18 Uhr und Sa, So, Feiertag, 11–18 Uhr. Infos: Tel. 02529/9497900 und www. kulturgut-nottbeck.de Vorschau Das KleinKunst-SixPack der Flora Westfalica startet ab Oktober in die neue Saison. Gleich sechsmal öffnet sich bis März 2021 der Vorhang der Stadthalle für Comedians u. Kabarettisten. Neben Dave Davis, Kai Magnus Sting, Tobias Mann und Katie Freudenschuss präsentieren auch René Steinberg und Doc Esser ihr neues Programm. Ebenfalls am Start: Bernhard Hoëcker. Neben 6er Abos zu 87 € gibt es auch Einzelkarten zu 24,50 € bei der Flora Westfalica, Tel. 05242/9301-0. Klopapier haben wir zwar nicht! Was aber sonst noch lebenswichtig ist, liefert Ihre Caritas Gütersloh. Caritas-Corona-Hotline 05246/961405 montags - donnerstags 8.00 - 16.30 Uhr freitags 8.00 - 13.00 Uhr Das Stadtgespräch 63

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