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Das Stadtgespräch Ausgabe Januar 2017

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28 Das

28 Das Stadtgespräch Wir wünschen allen Kunden ein schönes Weihnachtsfest sowie einen guten rusch ins neue Jahr! Haustüren Fenster Rollladen Vordächer Überdachungen Lindenstraße 55a • 33378 Rheda-Wiedenbrück • Telefon: 0 52 42-40 68 45 0 Mo - Fr: 9.00 - 12.30 Uhr und 14.00 - 18.00 Uhr, Sa: 9.00 - 12.30 Uhr www.korfmacher-fenster.de • info@korfmacher-fenster.de von heute im Radio gibt. Damit sprechen die Sender die entsprechenden Zielgruppen an. Die 70er kommen nicht mehr so vor, weil diejenigen, die als Teenies diese Musik gehört haben, mindestens Ende 50 sind, von den 60er Jahren wollen wir erst gar nicht sprechen. Das ist Zielgruppentechnisch nicht mehr so interessant für die Werbung. Doch zurück zu den goldenen Achtzigern. In dem gerade erschienenen Buch «Wir Kassettenkinder – Eine Liebeserklärung an die Achtziger» (Knaur, 272 Seiten, 16,99 Euro) schreiben die Autoren Stefan Bonner und Anne Weiss in ihrem Vorwort: »wir gehörten zu einem verschworenen Club, zu denjenigen, die das letzte unverfälschte Jahrzehnt noch selbst miterleben durften und das Glück hatten, ihre Kindheit und Jugend in der besten aller Zeiten zu verbringen«. Und wissen Sie was? Das ist auch in Ordnung, das so zu sehen. Schließlich durften diejenigen, die zehn Jahre älter sind, die 70er Jahre auch glorifizieren. Und mit der Erkenntnis, dass man die Zeit vor dreißig Jahren praktisch automatisch als Goldenes Zeitalter ansieht, wird man auch etwas milder in der Beurteilung der Menschen, die Ende der 20er und Anfang der 30er Jahre geboren sind, denn die sind unter anderem auch um ihre unbeschwerten Jugenderinnerungen betrogen worden. Und so richtig in Jugenderinnerungen zu schwelgen, das tut doch gelegentlich echt gut. Wie waren denn nun die Achtziger, die heute legendär scheinen? Es war das Jahrzehnt, als mit dem Kassettenrekorder Mix-Tapes aus dem Radio aufgenommen wurden. Schulterpolster, Dallas-Frisuren und Hawaiihemden waren die Modesünden der Zeit. Wer in dieser Periode zwischen Bandsalat und Neuer Deutscher Welle, Indiana Jones und YPS-Heft, Atomwaffen und Ententanz aufwuchs, erlebte ein epochales, seltsam unbekümmertes, oft albernes Jahrzehnt, in dem alle trotz des drohenden Weltuntergangs durch sauren Regen, Tschernobyl und Kalten Krieg den Eindruck einer lustig-bunten Zeit hatten. Und natürlich fing irgendwann in jener Zeit die Zukunft an – auch ohne den Flux-Kompensator, den jeder Marty McFly-Fan kennt. Dabei ist das besondere Vergnügen bei der Lektüre dieses Buchs, dass man jede Menge Bekannte wiedertrifft. Nicht nur den Kassettenrekorder, den ich übrigens schon in seiner Mono-Telefunken-Version in den 70ern hatte, mit seinem Bandsalat trifft der Leser wieder, sondern jede Menge Bekannte aus Funk und Fernsehen, die D- Mark (weiß einer von den Jungen noch, was ein «Heimermann» ist? Kann er ja googlen), oder auch dämliche Werbespots, die man nie vergessen hat (der Blödmann, der in Italien in einen Tomatenstapel gefahren ist und den dann der Versicherungs-Fritze gerettet hat). Und natürlich trifft man die High Tech-Geräte der Zeit wie den Walkman oder den Joystick, ganz zu schweigen vom VHS-Videorekorder. Zum Glück mit einem Augenzwinkern schauen Stefan Bonner und Anne Weiss, natürlich selbst Kinder der Achtziger, zurück auf das Jahrzehnt, das sich als goldenes Zeitalter ebenso eignet wie jedes andere. Jedenfalls noch die nächsten zehn Jahre, wenn mein alter Prof. Recht hatte.

29 PREISBINDUNG FÜR REZEPTPFLICHTIGE ARZNEIEN EU-Rosskur für Apotheken vor Ort (bew) Der Europäische Gerichtshof hat kürzlich geurteilt, dass die deutsche Preisbindung für rezeptpflichtige Medikamente gegen EU-Recht verstößt. Während nun ausländische Versandhändler diese Arzneien mit Rabatten oder Boni für Kunden anbieten dürfen, gilt die Preisbindung für deutsche Apotheken und Versender weiterhin. Was bedeutet das Urteil für die Apotheken und Kunden in Rheda- Wiedenbrück? Ein Stadtgespräch mit örtlichen Pharmazeuten über die Grundversorgung, strenge gesetzliche Verpflichtungen, verschärften Wettbewerb und die Wichtigkeit der individuellen Beratung. Für Vor-Ort-Apotheken gelten strenge gesetzliche Verpflichtungen wie ständige Präsenz- und Beratungspflicht, Nacht- und Notdienste. Auch individuell angefertigte Rezepturen gehören ins Angebot des Apothekers vor Ort. Für ausländische Online-Arzneihändler gelten viele dieser Verpflichtungen nicht. Sie müssen für ihre Kunden lediglich eine Online- Beratung oder eine Telefonnummer vorhalten. »Man darf nicht vergessen, dass Apotheken mit der flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung einen gesetzlichen Auftrag erfüllen. Um diese zu gewährleisten und um keinen unnötigen Wettbewerb untereinander zu entfachen, wurde die Preisbindung für rezeptpflichtige Arzneien einmal eingeführt«, erläutert Dieter Grünewald, Inhaber der Markt-Apotheke in Wiedenbrück. Mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) sieht er diese Thorsten Köster mit Stammkundin Elisabeth Jarsch Grundsätze zum Wohle der Patienten und zum Schutz der Apotheken in Gefahr. »Dem normalen Wettbewerb mit frei verkäuflichen Arzneien muss ich mich stellen und das ist auch in Ordnung so, aber einem aggressiven Preiskampf um die rezeptpflichtigen Medikamente können wir vor Ort nicht standhalten«, so der approbierte Apotheker weiter. Preiskampf zulasten der Patienten Auch Johann-Jürgen Descher, Pharmazeut und Inhaber der Löwen-Apotheke in Wiedenbrück, sieht das Urteil des EuGH überaus kritisch: »Das Urteil hat Entsetzen in der Apothekerschaft ausgelöst. Wir befürchten große Nachteile im ohnehin immer schärfer werdenden Wettbewerb.

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

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