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Das Stadtgespräch Ausgabe Januar 2017

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72 Das Stadtgespräch Lehnen Sie sich bequem zurück! Sie wollen Ihr Haus bzw. Ihre Wohnung verkaufen? ... wir machen das gerne für Sie. diskrete, seriöse Bewertung stilvolle Präsentation und Vermarktung Ansprache ausgewählter Kunden persönliche, professionelle Begleitung Für Sie vor Ort! Beraternachmittage in der Kreissparkasse. Rheda: am 1. Dienstag im Monat Wiedenbrück: am 1. Donnerstag im Monat von 14.30 - 18.00 Uhr oder nach Vereinbarung. Für Ihre Fragen rund um das Thema Immobilie stehen Ihnen von der SKW Vera Keßeler sowie von der Kreissparkasse Rainer Hagemeister und Michael Berghoff gerne zur Verfügung. Ruhiges Wohnen in Innenstadtnähe! Wiedenbrück: 5 Eigentumswohnungen, Neubaustandard KfW 55 mit kontrollierter Be- und Entlüftungsanlage, Erdwärme, sympathische Fußbodenheizung, bequemer Aufzug, 3 ZKB mit ab € 199.500€ 309.000 Vera Keßeler, 05241/9215-18, Objekt-Nr.:1447 R Exzellentes Wohnvergnügen! Attraktives Zuhause in ruhiger Wohnlage von Rheda, 639 m² Grundstück mit liebevoll gestalletem Gar- + Gäste-WC mit Dusche, Doppelgarage € 395.000 EFH, ohne Keller, Bj. 2009/20010, Bedarfsaus., Gas, 82,01(m²·a) Vera Keßeler, 05241 / 9215-18, Objekt-Nr.: 3537 G Wir wünschen unseren Kunden ein gesegnetes Weihnachtsfest. Möge das Jahr 2017 Ihnen Zufriedenheit, Erfolg und vor allem Gesundheit bescheren. KW Haus & Grund Immobilien GmbH Strengerstraße 10 33330 Gütersloh 05241 / 9215 - 0 www.skw.immobilien Das Krantor ist das bekannteste Wahrzeichen. Danzig – junge Stadt mit langer Geschichte Die politische Entwicklung in Polen muss einem Sorgen machen. Der Nationalismus blüht auf und treibt so seltsame Blüten wie es das ernstgemeinte Statement der Regierung in der Flüchtlingsfrage ist. Flüchtlinge wolle man natürlich gerne aufnehmen, nur sollten sie eben katholisch sein. Ja, neh, is klar. Am besten auch noch polnischsprachig sollten die Leute aus Syrien, dem Irak und Afghanistan sein. Und für diese bedenkliche politische Entwicklung steht Danzig, polnisch Gdansk, eben genau nicht. Denn auch wenn es dem rechten Flügel nicht passt – die wunderschöne Stadt an der Weichsel und der Ostsee ist kosmopolitisch und war es eigentlich immer schon. Seit 2000 Jahren Bernstein Wer seine Blechtrommel von Günter Grass gelesen hat oder auch die anderen Werke aus der Danziger Trilogie, der weiß um das Völkergemisch, das mindestens für die letzten zweitausend Jahre nachweisbar ist. Auch wenn Regierungen, die mit Demokratie nicht viel im Sinn hatten, Danzig als urdeutsch oder Gdansk als urpolnisch zu sehen, sprechen die Tatsachen dagegen. Um das Jahr 0 siedelten sich Goten im Mündungsgebiet der Weichsel an. Die standen in regem Handelskontakt mit anderen Völkern. Vor allem die Nordmännern aus Haithabu und anderen großen Städten hinterließen hier ihre Spuren, die zum Teil noch heute im Gebiet zwischen Danzig und der Marienburg zu finden sind. Auch die Vandalen ließen sich hier nieder, ebenfalls sind Menschen aus dem Gebiet des heutigen Deutschlands hier zu Hause gewesen wie diverse Skandinavier. Die Slaven sind relativ Neuankömmlinge, sind sie doch »nur« seit gut tausend oder elfhundert Jahren im Gebiet des heutigen Danzig ansässig. Ebenfalls im 10. Jahrhundert sind Kontakte mit den Balten belegt, die laut Tacitus nicht so faul wie die Germanen waren. Diese Aussage ist dadurch gestützt, dass seit dem Altertum Bernstein von der Ostsee bis nach Ägypten gelangte – allerdings haben den Transport sehr wohl auch Germanen übernommen, ganz so faul müssen dann doch nicht gewesen sein. Die Route führte dabei aus der Gegend des heutigen Danzig bis an die Adria-Küste beim heutigen Triest, von wo aus es mit dem Schiff weiter ging. Und hier kommt schon

73 Der Lange Markt ist Prachteinkaufsstraße. der erste touristische Tipp, denn Bernstein wird auch heute noch in großen Mengen im Baltikum, aber auch in Danzig verkauft – die Geschäfte und Stände muss man in der Innenstadt, genauer gesagt der Rechtstadt (polnisch Glowne Miasto), nicht lange suchen. Im Mittelalter lebte das westslawische Volk der Kaschuben in dem Gebiet der späteren Provinz Pommern. Allerdings standen die Kaschuben als Minderheit abwechselnd unter polnischer und dänischer Herrschaft, bis es dann zu Beginn des 14. Jahrhunderts wirklich interessant wurde. Es eskalierten Konflikte um Erbfolge zwischen den lokalen kaschubischen Fürsten von Pommern untereinander und, weil das offenbar nicht kompliziert genug war, mit dem Markgrafen von Brandenburg. Schließlich schaltete sich noch der polnische König ein, und zwar mit einer kleinen Garnison in dem Hafenort, der sich selbst in Urkunden und auf den Siegeln mehr als ein Jahrhundert lang als Dantzike bezeichnet hatte. Beim Einmarsch der Brandenburger Truppen (1308) in die Stadt, suchten die polnischen Soldaten sowie die Einwohner selbst Schutz beim Deutschen Orden. Der war nämlich schon links der Weichsel mit Ländereien vertreten. Die Ritter mit dem schwarzen Kreuz (im angelsächsischen Raum nennt man sie Teutonic knights, also teutonische Ritter) machten es sich in der Burg bequem und hielten sie gegen die brandenburgischen Truppen. Diesen nun wiederum waren von den deutschen Bürgern der Stadt die Tore geöffnet worden waren. Aber da damals schon nichts für umsonst zu haben war – Religion hin oder her – und man sich nicht auf einen angemessenen Preis für die Profi-Ritter vom Deutschen Orden einigen konnte, besetzten diese erst einmal die Stadt. Das mochte natürlich nicht allen Einwohnern schmecken – nicht erst in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts, also der Zeit von , der Werftarbeitergewerkschaft, waren die Einwohner Danzigs etwas renitent und keineswegs immer einverstanden mit dem, was die Herrschenden beschlossen. Blühende Hansestadt Trotz all der Zwistigkeiten blühte die Stadt als Teil der Hanse auf. 1361 wurde Danzig vollwertiges Mitglied und blieb es bis zum letzten Hansetag 1669. Der Lange Markt (Dlugi Targ) zeigt noch heute die Pracht der alten Handelshäuser. Besser gesagt zeigt die Prunkstraße, die zum Glück Fußgängerzone ist, diese Pracht wieder, denn ebenso wie alle anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt

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