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Das Stadtgespräch Ausgabe Januar 2017

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52 Das Stadtgespräch In der Hansesteinsammlung im Flur des Oldenzaaler Rathauses ist unten rechts ein Platz für Rheda-Wiedenbrück freigeblieben. Empfang der Staffelläufer in Oldenzaal, dem Ziel des Staffellaufs von Rheda-Wiedenbrück in die niederländische Partnerstadt Der Hansebund und die Steinsammlung in Oldenzaal 1669 fand der letzte Hansetag in Lübeck, der Hauptstadt des Hansebundes, statt. Osnabrück und damit auch die Osnabrücker Hansebeistadt Wiedenbrück nahmen daran teil und hielten damit der mittelalterlichen Hanse bis zuletzt die Treue. Über 300 Jahre fiel die alte Hanse damit in einen Dornröschenschlaf. Als die niederländische Stadt Zwolle 1980 ihr 700jähriges Stadtjubiläum feierte, setzte man das Thema »Hansebund« mit auf das Programm der Feierlichkeiten und lud die ehemaligen Handelspartner dazu ein. 30 frühere Hansestädte sandten daraufhin eine Delegation nach Zwolle, darunter auch Oldenzaal, die ehemalige Hansebeistadt von Deventer. Spontan beschlossen die hanseatischen Gäste des Zwoller Stadtjubiläums die Wiederaufrichtung des Hansebundes. Außerdem wollte man die Tradition der Hansetage wieder aufnehmen und sich jedes Jahr in einer anderen Hansestadt treffen. Oldenzaal machte es Zwolle nach und verband 1999 das 750-jährige Stadtjubiläum mit dem Hansetag und organisierte dazu auch einen Hansemarkt. Die Oldenzaaler baten die teilnehmenden Hansestädte, einen Stein mit dem Namen ihrer Stadt als Geschenk mitzubringen. So wurden 35 Hansesteine zusammengetragen, die nun im Flur des Rathauses in einem Regal liegen, das die Rathausbesucher dort anschauen können. Rheda-Wiedenbrück war noch nicht dabei. Denn die Emsstadt wurde erst 2008 als neues Mitglied in den Hansebund der Neuzeit aufgenommen. Die Delegiertenversammlung stimmte auf dem Hansetag in Salzwedel dem Aufnahmeantrag aus Rheda-Wiedenbrück einstimmig zu. Der Hansestein aus Rheda-Wiedenbrück soll nun nachgeholt werden, denn die Oldenzaaler haben dafür extra einen Platz in ihrem Regal freigehalten. Bis zum großen Hansetag 2014 in Herford wuchs die Zahl der Mitgliedstädte im internationalen Hansebund auf 185. Darunter stand an erster Stelle Deutschland mit 101 Hansestädten – Rheda-Wiedenbrück eingeschlossen. Es folgten Polen mit 25, die Niederlande mit 15, die baltischen Länder Estland, Lettland und Litauen mit 14 und Russland mit 13 Hansebund-Mitgliedern. Insgesamt waren 16 europäische Länder an der Hanse beteiligt. Zwar nahmen nicht immer alle Hansestädte an jedem Hansetag teil, aber immer fand neben der Delegiertenversammlung auch ein Hansemarkt statt, auf dem die teilnehmenden Hansestädte einen Info-Stand aufbauten. Es wurden auch Bühnen aufgestellt, damit die Hanseaten von nah und fern Musikdarbietungen, Chorgesang, Tanz- und Theatervorstellungen präsentieren konnten. So beteiligte sich z. B. auch der Shanty-Chor die »Emsmöven« aus RhedaWiedenbrück mit einem ausgiebigen Repertoire am Programm des Lübecker Hansetages. An vielen Ständen wurden Speisespezialitäten aus den verschiedenen

53 Das Rathaus von Werben in der Altmark. Werben ist mit nur 1200 Einwohnern die kleinste Hansestadt im internationalen Hansebund. Hansestädten angeboten. Jeder konnte den Hansemarkt gratis besuchen. Besonders viele Hansestädte gibt es in Westfalen. Deshalb ergriff die Stadt Herford, auf deren Ortseingangsschildern »Hansestadt Herford« steht, die Initiative und gründete den westfälischen Hansebund unter der Schirmherrschaft des großen internationalen Bundes. Seitdem treffen sich auch die Westfalen jährlich auf dem westfälischen Hansetag. Genauso machen es die Hansestädte der Altmark im Norden des Bundeslandes Sachsen-Anhalt, die sich zum »altmärkischen Hansebund« zusammengeschlossen haben. Der westfälische Hansebund trifft sich 2017 in Wipperfürth; 2018 ist Haselünne und 2019 die Hansestadt Warendorf an der Reihe, den westfälischen Hansetag auszurichten. Zum großen, internationalen Hansetag 2017 wird die niederländische Stadt Kampen aan de ljssel einladen. 2018 werden die Hanseaten in Rostock zusammenkommen. Es wäre schön, wenn die Hansebundmitglieder Oldenzaal und Rheda-Wiedenbrück gemeinsam als Partnerstädte auftreten und am internationalen Hansetag 2017 in Kampen teilnehmen würden. Die Städtepartnerschaft zwischen Oldenzaal und Rheda- Wiedenbrück wurde anlässlich des 40jährigen Bestehens von beiden Seiten jetzt noch einmal bekräftigt. Man versprach sich, die Zusammenarbeit zu verstärken und zu vertiefen. Ein gemeinsames Mitmachen am Hansetag in Kampen würde das beispielhaft zeigen. Jürgen Sudhölter VERABSCHIEDUNG IM KLINIKUM GÜTERSLOH Chefarzt Dr. Eugen Klein nun im Ruhestand Gelenkersatz ist Vertrauenssache. Patienten suchen sich deshalb einen Operateur aus, der einerseits große chirurgische Erfahrung aufweisen kann, ihnen andererseits aber auch zuhört und sich Zeit nimmt für ihre Fragen. 15 Jahre lang war Dr. Eugen Klein genau solch ein Chefarzt, zunächst im Evangelischen Krankenhaus in Rheda, ab 2005 dann im Klinikum Gütersloh. Ende November haben ihn ca. 80 langjährige Kollegen und Weggefährten in den Ruhestand verabschiedet. Den Staffelstab an seinen Nachfolger Dr. Frank Hellwich hat er schon im Januar 2015 übergeben. »Ich weiß, dass meine ehemalige Klinik mit ihm gut gerüstet ist für die Zukunft«, so Dr. Klein.

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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