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Das Stadtgespräch Ausgabe Januar 2017

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56 Das Stadtgespräch ONLINE GESCHENK- GUTSCHEINE ERHÄLTLICH Wärmste Erholung schenken JärveSauna Gütersloh. Ruhe genießen in der Sauna und Kraft tanken bei einer Massage. www.jaerve-sauna.de Die Welle wird ab 9. Januar 2017 umgebaut. Die JärveSauna bleibt geöffnet. Ein Angebot der Stadtwerke Gütersloh NAGEL, HAMMER UND PAPIER NAGEL, HAMMER UND PAPIER 500 Jahre Reformation (Ras) Als am 31.10.1517 Martin Luther an die Tür der Wittenberger Schlosskirche seine 95 Thesen anschlug, löste er damit ein religiöses Erdbeben aus, welches zur Trennung zwischen der evangelischen und katholischen Kirche führte. »Die Kirche muss sich immer wieder erneuern« forderte Martin Luther. Der Ablasshandel, festgefahrene Machtstrukturen und ein Gottesbild, das einen strafenden Gott predigte, waren Luther ein Dorn im Auge. Reformen waren sein Ziel, um den Menschen seiner Zeit die frohe Botschaft vom liebenden Gott verkündigen zu können. Als Pfarrer der Ev. Stadtkirche im Herzen von Rheda, in der man bis heute die enge Verbindung zum Fürstenhaus spürt, erklärt Pfarrer Rainer Moritz, wie sich die Reformation in Rheda vollzog. Nur 10 Jahre nach Luthers Thesenanschlag im Jahre 1527, wandte sich in Rheda Fürst Konrad zu Bentheim-Tecklenburg (1501 bis 1557) dem Luthertum zu. Er übernahm den reformatorischen Prediger Johannes Pollius in seine Dienste, mit dem er zusammen für seine Grafschaft eine eigene evangelische Kirchenordnung erarbeitete und 1543 einführte. Seitdem ist viel geschehen. Die Trennung zwischen evangelischer und katholischer Kirche hat alle Zeiten durchlebt, Zeiten des Krieges und Zeiten der Annäherung. Wie also mit 500 Jahren Reformation in Deutschland umgehen: feiern oder doch nur begehen? Hierzu vertritt Pfarrerin Kerstin Pilz aus Langenberg eine klare Position: »Das Jubiläum der Reformation ist für die Protestanten in Deutschland ein wichtiges Ereignis und ein wichtiger Zeitpunkt, um sich erneut zentrale Fragen zu stellen: Was bedeutet evangelische Identität in unserer heutigen Zeit? Welchen Herausforderungen muss sich die Kirche heute stellen?« Pfarrerin Pilz freut sich mit ihren Kollegen und den knapp 14.000 Gemeindegliedern in Herzebrock-Clarholz, Rheda- Wiedenbrück und Langenberg auf dieses Jahr. Denn die Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde Rheda-Wiedenbrück wird sich im Jubiläumsjahr der Frage nach der eigenen Identität stellen. Mit ganz unterschiedlichen Veranstaltungen über das Jahr möchte sie dem Evangelischen auf die Spur kommen. Mit einer Luther- Rallye beteiligt sich die Kirchengemeinde am Kreiskirchentag am 2.7.2017 in Gütersloh, am 8.10.2017 ist der Bachchor Gütersloh zu Gast und feiert einen Kantatengottesdienst in der Kreuzkirche Wiedenbrück und am 31.10.2017 feiert die ganze Gemeinde ein großes Fest für Alt und Jung. Gleichzeitig sind der Gemeinde aber auch die guten ökumenischen Beziehungen in Rheda- Wiedenbrück wichtig. »Nach 500 Jahren Reformation soll nicht das im Vordergrund stehen, was die katholische und die evangelische Kirche trennt, sondern all die Inhalte und Beziehungen, die uns verbinden. Denn vielen Herausforderungen unserer Zeit können wir uns nur gemeinsam stellen, als Christen«, betont Pilz. So findet Anfang 2017 ein Glaubenskurs statt, der sich den vier Worten der Reformation orientiert: sola fiede, sola gratia, sola scriptura, solus Christus – der Kurs ist in ökumenischer Zusammenarbeit geplant und für alle Interessierten jeder Konfession gedacht.

57 Dazu sind folgende Termine geplant: 26.1.2017 Thema »Gnade« in Wiedenbrück Pfarrer Beuermann 2.2.2017 Thema »Christus« in Langenberg Pfarrerin Pilz 9.2.2017 Thema »Glaube« in Rheda Pfarrer Mackenbrock 16.2.2017 Thema »Schrift« in Herzebrock Pfarrer Heckel mütlicher Pfingstweg zwischen der ev. Friedens- und der kath. Lambertuskirche vorbereitet. In der Wiedenbrücker Kreuzkirche findet zwischen 19.00 und 0.00 Uhr eine ganz besondere Revue zum Thema »2000 Jahre Christentum« statt. In der Stadtkirche wird der Abend von 19.30 bis 0.00 Uhr zum Motto »Eine meditative Nacht« gestaltet. In Herzebrock wird dann am Abend des Pfingstmontags ein großer ökumenischer Gottesdienst gefeiert. Pfarrer Rainer Moritz mit Martin Luther Darüber hinaus findet am Pfingstsonntag, 4.6.2017 in den Bezirken der Ev. Versöhnungs- Kirchengemeinde die »Ökumenischen Nacht der offenen Kirchen« statt. In Langenberg wird an diesem Abend zwischen 19.00 und 0.30 Uhr ein geistlich-kulinarisch-ge- Die Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde versteht das Jubiläumsjahr als eine Chance. Eine Chance, den Menschen zu zeigen, dass evangelische Kirche nicht verstaubt oder eine überkommene Tradition ist, die sich vielleicht überlebt hat. Sondern genau das Gegenteil, all die Menschen, die sich in der Versöhnungs- Kirchengemeinde ehrenamtlich engagieren, haben etwas zu sagen, wollen etwas in und für die Gesellschaft bewegen. Die Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde schaut auch nach 500 Jahr nach vorn – in die Zukunft, mit einem neuen evangelischen Zentrum am Schnitkerhaus in Rheda und mit einer ausgebauten und modernisierten Kreuzkirche an allen Tagen in Wiedenbrück. 500 Jahre Reformation in Deutschland – die Geschichte geht weiter. Claudia Raschert

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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