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Das Stadtgespräch Ausgabe Dezember 2020

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Mein Rheda-Wiedenbrück und Das Stadtgespräch. Stadtmagazin für Rheda-Wiedenbrück Dezember 2020

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„ Wir lieben das wertvolle, bodenständige und ehrliche Handwerk. Du auch? Melde dich! Vielseitige und innovative Projekte in der Region. Familiäres Team mit Partnerschaft auf Augenhöhe und Bezahlung über dem Tarif. Wir sind Splietker! splietker.de | 05242 93770 Lösung von Dr. Hugos Kinderseite (S.56) Knobelaufgabe: Bereits am Abend des neunten Tages wird sie ihr Ziel erreicht haben, denn nach acht Tagen ist sie 8 Meter hinaufgekommen und am neunten Tag konnte sie die restlichen 2 Meter überwinden. Finde die 10 Fehler: 1 (V. l.) Michaela AKoroch, Claudia Moll, Björn Neßler, Elvan Korkmaz-Emre Applaus und jetzt? »Mein Beruf der Pflegefachkraft könnte so schön sein…« (Kem) »Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Wohnbereich mit 50 Pflegebedürftigen. Jeder einzelne Bewohner soll gewaschen, angezogen und auf die Toilette gebracht, ihnen soll das Essen gereicht und ihnen beim Trinken assistiert, einige im Bett neu gelagert werden, und einer von ihnen liegt im Sterben«, packte eine Pflegefachkraft auf dem SPD- Forum »Applaus und jetzt?« im Bistro »EssBares« von Pro Arbeit e. V. aus. Eine Kollegin ergänzte: »Pflegebedürftige werden vernachlässigt, weil den Pflegenden die Zeit fehlt«. Zudem sei alleine wegen der Pflegedokumentation vieles nicht zu schaffen. »Ich möchte nicht mehr so viel schreiben, schreiben, schreiben müssen«, erregte sich eine Anwesende. Zum Mangel an Personal kommen die häufigen Schichtwechsel, Wochenenddienste und die Tatsache, aus der Freizeit geholt zu werden, wenn jemand ausfällt. Nicht wenige Mitarbeitende denken nicht mehr an sich selbst, sondern versuchen, das alles irgendwie hinzukriegen, seien ausgebrannt und mit ihren Kräften am Ende. Darüber hinaus sei die schlechte Bezahlung ein Problem, erklärte die Vorsitzende der hiesigen Sozialdemokraten, Michaela Koroch, selber Pflegefachkraft. Da müsse wirklich was passieren. »Ich möchte davon leben können«, die Arbeitsbedingungen müssten zumutbar sein, brachte sie ihre Forderungen auf den Punkt. Dabei habe der Beruf so schöne Seiten: Man könne etwas für die Menschen tun, in der Altenpflege den restlichen Lebensweg mit den alten Menschen beschreiten, so der Konsens der anwesenden Pflegefachkräfte. »Der Applaus für die Beschäftigten in der Pflege ist zum Symbol der Corona-Krise geworden. Doch viele Pflegerinnen und Pfleger in der Altenpflege und in den Krankenhäusern betrachten diese Geste mittlerweile eher als eine Zumutung. Anstelle von Applaus brauchen die Beschäftigten in der Pflege Antworten auf den Pflegenotstand – nicht erst seit der Corona-Pandemie«, nahm Elvan Korkmaz-Emre, MdB, die Klagen der zahlreichen Pflegefachkräfte unter den 50 Besuchenden entgegen. Das Mitglied im Bundestagsausschuss für Gesundheit, Claudia Moll, ergänzte, dass auf Initiative der Sozialdemokraten im Bundestag das Sofortprogramm über 13.000 Stellen in stationären Einrichtungen durchgesetzt worden ist. Aber es gebe einfach nicht die Kräfte für die Besetzung dieser Arbeitsplätze, so die Bundestagsabgeordnete weiter. Erst um 2700 Posten haben sich bislang neue Mitarbeitende beworben – kein Wunder angesichts der Arbeitsbedingungen. Auch bei der Unterstützung der Menschen, deren Kinder oder Eltern die Leistungen der Hilfe zur Pflege oder andere Leistungen der Sozialhilfe erhalten, bestehe die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass diese Maßnahme auch wirklich ankomme. Björn Neßler, Vorstand der Diakonie Gütersloh e. V. und Vorsitzender des Verbandes der Wohlfahrtsverbände kritisiert das Pflegesystem als krank, »es werden aber nur Pflaster draufgeklebt«. Elvan Korkmaz-Emre wies darauf hin, dass ihre Fraktion das Problem grundsätzlich lösen wolle: »Wir fordern die Deckelung der Eigenanteile an pflegebedingten Kosten, flächendeckende tarifliche Bezahlung auf hohem Niveau und eine echte Entlastung im Berufsalltag. SPD-Vorstand Martina Mester-Grunewald appellierte an die anwesenden Pflegefachkräfte: »Wir können lange diskutieren. Vorrangig ist, dass ihr euch für eure Interessen einsetzt, mit den Gewerkschaften zusammenarbeitet. Wenn ihr streikt, wird ganz schnell etwas passieren«. Ein erster Schritt: Die Tarifpartner Verdi und einer der Arbeitgeberverbände, BVAP, haben sich auf einen Tarifvertrag in der Pflegebranche geeinigt. Ziel sei, diesen für allgemeinverbindlich zu erklären. 16 Das Stadtgespräch

H Heimatforscher Jürgen Kindler verstorben Nachruf (Kem) Der begeisterte Heimatforscher Jürgen Kindler hat unzählige Hausund Familiengeschichten sowie historische Ereignisse rund um Rheda durch seine Recherchen in Erinnerung gerufen, für die Nachwelt aufgezeichnet. Seine Nachforschungen beflügelten die Menschen, sich auch selber mit der Geschichte ihrer Ahnen und Wohnstätten auseinanderzusetzen. Das Stadtgespräch weiß seine Unterstützung bei der Verfassung historischer Texte in tiefer Dankbarkeit zu schätzen. Er unterbrach seine historischen Arbeiten immer gerne, wenn wir seine Unterstützung benötigten. Der Verstorbene veröffentlichte etliche Beiträge in den Rhedaer Schriften und in den Kreisheimatjahrbüchern. Sein Weggefährte in Sachen Heimatforschung war Dr. Wolfgang Lewe. Gemeinsam gründeten sie den bis heute aktiven Historischen Arbeitskreis im Heimatverein Rheda, den er von 1984 bis 2012 leitete. Der Heimatverein würdigte ihn für seine Verdienste mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden. Mit seinen beeindruckenden Kenntnissen der Stadtgeschichte prägte er die Arbeit als Orts- und Kreisheimatpfleger sowie als Sachkundiger Bürger im Rat (1980-2017). Darüber hinaus gehört der 1937 in Schlesien 1 Die Heimatfreunde trauern um Jürgen Kindler, der im Alter von 83 Jahren verstarb. Geborene zu den Gründungsvätern der Gemeinschaft für Natur- und Umweltschutz (GNU). 1987 wurde der beruflich als Konrektor an der Realschule in Schloss Holte-Stukenbrock tätige Lehrer und Lehrbeauftragte der Uni Bielefeld für seine unermüdlichen historischen Bemühungen mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Zuletzt war er gesundheitlich sehr angeschlagen. Unsere Anteilnahme gilt seiner Frau und seinen beiden Söhnen mit ihren Familien. Welcher Shopping Typ sind Sie Um das herauszufinden, bewerten Sie einfach ganz spontan die folgenden sechs Aussagen mit 1 (nein) über 3 (eigentlich) bis 5 (ja, unbedingt) Sie möchten das, was Sie einkaufen, gerne vorher von allen Seiten sehen, fühlen und anprobieren. 1 2 3 4 5 Sie bevorzugen einen vielfältigen Einzelhandel. Eine individuelle Beratung nach Ihren Vorlieben und Interessen ist Ihnen wichtig. Sie unterstützen gerne Arbeitsplätze in unserer Region. Die Umwelt möchten Sie gerne schützen, z. B. durch die Verringerung der Versandwege. Sie unterstützen gerne Unternehmen, die in unserer Region Steuern zahlen. Addieren Sie bitte Ihre Punkte. Auflösung auf Seite 35. Das Stadtgespräch 17

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