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Das Stadtgespräch Ausgabe Dezember 2020

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Mein Rheda-Wiedenbrück und Das Stadtgespräch. Stadtmagazin für Rheda-Wiedenbrück Dezember 2020

H Hallenbau statt

H Hallenbau statt Wagenbau WCV Grüne Funken stemmt Herkulesprojekt (Kem) Die Temperaturen in und vor der riesigen Scheune am Moorweg, Ecke Sudheide waren angenehm. Entsprechend gut war die Laune aller ehrenamtlichen Bauarbeiter des Wiedenbrücker Carnevalvereins »Grüne Funken«. Die Mitglieder des Elferrats hatten ihre grünen Sakkos gegen Arbeitszeug ausgetauscht. Sie erfüllten sich den Traum vieler Karnevalsvereine: Eine eigene Wagenbauhalle. Seit Ende September packen jeden Samstag bis zu fünfzehn, zwanzig freiwillige Helfer bei der Renovierung und Modernisierung der Halle mit an. Wer von den Mitgliedern eben Zeit hatte und die Möglichkeit für das Einbringen seines handwerklichen Geschicks sieht, unterstützte den außergewöhnlichen Einsatz auf der Großbaustelle. Durch den Ausfall des Karnevalwagenbaus konnten sie sich mit ganzer Kraft den Sanierungsarbeiten widmen. Eines steht fest: Mit einer solchen Arbeitsmannschaft braucht man sich über die Zukunft des Wagenbaus beim WCV keine Gedanken machen. Der Vorsitzende des WCV, Norbert Falkenberg dankte, überwältigt von dem Engagement der Mitglieder, namens des Vorstandes ausdrücklich allen Ehrenamtlichen für die selbstlose Unterstützung. Ohne ihre Mithilfe konnte der Verein das Projekt nicht stemmen. Es bietet alle Voraussetzungen, dass es zum Symbol für den Idealismus der rund 350 Mitglieder des WCV wird. Zudem ist die Erstellung der neuen Heimat für den Wagenbau der Grünen Funken sehr aufwendig. Der Verein rechnet bis zum endgültigen Abschluss der Arbeiten mit Gesamtkosten bis zu einer Höhe von 120.000 Euro. Die Stadt steuert aus den Mitteln des Covid-19-Hilfsfond 12.500 Euro bei. Bei einer Crowdfunding-Aktion mit der Volksbank kamen 10.000 Euro zusammen. Durch den pandemiebedingten Ausfall der lukrativen Veranstaltungen wie das Oktoberfest und das Osterfeuer fehlten 1 Mitarbeiter des freiwilligen Arbeitsteams des WCV bei der Eindeckung mit gedämmten Metall-Sandwich-Platten für die Sanierung eingeplante Einnahmen. Der Vorsitzende dankte für die finanzielle Unterstützung und den Firmen für die Sachspenden. Stellvertretend nannte er Effertz und Peterburs sowie den Fahrer des Riesenkrans, Bogomir Velanoski, der gleich an mehreren Wochenenden selbstlos bei den Abbruch- und Neubauarbeiten mithalf. Die sehr aufwendigen Außen- und Innen-Arbeiten an der nach einer Brandattacke äußerst ramponierten Halle gingen zügig voran. Das Eternit-Dach und die ebenfalls asbesthaltigen Wände wurden sorgfältig entfernt und entsorgt. Verbrannte sowie marode Sparren und Balken der Dachkonstruktion sowie tragende Hölzer wurden durch neue Konstruktionen ersetzt. Eine wichtige Etappe ist mit der Eindeckung durch gedämmte Metall-Sandwich-Platten geschafft. Das gleiche Material wird bei der Herrichtung der neuen Wände eingesetzt. Bis Mai kommenden Jahres soll die Halle bezugsfertig sein. Die inneren und äußeren Detailarbeiten können nach dem Einzug der Wagenbauabteilung des WCV erledigt werden. Der WCV hat die rund 350 Quadratmeter große Halle (Grundstück 2600 qm) von der Stadtverwaltung langfristig angemietet. Sie ermöglicht es dem WCV, nicht nur den Wagenbau ganzjährig zu betreiben, sondern auch alle dafür erforderlichen Materialien und die eigenen Wagen an einem Standort zu bündeln. Zudem ist die Stadt dem Verein bei der Höhe der Miete entgegengekommen. Solange der Vereinschef Norbert Falkenberg als Betriebsleiter die Firma Rigips führte, konnten die Grünen Funken dort ihre Wagen bauen. Nach seinem Eintritt in das Rentenalter fanden sie eine Übergangslösung in einer von der Stadtverwaltung angemieteten Halle der Firma Prophete an der Lindenstraße. In diesem Zusammenhang dankte der Vorsitzende ganz besonders Bürgermeister Theo Mettenborg. Er hat den WCV maßgeblich bei der Bereitstellung eines Übergangsquartiers und des neuen Domizils für den Wagenbau unterstützt. Die Grünen Funken freuen sich über diese Hilfe, unterstreicht sie doch zugleich, wie sehr der Bürgermeister und der heimische Karneval in Fröhlichkeit und Leichtigkeit miteinander vereint sind. Insgesamt ist zu sagen, dass die vielen ehrenamtlichen Helfer und die Gönner des WCV es wohl innerhalb von knapp einem Jahr von der ersten Idee bis zum Einzug schaffen werden, ihm ein neues, zukunftsweisendes Zuhause zu geben und so die Weichen für einen langen Fortbestand der Vereinstradition zu stellen. 58 Das Stadtgespräch

U Unterstützung für Vereine und Schulen Corona Hilfsfonds der Stadt und Fördermittel des Landes Eine Unterstützung in Höhe von 5.000 Euro durch den Corona Hilfsfonds der Stadt erhielt der Domhof Förderverein e.V. Dieser hatte ihrem Pächter Orhan Savci die monatliche Pacht erlassen, da er aufgrund der Corona-Krise keine Einnahmen mehr verbuchen konnte, trotzdem aber dringende Reparaturarbeiten anfielen. Mit dem Geld konnten die laufenden Unterhaltskosten des Hauses sowie einige Arbeiten hauptsächlich ehrenamtlich durchgeführt werden. Das Trauzimmer wurde verschönert und eine neue Lichtanlage installiert. Der Gartenbereich erhielt eine aus altem Pflaster entstandene Sitzecke, bei der viele ehrenamtliche Helfer und Mitarbeiter des städtischen Bauhofes aktiv waren. Auch die Küche erfuhr eine Sanierung. Damit die 120 Kinder und die Trainer der TSG-Handballabteilung auch in Zeiten von Corona sicher unterwegs sind, wurde aus dem Corona Hilfsfonds auch ein Zuschuss für die Anschaffung von zwei Automatik-Hygienespendern bewilligt. »725 Euro haben wir bekommen und konnten dafür zwei tolle, standfeste Edelstahlspender anschaffen, die nun dauerhaft am Eingang und in der Turnhalle der Gesamtschule stehen«, lobte Abteilungsleiter Mike Dreier den unkomplizierten Ablauf. Die Hygienespender dienen nicht nur den Handballern, sondern allen Sportlern der Turnhalle. Von Fördermitteln des Landes NRW für die Modernisierung von Sportanlagen profitieren auch zwei Vereine in Rheda-Wiedenbrück. »Ich freue mich sehr, dass der Tennis-Club am Schloss und der Ländliche Zucht-, Reit- und Fahrverein Reckenberg-Wiedenbrück Fördermittel aus dem Programm ›Moderne Sportstätte 2022‹ erhalten und damit der Großteil der Kosten abgedeckt ist. Insgesamt fließen mehr als 66.000 Euro Landesmittel nach Rheda-Wiedenbrück«, sagte der Landtagsabgeordnete André Kuper (CDU). Der Tennis-Club am Schloss möchte mit der Landesförderung die Dächer des Vereinsheims sowie des Geräteschuppens modernisieren. Außerdem sollen die Abflusskanäle instandgesetzt werden. Die Gesamtkosten betragen 40.376 Euro, davon übernimmt das Land 36.338 Euro. Etwas mehr als 35.000 Euro soll die Modernisierung der Reithalle des Zucht-, Reit- und Fahrvereins Reckenberg-Wiedenbrück kosten. Diese Maßnahme wird mit 30.590 Euro aus Landesmitteln bezuschusst. Für die Digitalisierung an Schulen bewilligte die Bezirksregierung Detmold 268.324,24 Euro im Rahmen eines »Sofortausstattungsprogrammes« und 250.000 Euro für »mobile Endgeräte« für die Lehrkräfte. Zuvor hatte die Stadt Rheda-Wiedenbrück die Zusage erhalten, 1,15 Millionen Euro aus dem »Digitalpakt« bis 2022 abrufen zu können, um an sieben Schulstandorten vor allem die WLAN-Kapazitäten zu verbessern. Im nächsten Schritt folgt die finanziell von der Bezirksregierung unterstützte Ausstattung mit mobilen Endgeräten. Die Stadt ergänzt diese Landesmittel mit einem zehnprozentigen Eigenanteil. Die Bestellung für weitere 1.125 Geräte ist bereits auf dem Weg, in Kürze sollen die Tablets an die Schulen verteilt werden und den Bestand der bereits vorhandenen mobilen Endgeräte ergänzen. Ein weiterer Antrag, um die gesamte Förderung in Höhe von 1,5 Millionen Euro aus dem »Digitalpakt« zu erhalten, befindet sich in der Vorbereitung. Das Stadtgespräch 59

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