Aufrufe
vor 6 Monaten

Das Stadtgespräch Ausgabe Dezember 2020

  • Text
  • Gemeinsam
  • Ebenfalls
  • Zeit
  • Rheda
  • Stadt
  • Menschen
  • Fraktion
Mein Rheda-Wiedenbrück und Das Stadtgespräch. Stadtmagazin für Rheda-Wiedenbrück Dezember 2020

1 Der

1 Der Fraktionsvorsitzende Thomas Mader weiterverfolgt werden sollte – beispielsweise ein ausschließlicher Wohnungsbau – dann ist es zwingend notwendig, explizit die Rechtslage und die sich aus der Änderung ergebenden Konsequenzen zu prüfen«. Es seien ja bereits Verpflichtungen eingegangen worden und es sind bereits Aufwände entstanden, begründet der Fraktionsvorsitzende seine Auffassung. Allerdings merkt er an: »Wenn in diesem Prozess festgestellt wird, mit dem beschlossenen Konzept in eine Sackgasse abgebogen zu sein, wird die Situation nicht besser, wenn man bis zum Ende durchfährt und erst dann wendet«. Wohnungsnot Zur Lösung dieses Problems setzt die CDU-Fraktion auf die Umsetzung der von ihr im Frühjahr in die Ratsarbeit eingebrachte Wohnraumstrategie. Der Kerngedanke dieses Konzepts ist die Beantwortung der Frage, für wen (Gutverdienende, Geringverdienende, Harz IV-Empfänger, Singles, 3-, 4- und Mehr-Familienhaushalte, Werkvertragsarbeiter etc.) in Rheda-Wiedenbrück Wohnraum geschaffen werden soll. Dabei gilt es eine Ausgewogenheit zwischen den genannten Bevölkerungsgruppen zu wahren, bzw. herzustellen. Zudem ist die Stadtentwicklung im Blick zu halten. Diese Vorgehensweise halten die Christdemokraten für erforderlich vor dem Hintergrund der Erfahrung, dass der gesamte Wohnungsbedarf höher ist als die Menge an Wohnraum, die tatsächlich errichtet werden kann, da die Beschaffung von Flächen schwer ist. Die bereits durchgeführten Bedarfsanalysen müssen mit der gewünschten Stadtentwicklung abgeglichen werden. Redaktion: Man geht davon aus, dass die Wohnungsnot trotz der forcierten Bautätigkeiten zwar gemildert, aber in absehbarer Zeit nicht behoben werden kann. Thomas Mader: »Die beschriebene gesamtheitliche Vorgehensweise soll einen Bau-Aktionismus verhindern, der an den Bedürfnissen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen vorbeigeht«. Rat und Stadtverwaltung müssten die einmal geführten Diskussionen nicht bei jedem neuen Bebauungsplan und -projekt wiederholen. Wichtig sei bei der Bekämpfung der Wohnungsnot ebenfalls eine schnelle und wohlwollende Umsetzung von Bauanträgen durch die Stadtverwaltung. Bauland Zur Lösung der Wohnungsnot sei ebenfalls die Bereitstellung von genügend Bauland erforderlich. Die Erfahrung lehre, dass die Bereitschaft dafür unzureichend sei. Zudem tragen die Grundstückskosten maßgeblich zu den Preissteigerungen im Wohnungsbau bei. »Erbpachtbasierte Modelle können nach unserer Auffassung helfen, einerseits die Bereitschaft der Grundstückseigentümer für eine vermehrte Bereitstellung von Bauland zu erhöhen und zugleich ein Anwachsen der Baulandpreise zu bremsen, so Thomas Mader: »Darüber hinaus möchten wir mit den Grundstückseigentümern ins Gespräch gehen und gemeinsam Lösungen erarbeiten«. Um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen sei ebenfalls eine Absenkung der Erschließungskosten notwendig, fordert er. Nachverdichtung Priorität bei der Schaffung von Wohnraum habe die Nachverdichtung. Die angestrebten Gebäude müssten sich in der Größe und Höhe dem Umfeld anpassen. Für die CDU sei es gelebte Bürgernähe, klar auf die Zufriedenheit in den Wohnquartieren zu achten. Klimafreundliche Stadtentwicklung Die Christdemokraten wollen ebenfalls die Umweltaspekte stärker in Wir reden nicht nur über Hygiene, wir machen es einfach 1. Platz auf Landesebene STEVEN HÜBSCH Gebäudereiniger WIR BILDEN SIEGER AUS! Meister-& Ausbildungsbetrieb An der Schwedenschanze 17 • Rheda-Wiedenbrück • Tel: 05242 402652 info@fensterputzer-huebsch.de • www.fensterputzer-huebsch.de 12 Das Stadtgespräch

den Blick zu nehmen, beispielsweise begrünte Fassaden, Dachbegrünung, Photovoltaik, Förderung des Radverkehrs, kühlende Räume in der Bebauung, Regenwassernutzung etc. Das gelte gleichfalls für Gewerbegebiete. »Hier sollten wir eine grundsätzliche Standardisierung ökologischer Gesichtspunkte in den Blick nehmen«, so Thomas Mader. Kiefernweg Das Gewerbegebiet Kiefernweg soll das ökologischste Gewerbegebiet werden. Vorrang hat hier zudem der Einklang mit der Nachbarschaft: »Wenn wir uns hineinfühlen, selbst Anwohner im Kiefernweg zu sein, dann sind wir auch in der Lage uns bestmöglich für ihre Interessen einzusetzen. Wir setzen uns dafür ein, dass sich Unternehmen ansiedeln, die dieses im wirtschaftlichen Einklang berücksichtigen«, erklärt der Fraktionsvorsitzende, und weiter: »Eine ökologische Umsetzung kann immer nur dann funktionieren, wenn ökonomische Rahmenbedingungen für die Gewerbetreibenden passen«. Finanzen Und weiter: »Die CDU steht für eine umsichtige Finanzpolitik«. Damit im Zusammenhang stehen der Verzicht eines Rückgriffs auf etwaige Puffer bzw. so genannte doppelte Böden in den Finanzplanungen. »Sicherheiten sollten in den Konzepten und nicht nur alleinig bei den Finanzen verortet erden«, fordert Thomas Mader. Einen Vorrang bei den Investitionen haben die Aufwendungen für Kitas, Schulen, Sportstätten und Digitalisierung sowie die 1 Das Bürgermeisterteam: Gabriele Bremke-Mönikes (CDU) Dritte Stv. Bürgermeisterin, Georg Effertz (CDU) Erster Stv. Bürgermeister, Gudrun Bauer (move) Zweite Stv. Bürgermeisterin und Bürgermeister Theo Mettenborg (CDU) Positionen, die schon seit längerer Zeit nachgebessert werden müssen, wie beispielsweise die Bahnunterführungen. Autobahnlärm Vorrangig sieht die CDU an Stelle einer Abschottung vor Lärm (Lärmschutzwall und -wand) die Reduzierung von Lärm, beispielsweise durch Flüsterasphalt oder eine temporäre Geschwindigkeitsbegrenzung (z. B. 21 – 6 Uhr) – zumal ab der Höhe von Vellern die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der A 2 höher sei als u. a. weiter westlich. Diese Maßnahmen kämen allen Anwohnern der Autobahn zugute. Sie wären aber ein besonderer Gewinn für die am Wieksweg und den angrenzenden Straßen lebenden Menschen. Für sie bestehen ja noch keine vor Lärm schützenden Maßnahmen. Integration Sie ist kein Angebot, sondern eine Verpflichtung, so Thomas Mader: »Sie erfolgt nicht ausschließlich über Bildung, Sprachkurse und Berufseingliederung sowie durch die Beachtung des Grundgesetzes. Erforderlich ist ebenfalls eine Akzeptierung der Werte in unserer pluralen Gesellschaft«, unterstreicht der Fraktionsvorsitzende. Er sagt weiter: »Es gibt jede Menge tolle Beispiele, bei denen die Integration gut geklappt hat«. Redaktion: Er selber ist mit seiner Familie in der Betreuung einer Flüchtlingsfamilie aktiv. Raimund Kemper Das Stadtgespräch 13

Das Stadtgespräch - Magazin für Rheda - Wiedenbrück

© 2020 lokalpioniere
Impressum / Datenschutz