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Das Stadtgespräch Ausgabe Januar 2017

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40 Das Stadtgespräch FINANZIELLE VORTEILE BEI PFLEGE SICHERN! Auch Rheda- Wiedenbrücker profitieren 20 Jahre nach der Einführung wird die Pflegeversicherung mit Beginn des Jahres 2017 reformiert und die Einstufung der Pflegebedürftigkeit neu geregelt. Das neue System zollt den steigenden Zahlen von Demenzkranken Tribut: Sie werden besser abgesichert, den speziellen Risiken ihres Alltags wird nun früher Rechnung getragen, auch wenn sie körperlich topfit sind. Wer seine Pflegestufe allerdings allein wegen körperlicher Probleme hat, steht ab 2017 womöglich schlechter da als bisher und überdenkt besser, ob ihm nicht inzwischen eine höhere Pflegestufe zugesprochen würde. Die gilt es dann unbedingt noch bis Ende des Jahres zu beantragen. Auch Patienten, die noch gar keine Pflegestufe haben, diese aber vorwiegend wegen Einschränkungen ihrer Mobilität brauchen, sollten unbedingt noch in diesem Jahr ihren Antrag einreichen. Die Einstufung erfolgt dann nämlich noch nach dem alten System, auch wenn der Gutachter erst im nächsten Jahr kommt und die Einstufung erst 2017 offiziell wird. Das ist von Vorteil für Menschen mit vorwiegend körperlichen Beeinträchtigungen, denn im alten System wird für die Einstufung vor allem die Zeit zugrunde gelegt wird, die Menschen für ihre alltäglichen Verrichtungen wie zum Beispiel Ankleiden oder Morgentoilette aufwenden müssen. Mehr Geld für Pflege Pflegegrade statt Pflegestufen Ab Januar wird anders bewertet, statt der bisherigen drei Pflegestufen wird es fünf Pflegegrade geben, bei denen geistige und psychische Einschränkungen stärker ins Gewicht fallen, zum Beispiel das Nachlassen von Kommunikations- und Alltagskompetenz durch Demenz. Für Menschen, die rein körperlich eingeschränkt sind, wird es dadurch auf jeden Fall schwieriger, einen höheren Pflegegrad zugesprochen zu bekommen. Wer sich gut aufgehoben und richtig beurteilt fühlt mit seinem derzeitigen Pflegestufe, der muss nicht aktiv werden, denn die neue Einstufung kommt automatisch: Aus Pflegestufe 1 wird Pflegestufe 2, aus 2 wird 3 und so weiter. Auch wird es für die Stufe 1 ein Drittel mehr und für Pflegestufe 2 immerhin 20% mehr Geld geben, also zwischen 50 und 100 Euro mehr pro Monat, wenn man keinen Pflegedienst in Anspruch nimmt. Für die Unterbringung in einer Einrichtung gilt Bestandsschutz, so dass man auch ab Januar dasselbe wie 2016 zahlt. Die Höhe der Eigenleistung hängt ohnehin in Zukunft nicht mehr von der Pflegestufe ab, alle zahlen denselben Beitrag. Bekommt man in diesem Jahr schon den Zuschlag für Demenzkranke, geht es ab 2017 zwei Punkte hoch: Aus Pflegestufe eins wird automatisch Pflegegrad drei. Es lohnt sich also vorwiegend finanziell, möglichst schnell und möglichst ehrlich abzuchecken, ob man in der aktuellen Einstufung gut aufgehoben ist, falls nicht: Die letzten Tage strategisch zu nutzen, ist absolut legal. Foto: Robert Kneschke – fotolia.com

41 SICHERHEIT BEIM SILVESTERFEUERWERK SICHERHEIT BEIM SILVESTERFEUERWERK Krachen lassen Das alte Jahr mit möglichst viel Krach und Getöse zu verabschieden, soll Glück bringen. Irgendwie hat das Lärm-Machen auch etwas mit den bösen Geistern und Göttern der heidnischen Germanen zu tun. Die würden besonders zum Höhepunkt der sogenannten Rauh-Nächte ihr Unwesen treiben, wenn die Menschen sie nicht mit großem Getöse vertreiben könnten. Ursprung der Silvesterknallerei ist also die nackte Angst vor überirdischen Mächten. Wenn das nur so geblieben wäre, Ambulanzen und Notärzte hätten weniger zu tun: Angst wäre ein guter und gar nicht so abwegiger Grund, von Böllern und Krachern die Finger zu lassen und gesund und munter in das neue Jahr zu starten. »Falsche Einschätzung, Verwendung unter starkem Alkoholeinfluß und ein unsachgemäßer Umgang mit Feuerwerkskörpern haben jedes Jahr viele Brände und schwere Unfälle zur Folge«, warnt Ulrich Strecker von der Rheda- Wiedenbrücker Feuerwehr. Damit der Jahreswechsel unbeschwert und möglichst schadenfrei klappt, gibt die Feuerwehr Rheda-Wiedenbrück hier einige Hinweise und Ratschläge, die unbedingt beachtet werden sollten: · Feuerwerkskörper und Raketen sind Sprengstoff und dürfen an Jugendliche unter 18 Jahren nicht abgegeben werden. · Feuerwerkskörper sollen ausschließlich im Freien verwendet werden. · Keine Knallkörper in der Hand halten oder blindlings aus dem Fenster oder vom Balkon werfen. · Zünden Sie Feuerwerkskörper nur dort, wo dies auch erlaubt ist. Das Abbrennen der Böller in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sollte unterlassen werden. · Halten Sie Türen und Fenster geschlossen. · Stellen Sie brennbare Gegenstände vom Balkon in die Wohnung. · Halten Sie nach Möglichkeit ein geeignetes Löschmittel vor. Feuerwerke und Raketen unterliegen der Sprengstoffordnung – aus gutem Grund. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung empfiehlt, nur Feuerwerkskörper mit CE-Zeichen für geprüfte Sicherheit zu kaufen und außerdem auf die Kennnummer der Prüfstelle zu achten. Auch eine deutsche Gebrauchsanweisung ist ein Hinweis darauf, dass es sich um legale Knallkörper handelt, die für den europäischen Markt zugelassen sind. Bei illegal eingeschmuggelten Feuerwerkskörpern oder gar verbotenen Produkten ist das Schwarzpulver oft mit hochgefährlichen Zusätzen vermischt, um noch lauter und effektvoller hoch zu gehen. Bei deren Einsatz geht man ein großes Risiko ein, das man selbst weder mindern noch einschätzen kann. Die zu erwartenden Verletzungen sind viel größer und können – Sprengstoff eben – zum Verlust von Augen und Gliedmaßen führen. Erlaubt ist der Einsatz ohnehin nur vom 31. Dezember 00.00 Uhr bis Mitternacht am 1. Januar. Wer sich an diese Einschränkung nicht hält, muss mit Bußgeld an die 50.000 Euro rechnen. Um Missbräuchen vorzubeugen, werden Böller und Knaller auch erst vom 29.12. an verkauft, der in diesem Jahr auf einen Donnerstag fällt. Also: Sicherheit zuerst! Das Stadtgespräch wünscht einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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