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Das Stadtgespräch Ausgabe Juli 2020

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Das Stadtgespräch und Mein Rheda-Wiedenbrück Juli 2020

Jahre I00 Architektur

Jahre I00 Architektur und Bauen Beispielhäuser www.splietker.de Kleestr. 9 | Rheda-Wiedenbrück 05242 93770 | info@splietker.de 1 Die Sportabzeichenaktion 2020 in Rheda-Wiedenbrück begann aufgrund der Corona virus-Pandemie am 16./17. Juni. Das S Prüferteam mit Hermann Seeber (links vorn) hat sich intensiv vorbereitet und bittet die Erwerber um die strikte Beachtung der corona bedingten Verhaltensregeln. Foto: Wieneke Sportabzeichen-Aktion 2020 unter Covid-19-Bedingungen Telefon: 964545 Aufgrund der durch die Coronavirus-Pandemie bedingten hohen Hürden begannen die Sportabzeichen-Aktionen 2020 in Rheda-Wiedenbrück mit einer Verspätung von sechs Wochen am Dienstag/ Mittwoch, 16./17. Juni. Dazu haben engagierte Mitglieder von Stadtsportverband (SSV) und Sportabzeichenprüfern mit Hermann Seeber an der Spitze im Einklang mit der Stadt- und Kreisverwaltung sowie den Vorgaben von LSB und DOSB einen »speziellen Ablaufplan mit Einschränkungen« erarbeitet. Der Eingang zum Sportgelände am Berufskolleg am Sandberg ist wie folgt geregelt: Kommen und Gehen mit Mund-Nasen-Maske sowie bekannte Abstandhaltung, Eintragen in Anwesenheitsliste mit Uhrzeiten (eigenen Kugelschreiber mitbringen), Begrenzung der Teilnehmer auf dem Sportplatz, Anweisungen des Prüfers am Eingang sind ohne Diskussion verbindlich, Zutritt nur für Sportabzeichenerwerber – keine Begleitung von Familienmitgliedern. Prüfungen in den Disziplinen Hochsprung, Geräteturnen und für das Minisportabzeichen sind in diesem Jahr nicht möglich. Leichtathletik, Berufskolleg am Sandberg: dienstags und mittwochs – Kugelstoßen, Weitsprung, Sprint und Seilspringen (Seil mitbringen, sofern vorhanden); zusätzlich dienstags Wurf- und Schlagball sowie mittwochs Schleuder- und Medizinball. An jedem zweiten Sonntag (5. und 19. Juli, 2., 16. und 18. August sowie 13. September) von 10 bis 12.30 Uhr 800- und 3000 Meter-Lauf. Ende der Aktion ist am 22./23. September. Radfahren (5, 10, 20 Kilometer): sonntags 5. Juli, 2. August, 6. September um 8 Uhr sowie 18. September um 18 Uhr, Treffpunkt Moorweg, Eingang »Mertenshof«. 200 Meter-Radsprint: samstags 4. Juli, 1. August, 5. September um 15 Uhr, Treffpunkt Alte Lippstädter Straße Richtung Langenberg/Zufahrt zu Haus Aussel. Walking/Nodic-Walking: samstags 4. September, 1. August und 5. September um 17 Uhr, Treffpunkt Parkplatz am Hallenbad in Wiedenbrück. Schwimmen: Prüfungen können nur nach Abstimmung mit den Schwimmmeistern der Freibäder – sofern es der Badebetrieb zulässt – abgenommen werden. O Orgelmusik zum Feierabend Sommerkonzerte abgesagt Aufgrund der Pandemie müssen die Kirchengemeinde St. Clemens, der Verein »Freunde der Kirchenmusik in St. Clemens e. V.« und die Flora Westfalica die beliebte Konzertreihe »Orgelmusik zum Feierabend« von Juni bis August leider komplett absagen. Alle verpflichteten Künstler haben aber zugesagt, ihre Konzerte im Sommer 2021 nachzuholen. Bei nicht weiter verschlechtertem Infektionsgeschehen besteht die Aussicht, dass die Internat. Orgeltage im Herbst sowie der musikalischliterarische Advent im Dezember stattfinden können. 28 Das Stadtgespräch

T Tima, Vacilando und Boketto Andere Sprachen, andere Weltsicht Im englischsprachigen Raum sagt man »There loses something in translation«. Und das ist wohl wahr, denn abgesehen von den wenigen Beispielen, bei denen eine Übersetzung besser war als das Original, büßt wohl jede Übersetzung etwas ein. Wenn das nicht an einer schlechten Übersetzung liegt, dann kann das auch daran liegen, dass anderen Sprachen eine etwas andere Weltsicht zugrunde liegt. Das äußert sich darin, dass es in machen Sprachen für ganz bestimmte Phänomene einen Ausdruck gibt, den man in anderen Sprachen erst wortreich erklären muss. In Finnland, und wo auch sonst, gibt es das fabelhafte Wort »Poronkusema«, das ja, wie allgemein bekannt ist, die Strecke bezeichnet, die ein Rentier bequem zurücklegen kann, ohne eine Pause zu benötigen. Das sind dann siebeneinhalb Kilometer. Wo wir schon einmal beim Phänomen des Strecke-Zurücklegens sind, da bietet sich oftmals auch das Hawaiianische »Akihi« an. So nennen die Ureinwohner dieser Trauminseln es, wenn jemand sich nach dem Weg erkundigt, sofort losläuft und dann sofort wieder vergisst, wie die Wegbeschreibung lautete. Gut, das könnte auch die Orientierung eines Jugendlichen sein, dem der Saft auf seinem Handy-Navi ausgeht, aber die Hawaiianische Sprache gab es schon deutlich vor Erfindung der Mobiltelefonie, sogar vor Erfindung der Elektrizität. Ganz offenbar ist dieses Phänomen auf den Inseln im Pazifik sehr geläufig, nur so lässt sich erklären, dass es dafür ein eigenes Wort gibt. Wenn Spanier unterwegs sind, und vielleicht auch nicht nur dann, kommt es natürlich zur Frage, wohin sie denn wollen. Und wenn der Iberer das selbst nicht so genau weiß, nennt er das »vacilando«, jedenfalls 1 Nur wenige Poronkusema vom Zentrum Helsinkis entfernt wenn man der Engländerin Ella Frances Sanders glaubt, die sich mit unübersetzbaren Wörtern beschäftigt hat. Die Definition für vacilando lautet ungefähr: zögernd sein, ohne zu entscheiden, etwas zu tun oder zu sagen oder ohne zwischen mehreren Dingen zu wählen. Vacilar heißt zaudern, zögern, unsicher sein und so weiter. Das -ando ist das Gerundium, das sich schlecht ins Hochdeutsche, aber ganz gut ins Westfälische übersetzen lässt mit »am machen«. Also lautet wohl die angemessene Übersetzung für vacilando »am Rumeiern sein«. Die Unübersetzbarkeit hängt also ganz offenbar auch sehr davon ab, in welche Sprache man das jeweilige Wort übersetzen möchte. Wenn man beispielsweise in Portugal in einem Restaurant sitzt, in dem der klassische Fado gespielt und gesungen wird, dann begegnet einem unmittelbar nachdem das Licht gedimmt oder gelöscht wurde, ganz gleich ob man zum Beispiel noch isst oder nicht, das Wort »saudade«. Das ist mit Sehnsucht nur unzureichend übersetzt. In anderen Sprachen wie dem Englischen muss man lange definieren, was saudade wohl ausdrückt, aber da haben wir Deutschen es besser, denn wir haben den »Weltschmerz«. Das Leiden an der Welt q Das Stadtgespräch 29

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