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Das Stadtgespräch Ausgabe August 2021 auf Mein Rheda-Wiedenbrück

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Das Stadtgespräch Ausgabe August 2021 auf Mein Rheda-Wiedenbrück

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Jahre I00 Architektur und Bauen Beispielhäuser www.splietker.de Kleestr. 9 | Rheda-Wiedenbrück 05242 93770 | info@splietker.de 1 Der Procom-Prokurist Bastian Hämmerle und Dennis Barth, Geschäftsführer der Hamburger Procom Invest, stellten das geplante Projekt an der Kolpingstraße im ABS vor. seit 1998 Telefon: 54822 Telefon: 964545 www.verein-daheim.de oder Tel.: 05242/964 9327 mann, Ernsting’s family – kann hier am Standort Rheda gehalten werden – und Woolworth – dafür ggf. KHW-Zentrale: Barth spontan zu diesem Vorschlag von Alwin Wedeler, Bündnisgrüne: »Wir können uns die KHW hier wohl vorstellen«). Pro Das Gutachterbüro Stadt + Handel erkennt grundsätzlich keine negativen Auswirkungen auf die Innenstadt. Es sieht aufgrund der Wegeverbindung zwischen der Kolpingstraße u. Innenstadt einen Mehrwert für das Zentrum – geht dabei aber von einer Verbindung beim Kolpinghaus aus. Die vom Masterplan 2020+ abweichende positive Beurteilung der Kolpingstraße führt das Büro u.a. auf geänderte Trends im Einzelhandel zurück. Alle dem Projekt ebenfalls zustimmenden Fraktionen u. die Stadtverwaltung teilen diese Einschätzung. Die positiven Effekte würden die negativen Auswirkungen überwiegen. Der Procom-Geschäftsführer: »Die Verträglichkeitsuntersuchung sieht keine schädlichen Auswirkungen auf andere Stadtbereiche. Der ›Kuchen‹ reicht für Kaufland und REWE. Zudem spreche Kaufland eine bestimmte Klientel an u. wir hoffen, dass REWE zusätzliche Kunden anzieht. Kunden entscheiden sich für den kürzesten oder interessantesten Weg«. Marco Sänger: »Rheda mit seinen 26.000 Einwohnern hat eine ›eklatante‹ Versorgungslücke«. Patrick Büker (FDP) stellv. für die anderen Fraktionen: »Das Vorhaben ist für Rheda ein Gewinn. Ein Großteil der Rhedaer fährt nach Wiedenbrück«. Kontra Dagegen stehen die Stellungnahmen der IHK und des Einzelhandelsverbandes: Die Bedarfe an Einzelhandel seien gedeckt. Alwin Wedeler (Bündnisgrüne): »Es gibt in Rheda-Wiedenbrück keinen Mangel an Vollsortimentern«. Hermann Heller-Jordan (Bündnisgrüne): »Wir benötigen kein weiteres Discounter-Paradies.« Dr. Andreas Gernold (move): »Wir lehnen ein neues autarkes Zentrum ab. Es ist unbedingt zu verwerfen. Was treibt Sie an, daran festzuhalten«? Dr. Martin Hünten (move) in einem Glocke-Interview: Die Kolpingstraße sei als Einzelhandelsstandort ungeeignet. Es sei fatal, in einer derart zentralen Lage Einzelhandel anzusiedeln. Die FWG schreibt in ihrem Antrag: »Die Realisierung eines Großmarktes an diesem Standort muss verhindert werden, weil dieser eher der Entwicklung des Stadtzentrums in Rheda schadet als nützt«. Christina Coban (CDU) kann diese Argumentation nicht nachvollziehen – sie spricht move an: »Nur in K.O.-Kriterien zu denken, wie Sie es tun, führt zu nichts. Dass Sie so querschießen, kann ich nicht verstehen«. Wohnen Procom schlägt einen Wohnungsmix aus Einzimmerwohnungen, 15 Zweizimmerwohnungen mit ca. 52 m², 19 Dreizimmerwohnungen je 87 m² sowie sechzehn 98 m² große Vierzimmerwohnungen mit insgesamt rund 7000 m² vor – davon 20 % als Sozialer Wohnungsbau. Die Gebäude erhalten 4500 m² begrünte Dachflächen. Alwin Wedeler: »Bauen Sie so viel Wohnungen wie es geht – mit einigen Dienstleistern, und Handel so wenig wie geht«. Marco Sänger: »Eine reine Wohnbebauung ist ein legitimes Ziel«. Dr. Andreas Gernold: »Wir fordern ein ganz überwiegendes Wohnen«! Ausblick Der Procom-Prokurist Bastian Hämmerle sagte: »Wir sind überzeugt, dass das ein gutes Projekt für Rheda-Wiedenbrück ist«. Patrick Büker stellte für die vier Fraktionen fest: »Unsere Anforderungen an das Projekt sind zu großen Teilen erfüllt. Es ist darum nicht nachzuvollziehen, kurz vor dem Ende der Planungen eine Vollbremsung hinzulegen, wie es move, die Bündnisgrünen und die FWG fordern«. Uwe Henkenjohann (CDU): »Wir brauchen eine verbindliche Zeitachse und eine ebensolche Gesprächskultur«. Auf seine Frage, was passiere, wenn das Projekt scheitere, sagte der Geschäftsführer, dass Procom sein Wohnungsprojekt nicht erweitern werde. In diesem Bereich seien dann besondere Lärmschutzmaßnahmen erforderlich. Seine Erwähnung des »Lemgoer Modells« kann als Hinweis gedeutet werden, dass Procom sich als Alternative aber Unterkünfte für Arbeitende in der Fleischindustrie vorstellen könne. Raimund Kemper 52 Das Stadtgespräch

„Tiere gut zu behandeln ist für uns selbstverständlich.“ Über 10.000 landwirtschaftliche Familienbetriebe liefern an Tönnies. Franziska, Mitarbeiterin Abteilung Landwirtschaft NEUE ZEIT. NEUE WEGE. Das Stadtgespräch www.neuezeit-neuewege.de 53

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